Warum deine furchtbar klingende Stimme perfekt für einen Podcast ist

Warum deine furchtbar klingende Stimme perfekt für einen Podcast ist

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Furchtbar klingende Stimme

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Vorhin bekam ich eine Mail von einer Abonnentin, die den kostenlosen Podcast-Kurs von mir mitmacht. Nach der Anmeldung zum Kurs frage ich die Teilnehmer nach ihren größten Hürden beim Podcast-Start.

In der Regel liegen die meisten Befürchtungen bei der Technik – ein Thema, mit dem ich mich in den nächsten Wochen genauer hier beschäftige.

Die größte Hürde von der heutigen Teilnehmerin ist aber eine vollkommen andere: Die Stimme.

Sie befürchtet – auch wenn der Smiley die Dramatik entschärft -, dass ihre Stimme furchtbar klingt. Vielleicht ist dir dieser Gedanke gar nicht so fremd? Ich jedenfalls kann das sehr gut nachvollziehen.

Aber gibt es Stimmen, die für einen Podcast ungeeignet sind?!

Nein, natürlich gibt es keine ungeeignete Stimme für einen Podcast. Ich könnte mir sogar einen erfolgreichen Podcast von und für Patienten nach der Kehlkopfkrebs-OP vorstellen und deren Stimmen sind nicht "schön" und "gesund". Aber sie haben eine ganz bestimmten Klang: Sie klingen authentisch!

Bevor ich darauf weiter eingehe, will ich kurz zeigen, warum uns unsere eigene Stimme so "furchtbar" vorkommt.

Du kennst das vermutlich. Du hast daheim aufs Band gesprochen und hörst dich selber auf dem AB, wenn du nach Hause kommst.

Uh, der Klang geht durch Mark und Bein. Zumindest durch dein Mark und dein Bein - dein Partner wird das nicht auffallen.

Wenn wir sprechen, dann hören wir den Klang unserer Stimme über unsere Ohren. Das hört sich dann genau so an, wie andere uns auch hören.

Zeitgleich bringen wir mit unseren Stimmbändern auch die Knochen in unserem Schädel in Schwung und hören uns darüber noch mal. Du kannst das prüfen, indem du deine Ohren fest zudrückst und sprichst. Obwohl deine Ohren zu sind, kannst du dich hören - dumpf und irgendwie "in dir drin". Medizinisch nennt man das die "Knochenleitung".

Unser Gehirn legt diese beiden Wahrnehmungen übereinander - das über die Ohren aufgenommene und das Ergebnis der Knochenleitung. Die Summe dieser beiden Wahrnehmungen hören wir. Das ist unsere Stimme.

Wenn wir uns auf einem AB hören, dann hören wir nur das "aus dem Mund gesprochene" und nicht die Knochenleitung. Und das ist für uns fremd.

So fremd, dass wir uns nicht damit identifizieren können oder wollen.

So fremd, dass wir unsere eigene Stimme "furchtbar" finden.

Was kann man dagegen tun?

Ich mache jetzt seit knapp 12 Jahren Musik mit verschiedenen Bands und war schon ziemlich oft in Studios zum Aufnehmen. Es ist heute noch so, dass ich meine eigene Stimme immer noch befremdlich finde. Und das obwohl ich sie schon so oft hörte. Aber ich gewöhne mich so langsam an sie. 😉

Diesen einen Tipp kann ich dir also mitgeben: Gewöhne dich an deine Stimme.

Leichter gesagt, als getan? Nein, das wird schon klappt.

Deine Stimme wird nur für dich furchtbar sein. Für Außenstehende ist sie einfach "deine Stimme".

  • Nimm dich im stillen Kämmerlein so oft auf, wie es geht und höre dir selber zu.
  • Variiere Sprechtempo und Tonhöhe. Frauen neigen dazu höher zu sprechen und bei Männern ist es oftmals anders herum. Meine Sprechstimme mochte ich anfangs nicht, weil ich ein schneller Sprecher bin. Das habe ich mir über den Laufe der Jahre abtrainieren können.
  • Frage andere, dir wohlgesonnene Menschen, wie sie deine Stimme wahrnehmen. Vermutlich werden sie dich komisch anschauen, weil es eben deine Stimme ist. Was soll an der auszusetzen sein.
  • Fürs Podcasten ist eine Sache wichtig: Authentizität! Wenn du aus tiefsten Seele hinter deinen Themen und Inhalten stehst, dann wirst du auch so wahrgenommen. Der eigentliche Klang deiner Stimme ist dann unwesentlich.
  • Nimm ein vernünftiges Mikro für deine Aufnahmen und höre dich über akzeptable Lautsprecher. Der reine Klang des Anrufbeantworters ist so schlecht, dass deine Stimme auch nicht den Platz bekommt, den sie verdient. Ein gutes Mikrofon nimmt mehr Bereiche deiner Stimme auf und gibt sie "authentisch" wieder.

Wenn du deine Stimme für ein solches Unterfangen vorbereiten willst, dann empfehle ich dir dieses Video hier. Da habe ich mich vor laufender Kamera schön zum Affen gemacht. 😉

Wie ist das denn bei dir? Magst du deine Stimme? Bist du vielleicht sogar stolz auf dein Timbre? Oder ist es eher anders herum und du hörst dich selber äußerst ungerne?

Ich bin gespannt, was du zu sagen hast.

Bis dahin,

Gordon

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KOMMENTARE

13 Kommentare

  • Der Artikel hat meine volle Zustimmung. Es braucht ein wenig, bis man sich an die eigene Stimme beim anhören gewöhnt hat.
    Ich möchte aber aus meiner Sicht als Stimmcoach doch noch etwas ergänzen.
    Für die, die sich einfach mit ihrer Stimme unsicher fühlen, lohnt es sich eine Fachfrau hinzuzuziehen :)
    Ein paar Stunden Stimmcoaching können Sicherheit für die eigene Stimme geben. Und es gibt immer die Möglichkeit den Klang und die Lebendigkeit des Spechens durch die eine oder andere Übung zu 'verbessern'.
    Alles im Sinne der Authentizität. Manchmal braucht die einfach ein wenig Unterstützung und Ermutigung von außen.
  • Hallo Gerlinde,

    da bin ich ganz bei dir. Ich würde meine Sprecherausbildung auf keine Fall missen wollen. :D

    Grüße,
    Gordon
  • Hi Gordon,

    gerne, meine Seite ist schon soweit fertig und ich habe bereits ein paar Ideen umgesetzt aber das erklärte Ziel ist es ja dem Leser zu zeigen, dass ein Noob wie ich ;) das schafft, dann schaffst du lieber Leser das auch.

    Schau doch mal unter www.meinpodcast.com rein.

    Würde mich über dein Feedback freuen.

    Grüße
    Sascha
  • Ich mag deine Schrift - Lobster ist auch in meinem Logo drin.
    Bin gespannt, wie das wird. Wann ist offizieller Launch?

    Grüße,

    Gordon
  • Hallo Gordon,

    ich bin froh, dass ich diese Seite gefunden habe. Danke, dass du das hier machst, denn es bestätigt mich in meiner Überzeugung, dass wir in dieser "lauten" Welt dringend mehr "qualitativ hochwertige" Podcasts brauchen. Außerdem wissen nur 3 von 10 Deutschen was ein Podcast überhaupt ist!!

    Du bist ja auch der Einzige der über Podcasten podcastet, oder?

    Das mit der Stimme kennt glaube ich jeder. Als ich 7 Jahre alt war, haben meine beiden besten Schulfreunde und ich Werbung auf Kassette aufgenommen und dabei regelmäßig die Zeit vergessen. Ich fand meine Stimme zwar immer furchtbar und unattraktiv und lösche regelmäßig alle Anrufbeantwortersprüche, die ich von mir entdecke ;-) aber das Erzählen (weniger Schreiben) hat mich schon sehr früh in den Bann gezogen.

    Seit 2 Jahren arbeite ich nun schon an meinem inneren Schweinehund und habe jetzt endlich beschlossen ein Blogprojekt über meinen eigenen Weg zum ersten Podcast zu erstellen.

    Ich würde mich freuen, wenn ich hier viele nützliche Tipps fände und das Thema Podcasten im deutschsprachigen Raum auch über meinen Blog bekannter zu machen.

    Lass' uns was Bedeutendes erschaffen!

    Beste Grüße
    Sascha

    P.S. Im englischsprachigen Raum gibt es gerade mal 200.000 Podcasts aber 450 Millionen Blogs und 1,2 Millionen Stunden neuen Video Content auf Youtube allein und das jeden Monat. Es ist also noch wahnsinnig viel Luft nach oben :)
  • Hallo Sascha,

    vielen Dank für deine tollen Worte - vielen Dank! ;)
    Ich bin froh, dass ich nicht so ganz alleine bin, was Podcasten und darüber Podcasten angeht. Es gibt zum Beispiel den wunderbaren Podcast von Brigitte Hagedorn - der "Podcast über Podcasting". Diese Show kann ich auch nur weiterempfehlen.
    http://www.audiobeitraege.de/podcasts-als-pr-instrument/

    Das mit dem Blogprojekt über deinen Weg hin zum Podcast klingt ja spannend. Vielleicht unterhalten wir uns da mal Storytelling-technisch mal drüber, da geht bestimmt noch was! ;)

    Grüße,

    Gordon
  • Lieber Gordon,

    ich kann deine Erfahrung bestätigen. Ich fand meine Stimme auf Band früher auch ganz schrecklich und habe deshalb auch auf keinen Anrufbeantworter gesprochen. Dann habe ich es systematisch mit dem AB geübt, immer wieder angehört und heute habe ich kein Problem mehr damit. Ich kann nur jedem empfehlen es einfach immer wieder zu tun. Dann gewöhnt man sich dran und es ist wirklich nicht mehr so schlimm. Die gleiche Erfahrung mache ich gerade mit Videos. Aber da übe ich noch im stillen Kämmerlein, bevor ich mich zeige ;-)
    Herzliche Grüße
    Barbara
  • Hallo Barbara,

    du bist auch eine richtige "Ausprobiererin", die sich nicht aufhalten lässt, oder?
    Klasse und ich bin gespannt auf deine Videos!!!

    Grüße,
    Gordon

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