Podcast erstellen: So startest du heute noch deine erste Podcast-Episode

Podcast erstellen: So startest du heute noch deine erste Podcast-Episode

So, Freunde der Nacht! Ab heute gibt es keine Ausreden, keine Entschuldigen und auch keine Ausflüchte mehr!

Ab heute heißt es: Podcast erstellen! ;)

Okay, ganz so dogmatisch und erzwingend will ich jetzt auch nicht daher kommen, deswegen nehme ich ein  wenig Druck raus. Denn mit diesem Artikel wirst du zwar in der Lage sein, endlich in die Gänge zu kommen, aber letztendlich entscheidest natürlich du, wann du anfangen willst.

Gnädig von mir, oder?! 😉

Ich stelle mir das so vor: Du suchst dir die Ressourcen raus, die dich ganz besonders interessieren und dann werde ich dir am Ende dieses Artikel einen Weg zeigen, wie du den allerersten und sicheren Schritt gehen kannst.

Deal?!

Deal!

So, hier dann mal ein Podcast-erstellen-Update aus dem Jahr 2021

Dieser Post hat nun einige Jahre auf dem Buckel und ich habe ihn sehr lange Zeit auch unverändert gelassen. Eigentlich aber auch nur, weil ich Sorge hatte, dass er nicht mehr so gut in Google gefunden wird, wenn es um Podcast erstellen als Keyword geht. 

Aber dank Benjamin und Fabian vom Content Performance Podcast bin ich nun etwas schlauer und gehe die Aktualisierung nun an. 

Wenn du einen Podcast erstellen willst, brauchst du eine Checkliste und die bekommst du genau in diesem Update. Im Verlauf werde ich diese Checkliste dann mit etwas Content füllen. 

Bereit? 

Super!


Podcast erstellen So startest du heute noch deine erste Podcast Episode


1. Positionierung klar haben

Podcasts gehören zum Bereich des Content Marketing und um da erfolgreich zu sein, braucht es eine gescheite Positionierung. Du hast bestimmt schon von der „Nische“ gehört. Ohne eine Nische oder einen bestimmten Bereich, den du abdecken möchtest, wird es im Content Marketing schwierig.

Ich habe am Anfang alles falsch gemacht, was man beim Podcast erstellen falsch machen konnte. Und der größte Bock war, dass ich mich auf eine bestimmte Zielgruppe hin positioniert habe. Ich war für ALLE da. Und ALLE ist keine gescheite Zielgruppe.

Was dir helfen kann, eine gute Positionierung zu finden, ist die Differenzierung zwischen einer demographischen und thematischen Nische. Weiter unten findest du ein Video, in dem ich dir im Detail zeige, wie das geht.

2. Dein Ziel definieren

Kennst du eine der häufigsten Fragen, die meine Klienten stellen, wenn sie ihren Podcast erstellen und starten wollen?

„Wann ist mein Podcast eigentlich gut?“

Oder eine Variation davon: „Wie viele Downloads muss ich haben, damit mein Podcast gut ist?“

Die Antwort auf diese Fragen ist gar nicht so einfach zu finden. Denn es kommt einfach darauf an, was dein Ziel mit dem Podcast ist. Denn das Starten eines Podcasts an sich kann nicht das Ziel sein. Ein Podcast sollte nicht aus einem Selbstzweck heraus erstellt werden. Das ist kein starkes WARUM dahin und irgendwann fühlt sich der Podcast an wie ein Klotz am Bein.

Du brauchst also ein starkes Warum und ein starkes Ziel.

Was könnte es also nun für Ziele geben?

- Ich möchte nach und nach mehr Menschen mit meinem Podcast erreichen: Dann solltest du dir die Downloads der einzelnen Folgen über die ersten 6 Wochen nach der Episodenveröffentlichung anschauen. Wenn du da sukzessive mehr Downloads pro Folge hast, dann machst du alles richtig.

- Ich möchte mich mit dem Podcast als Experte/Expertin positionieren: Dann könnte es ein Ziel sein, als Experte/Expertin in andere Shows zu kommen und über den Podcast gefunden zu werden.

- Ich möchte mit meinem Podcast Kunden gewinnen: Das prüfe ich bei mir so, dass man sich im Rahmen eines Strategiegepsrächs mit mir einen Termin aussuchen kann. In dem Prozess frage ich in einem Formular ab, „woher wir uns kennen“. Dort wird sehr oft „Podcast“ angegeben und so weiß ich, dass der Podcast prinzipiell seiner Vertriebsaufgabe nachkommt.

Du siehst, es gibt einige Möglichkeiten sich Ziele für den Podcast zu setzen, wenn du ihn starten willst. Was du aber im Hinterkopf haben solltest: Die reinen Downloads an sich bringen dir erstmal überhaupt nichts an Information. Wenn du deine Ziele erreichen willst, dann braucht es eine gute Strategie dahinter.

Und natürlich ein passendes Format.

3. Kein Podcast-Start ohne geeignetes Format

Genau so wichtig wie das Ziel beim Podcast-Start, ist das geeignete Format. Dort gibt es einiges an Mythen.Beispielsweise glauben viele angehende PodcasterInnen, dass man unbedingt Interviews in der Show machen muss.

Aber das ist genau so falsch, wie das genaue Gegenteil.

Auch hier: Es kommt darauf an.

Und hier ist das Ziel auch wieder relevant.

Wenn ich den Podcast starten möchte, um meine Personenmarke aufzubauen, dann machen Interviews am Anfang vielleicht sogar gar keinen Sinn. Denn wer ist im Fokus, wenn man Interviews machen? Genau! In der Regel der Gast. Wenn also das Ziel Personal Branding ist und ich dem Gast die Bühne gebe, dann sind Ziel und Format des Podcasts inkongruent.

Stattdessen kann man in einem Personal Branding Podcast in den ersten Folgen komplett auf Interviews verzichten und „die Marke“ zeigen. Also Soloepisoden. Später kann man dann immer noch Interviews als zusätzliche Nuance hinzufügen. Ich spreche da immer vom Format „Solofolgen, garniert mit Interviews“.

Wenn es darum geht, ein Thema in den Mittelpunkt zu rücken, dann wiederum können Interviews für den richtigen Mix an Diversität sorgen.

Wenn du also zu denen gehörst, die ich mit Podcast-Helden am ehesten ansprechen möchte (Solounternehmer und kleinere Unternehmen), dann zeige dich…und garniere mit Interviews.

4. Das richtige Podcast-Mikrofon

So, jetzt beginnt eigentlich erst die richtige Podcast-Arbeit und wir werden technisch. Und bestimmt hast du dir schon die Frage gestellt, was wohl das „perfekte Podcast-Mikrofon“ ist?

Nun, auch die Frage ist nicht so leicht zu beantworten, denn Perfektion in Form einer eierlegenden Wollmilchsau wirst du nur sehr schwer finden. Aber es gibt für viele Bereiche mehr oder weniger geeignete. Hier ist die Auswahl, die ich benutze.

- Das Yellowtec iXm: Für mich das Nonplusultra, wenn es um Podcast-Mikrofone geht. Eingebaut in das Handmikrofon ist eine Software, die dafür sorgt, dass sich die Aufnahme IMMER gut anhört. Nichts ist zu leise, zu laut, zu übersteuert oder dergleichen. Zudem ist die Mikrofonkapsel sehr gut und klingt an sich schon gut. Ich nehme alle Solofolgen mit diesem Mikrofon auf und auch sämtliche Interviews vor Ort. Der Nachteil ist, dass es sich um einen Rekorder handelt. Du kannst es also nicht direkt an einen Laptop oder so anschließen, um die Audios weiter zu bearbeiten. Dafür braucht es dann den Zwischenschritt durch das Anschließen per USB an den Rechner. Da ich aber den Sound so großartig finde, ist es mir das allemal wert. Preislich ist das Mikrofon eher die gehobene Mittelklasse und kostet in meiner Konfiguration ca. 1000,- EUR. Aber wenn du weißt, dass du noch mehrere Jahre Podcasting betreibst, dann ist es eine mehr als lohnende Investition.

- Das Blue Yeti X (Partnerlink): Ein sehr guter Allrounder, dass ich für Interviews die Zoom und Co., sowie für Live-Streams, Webinare und Kursproduktionen nutze. Es ist nicht so unfehlbar wie das iXm, aber dafür ein guter Allrounder, den du per USB an deinen Rechner anschließen kannst.

- Das Shure MV88 (Partnerlink): Wenn es komplett mobil sein soll und du mit einem iPhone unterwegs bist, dann schau dir das Shure MV88 an. Du klemmst es an dein Smartphone und hast echt guten Klang. Das Ding liegt bei mir im Handschuhfach. Man weiß nie, wann man Wartezeit und Lust auf eine Episode hat.! ;)

5. Der Aufbau von Podcast-Episoden

Was kommt nun alles in eine Podcast-Folge? Wichtig ist, dass du sie nicht zu voll packst. Denn der Trend geht eher zu kürzeren Episoden.

Warum ist das so? Das hat zwei Gründe.

1. Es gibt Menschen, die noch nicht mit Podcasts in direkte Berührung gekommen sind. Für die ist es einfacher, wenn sie in eine kurze Folge reinhören und so schauen, ob es was für sie ist. Bei einer längeren Folge ist die Hemmschwelle einfach zu groß

2. Wenn du technik- podcastaffiine Menschen erreichst, dann haben sie vermutlich schon eine gewisse Podcast-Routine pro Tag. Um in diese Routine einfacher reinzukommen, brauchst du kurze Folgen, die man „mal eben zwischenschieben kann“.

Starte gerne mit einem Teaser ganz zu anfangs. Der sorgt dafür, dass die Leute wissen, worum es in dieser Folge geht und sie können entscheiden, ob sie dabei bleiben oder nicht.

Überlege dir, was deine Message und der rote Faden in der Episode ist, bevor du auf den Aufnahmebutton drückst. Am besten strukturierst du dich mithilfe von einer Mindmap (so mache ich es), mit Stichworten oder einem kurzen Skript. Gerade so viel Vorlage, dass du nicht ablesen kannst, aber dennoch so viel, dass du weißt, was du sagen willst.

Da gibt es keine Ideallösung. Du darfst deine eigene Lösung mit der Zeit entwickeln.

6. Der Name deines Podcasts und Podcast-SEO

Podcasts sind mittlerweile sehr relevant für Suchmaschinen. Bestimmt hast du in Google bereits mal gesehen, dass dort Podcast-Episoden abspielbar sind.

Um dort aufzutauchen, brauchst du in Podcasttitel, Episodentiteln und der Autorenbeschreibung relevante Inhalte. Wie das im Detail geht, kannst du in diesem Beitrag ausführlich nachlesen.

Um einen guten Podcasttitel für deinen Podcast zu erstellen, empfehle ich dir, dass du ihn aus zwei Teilen bestehen lässt.

1. Aus einem plakativen Haupttitel, der eher vorne im Titel zu finden ist. Bei mir ist es „PODCAST LOVES BUSINESS“. Nicht sehr erklärend, aber knallt. ;)

2. Aus einem deskriptiven (beschreibenden) Subtitel. Bei mir „Podcast erstellen, begeistern, Kunden gewinnen“. Nicht sehr sexy, aber beschreibend.

In Kombination ist dies dann mein Podcast-Titel.

Achtest du auf relevante Keywords und das du das wichtigste im Titel unterbringst, machst du prinzipiell alles richtig.

7. Intro, Introtext und Outro (+passende Musik)

Braucht es ein Intro mit Musik und so?! Nein, keine Pflicht.

Ist es aus meiner Sicht sinnvoll? Ja, absolut!

Das Intro hat zusammen mit der Musik mehrere Aufgaben. Zum einen ist es ein schöner Trenner zwischen Teaser und Hauptteil und sorgt so für einen kleinen Spannungsbogen.

Zum anderen macht das Intro Promo für deinen gesamten Podcast und die neuen Zuhörenden können sich entscheiden, ob sie dir ihr Ohr leihen wollen. 

„Willkommen zu XY-Podcast. Hier geht es um [NUTZEN 1] und [NUTZEN 2]. Und nun viel Spaß bei dieser Episode.“ - das reicht vollkommen aus! ;)

Damit du weißt, was in dein Podcast-Intro kommen soll, habe ich dir hier eine Anleitung produziert.

Abseits dessen schaffst du mit der passenden musikalischen Untermalung die Emotionen, die die Zuhörenden haben sollen.

Du kannst in Plattformen wie Premiumbeat oder Artlist.io (Partnerlink) nach Musik mit entsprechender Stimmung suchen.

Musik ist Emotion und Emotion ist Branding! ;)

Ein Tutorial, wie ich in Premiumbeat die passende Musik suche, findest du hier.

8. Podcast-Cover

Neben deinem Podcast Titel, den schon früh erstellst hast, braucht es auch noch ein gutes Podcast-Cover. Titel und Cover sind die beiden ersten Berührungspunkte, die potentielle ZuhörerInnen mit deinem Podcast haben. Entsprechend darfst du an diesen Touchpoints auch gut sein.

Hier ein paar Kriterien, wenn du ein gutes Podcast-Cover erstellen willst:

1. Halte das Design möglichst einfach. Wenn du drauf zu sehen bist und dein Podcast-Titel, dann machst du alles richtig!

2. Keine ablenkenden Dinge wie Icons oder Logos, die ziehen nur die Aufmerksamkeit von den relevanten Elementen weg, die ich dir in Punkt 1 genannt habe.

3. Verzichte auf längere Texte und auch deinen Namen. Das sieht man in der Thumbnail-Auflösung auf Smartphones nicht mehr. „Was mein Namen auch nicht?“, wirst du jetzt sagen? Genau, der steht ja eh unter dem Titel des Podcasts. ;)

4. Von den Maßen her mindesten 1400x1400 Pixel groß, maximal aber 3000x3000 Pixel. Dabei aber nicht größer als 512kb. Also gerne in JPG und einer kleineren Auflösung. Dann bekommst du keine Fehlermeldungen, wenn du deinen Podcast hochlädst.

Ein Podcast-Cover zu erstellen ist für viele eine große Hürde. Dabei ist das Cover einer der ersten Berührungspunkte mit dir und deinem Podcast. Um in kurzer Zeit ein gutes Cover zu erstellen, habe ich mal ein Tutorial dazu aufgenommen, das bisher exklusiv für eine bestimmte Kundengruppe zur Verfügung stand. Jetzt aber auch für dich! 

Das Podcast-Cover habe ich mit Canva erstellt. 


9. Audio aufnehmen

Du hast jetzt einen Überblick darüber bekomme, was du tun solltest, bevor du das erste Mal eine Podcast-Folge aufnimmst. Jetzt geht es darum, dass du das für dich passende Tool zum Aufnehmen findest. Dort ist es allerdings so, dass deine Wahl des Computers schon ein paar Vorauswahlen trifft.

Am PC empfehle ich dir die Tools Audacity (der absolute Klassiker, kostenfrei) oder auch gerne Hindenburg (sehr beliebt bei Journalisten, kostenpflichtig).

Am Mac hast du in der Regel das Programm Garageband vorinstalliert und mehr brauchst du nicht für deine Podcast-Karriere. Ich nehme nur Garageband - seit 2011! Nie habe ich was vermisst.

Ich recorde und schneide auch gerne am iPad. Da gibt es das grenzgeniale Ferrite, das ich dir ans Herz legen kann. 

10. Der passende Hoster für deinen Podcast-Feed

Jetzt hast du deine ersten Podcast-Episoden erstellt und nun? Jetzt geht es darum, dass sie auf der ganzen Welt gehört werden und nicht nur auf deinem Rechner liegen. Wie geht das? Klar, durch einen RSS-Feed.

Diesen RSS-Feed kannst du dir als Container vorstellen, in dem alle relevanten Informationen rund um deinen Podcast codiert sind. Diesen Container reichst du einmalig in den relevanten Plattformen wie Apple Podcasts, Google Podcasts, Spotify, Amazon Music, Audible und weiteren ein. Hat das einmalig geklappt, dann bist du auf der sicheren Seite und musst nur noch neue Episode „an den Feed anhängen“.

Das habe ich für meinen ersten Podcast noch mit HTML selber gemacht (Wahnsinn!!!) und zum Glück muss das heute niemand mehr machen.

Du hast mehrerlei Möglichkeiten, einen Feed für deinen Podcast zu erstellen.

1. Über deine Wordpress-Seite mithilfe eines Plugins wie Powerpress oder Podlove. Das ist die günstige Lösung, ohne einen externen Hoster nutzen zu müssen. Ich habe aber aktuell immer noch Podcasts abonniert, deren Shownotes nie komplett in meiner App zu sehen sind. Das sind dann oft Podcasts, die über ein Plugin erstellt werden. Deswegen wäre das nicht meine erste Wahl, wenngleich kostenfrei.

2. Du kannst einen so genannten Hoster nutzen. Dort kannst du deine Episoden hochladen und deinen Feed erstellen. Der Hoster fungiert dann als Distributor für deinen Podcast und ist durch diverse Backups in der Regel super abgesichert vor technischen Problemen. Populäre Podcast-Hoster sind beispielsweise Libsyn, Anchor oder das von mir seit 2018 genutzte Podigee (Podigee-Fanboy!!!)

So, das war die Podcast-Checkliste, um deinen Podcast zu erstellen. Im Verlauf des Textes kommen noch einige Informationen mehr, die teilweise noch aus dem Jahr 2015 stammen. Dort ist dieser Beitrag entstanden. Er ist also fast so alt wie meine Tochter! ;)

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Warum solltest du überhaupt einen Podcast erstellen für dein Business?

Nun, viele wollen einen Podcast erstellen, weil es ein zeitgemäßes Medium ist. Ein Medium, das (wieder-)kam, um zu bleiben. 

Wenn du dir noch nicht so sicher bist, ob du einen eigenen Podcast erstellen willst, habe ich hier ein kleines Cheat-Sheet für dich, mit dem du dir noch ein wenig Motivation holen kannst. 


Positionierung leicht gemacht: Wie du deine Podcast Zielgruppe für dich erstellst

Ein guter Podcast hat eine gute Zielgruppe. Das klingt nach einer Binsenweisheit, aber es ist leider oft so, dass ich in meinen Consultings Defizite in der Positionierung sehe. Das ist in der Regel schnell behoben, aber man muss eben doch sicher sein, wen man erreichen will. 

Hat man einmal klar, wen man da erreichen will, dann ist es wie Fahrrad fahren mit kräftigem Rückenwind. 

  1. Du kennst die Sorgen, Nöte und Probleme deiner Zielgruppe und hast damit freie Bahn im Redaktionsplan
  2. Du weißt wo sich deine Zielgruppe medial aufhält (Social Media, Foren, Veranstaltungen, etc.) und kannst sie so sehr gezielt ansprechen
  3. Du kennst die relevanten Suchbegriffe, um so dein Podcast-SEO zu verbessern. 

Hier ist eine Anleitung dafür, die ich mal im Rahmen eines Podigee-Webinars erstellt habe. Viel Spaß dabei! 


Was brauchst du für Equipment, wenn du deinen erste Podcast erstellen willst??

Es steht und fällt mit dem richtigen Mikrofon. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Ich habe im Laufe der Jahre schon so einige Mikrofon mein eigen genannt und manche waren besser und manche schlechter.

Im Grund empfehle ich daher immer die drei üblichen Verdächtigen, die ich halt immer wieder erwähne. 😉 Das bedeutet natürlich nicht, dass es nicht noch andere geile Mics gibt, aber ich kann auch nur die empfehlen, die ich selber getestet oder bei Klienten erlebt habe. Alles andere wäre aus meiner Sicht nicht in Ordnung.

Hier findest du eine Menge Inspiration und Information dazu:

Hier ist noch eine aktuelle Empfehlung, die ich mal im Rahmen der Podcastrocker aufgenommen habe.


Wie du deine Stimme optimal präsentierst

Eine der größten Hürden, von der mir meine Klienten berichten, ist die eigene Stimme. Nicht, dass die im Alltag nicht zu gebrauchen wäre, aber auf „Kopfhörer“ wirkt die immer sehr befremdlich und unsexy.

Das liegt daran, dass wir unsere eigene Stimme anders hören, als andere. Wir nehmen sie über die Vibration unserer Schädelknochen war (Du hörst dich auch dumpf mit verschlossenen Ohren) und gleichzeitig über unsere Ohren. Unser Gehirn legt diese beiden Informationen übereinander und lässt sie verschmelzen. Andere hören unsere Stimme nur über die Ohren und somit „anders“.

Damit du aber bestens vorbereitet bist, wenn du deinen Podcast erstellst, hast du hier eine Menge Ressourcen.

Was ist die richtige Software für dich und wo lädst du deine Audios hoch?

Eine weitere gern genannte Hürde beim Podcast erstellen, ist die Technik!

Es ist eine Sache, sich mit seiner Stimme anzufreunden und zu wissen, was man sagt. Aber das Ganze dann auch auf MP3 zu bannen und gleichzeitig einen guten Sound zu haben, ist eine andere Sache.

Es gibt zwei Programme, die ich uneingeschränkt empfehlen kann (Natürlich gibt es noch zig weitere, die aber auch gutes Geld kosten).

  1. AUDACITY: Diese kostenlose Software kann alles, was man benötigt und noch mehr. Die Oberfläche ist etwas unsexy und wirkt angestaubt, aber das ist dem Endergebnis vollkommen egal. Es gibt zudem eine Menge an Filtern, Effekten und dergleichen. Vermutlich braucht man als Podcaster nur einen kleinen Bruchteil davon…wenn überhaupt
  2. GARAGEBAND: Diese Software ist ebenfalls kostenlos, von der Oberfläche her deutlich intuitiver und sexier, aber es gibt sie nur für den Mac. PC-User schauen da also in die Röhre.

Ich habe für die Podcast-Helden-Community ein Video-Tutorial zur Verfügung gestellt, in der ich das Aufnehmen mit AUDACITY Schritt für Schritt erkläre. Wenn du dich also dafür interessierst, kannst du am Ende des Artikels der Community mit deiner E-Mail-Adresse eintreten und bekommst alle Infos und Anleitungen, die du brauchst, um deinen eigenen Podcast zu erstellen.

Um deine Audios zu hosten und den Feed für iTunes und Co. zu erstellen empfehle ich immer zwei verschiedene Anbieter.

  1. Libsyn.com: Das ist der amerikanische Platzhirsch und ich glaube, dass jeder englischsprachige Podcast dort gehostet ist. Der größte Anbieter mit einer Menge Funktionen und guten Statistiken. Das lassen die sich aber auch gute bezahlen. Aber mit einem monatlichen Beitrag von 5-7 EUR hat man pro Show schon eine gute Anlaufstelle.
  2. Podigee.com: Meine erste Wahl für das Hosting deines Podcasts. Seit 2018 bin ich dort Kunde und das nicht ohne Grund. Es gab nie einen Ausfall, die Gründer sind aktiv in meiner Facebook-Gruppe (übrigens die größte Podcast-Gruppe im deutschsprachigen Raum. Du bist herzlich willkommen)

Inhalte mit Mehrwert! Klar, oder?

Wenn es an den Inhalt geht, haben die wenigsten arge Probleme. Zumindest die, mit denen ich zusammen gearbeitet habe. Die meisten haben ihre Zielgruppe einigermaßen klar und haben den Ansatz wirklich, wirklich helfen zu wollen!

Im Endeffekt hast du ein paar Möglichkeiten diesen Mehrwert in Audio zu packen

  1. Du schreibst den Inhalt für eine Podcastepisode individuell: Damit machst du dir natürlich eine Menge Arbeit, aber die Inhalte sind auch perfekt auf Audio zugeschnitten. Damit du deinen Lesern auch entgegen kommen kannst, ist ein Transkript nicht verkehrt. Teuer, aber nicht verkehrt. 😉 Pro Audio-Minute zahlst du bei Transkriptionsdiensten ungefähr 1-2 EUR.
  2. Du vertonst deine Blogartikel: Das ist die schnellste Möglichkeit, denn du kannst einen Content direkt in zwei Medien packen. Der Nachteil am Anfang ist der, dass du vielleicht zu abgelesen klingst. Das kannst du verhindern, indem du übst oder einfach so schreibst, wie du sprichst. Das ist eine Sache, die auch im Blog immer gut ankommt. 😉
  3. Du holst dir Gäste oder einen Co-Host an Bord: Sobald du jemanden mit einer Expertise in deine Show holst, kannst du den Gang etwas rausnehmen, weil dein Gast für die Inhalte sorgt. Du musst das Ganze nur mit ein paar Fragen steuern

Ich mache eine Mischung aus allen drei Varianten. Je nachdem, wie es kommt. Ich will mich da nicht festlegen. Diesen Artikel gibt es ja auch auf die Ohren. 😉

Hier noch ein paar Ressourcen für den Inhalt:

So nimmst du Podcast-Interviews auf

Interviews kannst du natürlich auf herkömmliche Art und Weise per Mikrofon aufnehmen, wenn du mit deinem Interviewee an einem Ort bist.

In der Regel sind wir alle knapp mit der Zeit und können nicht für Interviews herumfahren. Deswegen nutzen PodcasterInnen gerne folgende Tools, wenn sie Podcasts derart erstellen wollen. 

Zoom

Kennt jeder, kann jeder und damit ist das dann auch schon eine gute Wahl. Wichtig ist, dass du in den Einstellungen regelst, dass du für jeden Gast eine eigene Spur aufnimmst. 

So geht das!

Aufnehmen mit zwei Spuren


Squadcast

Als Alternative für Zoom kann man Squadcast gut nutzen. Das Tool ist für reines Audio geplant und daher von der Qualität her ein wenig besser als Zoom. Aus meiner Sicht ist es ein Test allemal wert. Und so funktioniert Squadcast.


So findest du Interviewpartner oder Multiplikatoren für deinen Podcast

Die Recherche nach potentiellen Interviewpartnern oder Multiplikatoren gestaltet sich nicht selten etwas schwierig. Zum einen sollte die Leute etwas zu sagen haben und sie sollten auch eine gewisse Reichweite mitbringen. Außerdem sollten sie nicht im Wettbewerb stehen, damit sie auch nach Herzenslust eine Kooperation mit dir eingehen. 

In diesem Video möchte ich dir zeigen, wie du innerhalb der Plattform Apple Podcasts nach spannenden Menschen Ausschau halten kannst. 


Wo sollte dein Podcast zu finden sein?

Wenn man jemanden nach DEM Ort für Podcasts fragt, dann kommt meist diese Antwort: iTunes!

Um den Podcast in Apple Podcast einreichen zu können, brauchst du eine Apple-ID und so kannst du sie dir erstellen, wenn du noch keine hast. 

Das ist auch der absolute Platzhirsch und jeder Podcaster, der etwas von sich hält, sollte dort gelistet sein. Es ist ein riesengroßer Marktplatz mit einer Menge Möglichkeiten. Ich denke, dass das bald auch eine Art von Suchmaschine werden könnte. Warten wir es ab.

Neben Apple Podcast braucht es auf jeden Fall noch Spotify. Das ist mittlerweile für jeden möglich, der einen Podcast erstellen will. So reichst du deinen Podcast bei Spotify ein.

Neben iTunes sollte dein Podcast auch auf anderen Portalen erreichbar sein, die Android-User nutzen können. Stitcher ist ein solches Portal. Die haben eine App sowohl für iOS, als auch für Android.

Auch wenn ich selber niemals ein Android-Handy nutzen würde (Shitstorm auf 3..2.. ;)), so würde ich die Android-User niemals außen vor lassen, wenn es um mobile Nutzung geht. Mit einem Samsung, HTC oder Co. hat man keinen Zugang zu iTunes!

Abseits von iTunes und Stitcher kann es sinnvoll sein, auch in den lokalen Verzeichnissen zu sein. Beispielsweise gibt es noch www.podcast.de, www.podcast.at, www.podcast.ch und noch viele weitere.


Storytelling in deinem Podcast für mehr Emotion und Leidenschaft

Damit die Inhalte gehirngerecht aufbereitet werden, eignen sich Geschichten natürlich hervorragend. Du weißt vermutlich selber, was ich für ein großer Fan von geilen Stories bin. Nicht nur, weil ich ein bekennender Serienjunkie bin, sondern auch im Rahmen von meinen Artikel und Shows.

Storytelling ist neben einem Mü an sprachlichen Talent auch ein Handwerk, das man erlernen kann, wie eine Software. Gute Geschichten sind in der Regel nach festen Reihenfolgen aufgebaut.

Hier habe ich dir ein paar Info zusammengetragen.

ACHTUNG: Wenn du dich mit Storytelling auseinandersetzt, kann es sein, dass du den Plot von Serien und Filmen mehr oder weniger vorhersehen kannst!


Mehr Podcast-Abonnenten mit diesen einfachen Tricks - schon vor dem Start!

Wenn du nun anfängst, deinen Podcast zu planen und zu erstellen, kannst du schon ein paar Dinge tun, damit du zum Start schon einiges an Hörern hast. 

Es geht da im Endeffekt darum, dein bestehendes Netzwerk auf deinen Podcast vorzubereiten und entsprechend anzuwärmen. 

Damit du da nicht im Regen stehst, habe ich dir auch dafür ein kleines Cheat-Sheet erstellt, dass du hier finden kannst


Willst du jetzt deinen eigenen Podcast erstellen und den ersten Schritt dazu gehen?!

Okay, ich freue mich, dass du noch am Start bist. Ich weiß, es gibt einiges, was Einfluss auf deine Podcast-Show hat, aber das Allerwichtigste:

Auch wenn du möglichst gut sein willst! Es ist wichtiger einfach loszulegen. Besser wirst du nur, in dem du dich schon mal auf den Weg machst.

Hier habe ich jetzt ein paar Schritte, mit denen du es dir leicht machen kannst!

  1. Such dir aus deinem bisherigen Content den raus, der die meisten Kommentare und Likes hat. Dadurch kannst du davon ausgehen, dass er einfach gut ist. 😉
  2. Schnapp dir dein Mikro und sprich diesen Artikel einfach ein. Wenn du das Gefühl hast, dass sich manches etwas unrund und künstlich anhört, dann schreib ein paar Passagen so um, dass sie in Alltagssprache geschrieben sind. Das mag sich am Anfang für den eher akademisch-orientierten Schreiber etwas merkwürdig anfühlen, aber das ist eine Gewöhnungssache.
  3. Zeig diese Aufnahme deiner Frau, deiner Mann, der anderen Familie oder deinem Partner. Zeig sie Menschen, die dir wohlgesonnen, aber auch kritikfähig sind. Frag sie, wie diese Aufnahme auf sie wirkt, was ihnen schon gefällt und was nicht.
  4. Wenn du das gemacht hast, dann kannst du den beliebten Artikel „relaunchen“ und mit einem Audioplayer versehen. Weise den Leuten in den Sozialen Medien darauf hin, dass du gerade mit Audio experimentierst und sie dir Feedback geben sollen. Du kannst davon ausgehen, dass du viele positive Rückmeldungen bekommen wirst. Ein paar werden das nicht gut finden, aber das ist egal. Es gibt immer Menschen, die Audio kacke finden! 😉
  5. Wenn du bestärkt aus dieser Aktion heraus gehst, dann nimmst du auch den nächsten Artikel auf, den du schreiben wirst. Wenn du auch da gute Reaktionen bekommst, wirst du genügend Motivation haben, endlich den nächsten Schritt zu gehen und endlich deinen eigenen Podcast erstellen. 😉


Wow, das war eine Menge Stoff! Legst du los?!

Okay, dieser Artikel ist MEGA-EPISCH und MEGA-LANG!

Aber ich denke, damit hast du alle Ressourcen gesammelt auf einer Anlaufstelle und kannst immer wieder danach suchen und vor allem: Schnell finden!

Ich hoffe, ich habe dich nicht erschlagen, sondern konnte dich auch motivieren? Marketing mit Audio ist eine wunderbare Sache und „eigentlich“ hast du jetzt schon fast alle Fähigkeiten, die du brauchst. 😉

Jetzt liegt es an dir!

Bist du dabei und wirst ein Kollege von mir?

Ich freu mich drauf!

In diesem Artikel steckt nicht nur eine große Menge meines Wissens, sondern auch mein gesamtes Herzblut zum Thema „Eigener Podcast starten“. Wenn er dir gefällt, dann schreib mir gerne einen Kommentar. Du darfst nach Herzenslust Fragen stellen, ergänzen oder deine Meinung sagen.

Wie immer freue ich mich auch darüber, wenn du den Artikel teilst und interessierten Menschen in deinem Netzwerk zugänglich machst.

Bis dahin,

Gordon

 

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Gordon Schönwälder

Podcast-Coach, Unternehmer, Gründer von Podcast-Helden und Veranstalter der Podcast-Helden-Konferenzen

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