Transkript oder Zusammenfassung: Was muss bei einer neuen Podcast-Episode wirklich in den Blog?

Transkript oder Zusammenfassung: Was muss bei einer neuen Podcast-Episode wirklich in den Blog?
Will man sich die Frage beantworten, inwieweit man einen Blogartikel zur Episode braucht, dann muss man sich fragen, wer mit Podcasts noch nicht so viel anfangen kann: Ca. 30 Millionen Deutsche und so ziemlich alle Suchmaschinen...

Vor einigen Tagen war es im Hause Podcast-Helden mal wieder soweit: Es stand die Frage im Raum, ob ich mir diese ganze Zusammenfasserei von Episoden nicht einfach schenken soll. 

Sie braucht nach der Produktion einer Podcast-Episode wieder Zeit und ich schaffe es irgendwie nicht, mich kurz zu fassen und lande immer bei ca. 1.000 Wörtern pro "Zusammenfassung". 

(Hier sind es schlussendlich sogar 1524,...1525,...1526...Stopp jetzt!) 

Also fragte ich in der Podcast-Helden-Community auf Facebook nach, ob eine Zusammenfassung oder ein Transkript der ideale Ansatz ist. 

Doch dazu später mehr! 

Shownotes

Hole dir neue Episoden bequem auf dein Smartphone

So brauchst du keinen Bildschirm und kannst ganz relaxt unterwegs oder einfach nur auf der Couch Podcast hören!

Warum braucht man überhaupt einen Blog?

Die Frage nach der Relevanz eines Blogs für Podcaster wird mir von Kunden und Interessenten oft gestellt. Immerhin suchen sich viele der angehenden Showrunner das Audio-Format aus, weil ihnen "Sprache eher liegt" oder "Audio einfacher fällt, als etwas zu schreiben". 

Meine Antwort darauf ist immer die gleiche: Auch ich als Podcast-Fanboy würde niemals auf einen Blog verzichten und das hat zwei Hauptgründe! 

1. Podcasts tauchen in Google nur auf, wenn es Schrift drumherum gibt

Stand heute lassen sich Audio-Dateien nicht wirklich gut durchsuchen und in den Suchergebnissen einschlägiger Suchmaschinen anzeigen. 

Das wird sich in den kommenden Jahren mit Sicherheit verändern. Zum einen klappt es mit der Spracherkennung immer besser und zum anderen ist Google nun auch offiziell in den Podcast-Markt eingestiegen. Das wird mittelfristig auch dafür sorgen,  dass relevante Podcasts in den Suchergebnissen auftauchen werden. 

Aktuell braucht es Schrift in Form eines Blog-Beitrags rund um die Podcast-Veröffentlichung, um sie in den Suchergebnissen anzeigen zu lassen. Die Frage ist: Transkript, Zusammenfassung oder beides? Diese Frage will ich weiter unten beantworten.

In Zukunft kann ich mir auch vorstellen, dass Audio-Ergebnisse relevanter werden, wenn Smart-Speaker wie Alexa weiterhin im Wachstum sind. Und aktuell sieht es verdammt danach aus. 

2. Der Content-Hub fürs Marketing: Hier laufen alle Kanäle zusammen

Podcast-Episoden können deine Vertriebspartner sein, wenn du deinen Job richtig machst. In meinem Fall ist es so, dass die meisten Kunden über den Podcast auf mich zukommen. Sie kennen mich und meine Arbeit und treffen dann irgendwann die Entscheidung, dass ich eine Abkürzung sein kann.  

Aber egal was du anbietest (Kontaktformular, Anmeldung für ein Webinar, ein Freebie oder wie in meinem Fall ein Strategiegespräch), die Hörer müssen sich für irgendetwas eintragen oder irgendwo anmelden und dieser Ort ist immer der Blog / die Website als Content-Hub.

Und somit lässt es sich aus meiner Sicht nicht "vermeiden", auch einen Blog zu haben. 

Vertriebspartner Podcast

(Screenshot aus einer Anmeldung)

Was ist der konkrete Nutzen eines Blog-Beitrags zum Podcast?

Jetzt wo wir klar haben, dass es einen Content-Hub für dein Business und deinen Podcast braucht, lass uns darüber sprechen, warum du bei einer neuen Podcast-Episode auf jeden Fall auch einen dazugehörigen Beitrag veröffentlichen solltest. 

Der Kernpunkt dabei ist, dass es verschiedene Nutzertypen gibt: 

1. Die, die keine Podcasts hören wollen

Ich lese so gut wie keine Blogartikel und ich schaue noch weniger Videos und ich bin dankbar, wenn es Inhalte in Podcast-Form gibt. Denn dann kann ich sie konsumieren, wenn ich nicht auf einen Bildschirm schauen muss und mir die Zeit dafür nehmen will. 

Aber so ticken eben nicht alle Menschen. Es gibt Leute, die dich und deine Dienstleistungen total spannend finden würden, aber nicht in Kontakt kommen weil du für die Leser unter ihnen nichts anzubieten hast. 

Das ist schade, denn so geht dir unter Umständen eine Menge Reichweite, Bekanntheit und somit auch Umsatz flöten. 

2. Leser, die noch nicht wissen, dass Podcasts etwas für sie sind

Dann gibt es noch die, die mit dem Medium Podcast noch nicht in Berührung gekommen sind. Sie landen mit List und Tücke auf deiner Seite, finden neben einem prominent angebrachten Player aber nicht die Infos, die sie brauchen...und sind wieder weg. 

Für sie braucht es als Einstieg Text und die Motivation ein neues Medium auszuprobieren. Beispielsweise einen Player zum sofortigen Reinhören und einen Banner, der sie motiviert die Show zu abonnieren. Bestenfalls noch mit einem Tutorial für die gängigen Podcast-Apps von iOS und Android. 

Warum man die Bedeutung dieser Gruppe nicht unterschätzen sollte? Laut der Spot-on-Podcast-Studie von 2017 haben 88 Prozent von denen die keine Podcasts hören, das Medium noch nie ausprobiert. Der Markt derer, die noch angefixt werden können, ist also entsprechend riesig! 

3. Hörer, die etwas nachschlagen wollen

Stell dir mal folgendes vor: Du hörst regelmäßig einen bestimmten Podcast. Ein halbes Jahr später bist du auf der Suche nach einer Information, die du in diesem Podcast mal mitbekommen hast. Vielleicht weil du etwas verlinken oder noch einmal im Detail auf das Thema drauf schauen willst. 

Dann wäre es doch hilfreicher, wenn du beim Nutzen der Suchfunktion im Blog genau auf die Episode kommst die du gesucht hast, oder? Was wäre, wenn du dann noch Text mit der Information selber findest? Etwas das verlinkt und geteilt werden kann? 

Dann hat der Podcaster oder die Podcasterin so ziemlich alles richtig gemacht! 

Diesem Ansatz entsprechend ist es mehr als sinnvoll, ein paar relevante Worte zu jeder Episode im Blog zu haben. 

Pro-Tipp: Content-Recycling macht es dir sehr einfach, deinen Blog mit hochwertigen Beiträgen zu füllen

Seit über einem Jahr mache ich im Blog nichts anderes mehr, als die Inhalte, die ich für den Podcast aufbereitet habe, direkt nach der Aufnahme in einen Text zu fassen. Das fällt mir (und meinen Klienten) leicht, weil die Inhalte frisch im Kopf sind und man sie einfach nur noch herunterschreiben braucht. Ein paar Zwischenüberschriften rein und fertig ist die Laube. 

Ja, das braucht je nach Routine noch 30-90 Minuten, aber dafür kannst du dir sicher sein, dass du sowohl im Blog als auch im Podcast alles richtig machst. 

Die Frage ist halt: Kann man sich diesen Schritt durch ein Transkript sparen?

Was ist überhaupt ein Transkript und was sind Vor- und Nachteile

Ein Transkript ist die abgeschriebene Version eines gesprochenen Textes. Diese Abschrift kann entweder automatisiert über Programme und Tools (Dragon Dictation, aber auch integriert in Podigee) erstellt werden oder durch Dienstleister, die sich darauf spezialisiert haben. Den Dienstleister, den ich dafür empfehlen kann, ist Helmut Naber mit Audiotyped. Großartiger Service. 

Vorteile eines Transkriptes

  • Wenig Aufwand, weil automatisiert erstellt oder professionell zusammengeschrieben
  • Transkripte enthalten in der Regel Zeitangaben und bieten so eine Orientierung für den Hörer, der etwas nachlesen will
  • Ist in der Regel sehr lang, weil wir in kurzer Zeit eine Menge Wörter sprechen können. Prinzipiell sind längere Texte für Google interessant und "mehrwertig"

Nachteile eines Transkript

  • Muss in der Regel überarbeitet werden, weil es keinen Spaß macht, die 1:1-Version von gesprochener Sprache zu lesen (viele Füllwörter, lange Sätze, Doppelungen etc.)

Was wollte die Podcast-Community?

Ich stand also vor der Frage, ob ich weiterhin Zusammenfassungen nach der Aufnahme von Episoden schreibe oder ob ich lieber Geld für Transkripte ausgebe. 

Und was mache ich, wenn ich mal nicht weiter weiß? Genau, ich frage die Podcast-Helden-Community auf Facebook

Und hier ist das Ergebnis! 

Umfrage Podcast Episode

Das aus für Transkripte? Absolut nicht, nein! 

Das ist ziemlich eindeutig, oder? 

Bedeutet dies, dass Transkripte ausgedient haben? Ich glaube nicht, dass das der Fall ist. Denn die "Kritik an Transkription" und der Wunsch nach einer Zusammenfassung stammt daher, dass reine Transkripte nicht gut genießbar sind. 

Sie brauchen eine Menge Überarbeitung, damit sie auch angenehm zu scannen und zu lesen sind. 

Wenn du sie aber nutzt und auch entsprechend überarbeitest hast du zwei Dinge, die nicht zu unterschätzen sind. Durch die Länge und die Keyword-Dichte hast du gute Chancen bei Google und du lieferst einen astreinen Service für die Leser, bei denen keine Information deiner Episode verloren geht. 

Ich für meinen Teil habe aber aufgrund dieser Umfrage eine Entscheidung getroffen! 

Mein Workflow scheint aktuell für meine Anforderungen und Ansprüche weiterhin der richtige für mich zu sein. Ich bereite mit einer Mindmap meine Episode vor und bastel danach aus den Inhalten der Mindmap eine mehr oder weniger kurze Zusammenfassung. 

That's it! 

Was muss rein in eine gute Zusammenfassung deiner Episode für den Blog?

Hier möchte ich dir kurz und knapp noch die Essenz einer guten Zusammenfassung mitgeben. Sie basiert zu einem Teil aus meinen bisherigen Erfahrungen, aber auch aus den Infos aus der Community

  • Mach direkt zu Beginn einen Teaser, der den Nutzen direkt auf dem Silberteller serviert. So steigerst du das Interesse, auch die Hintergründe erfahren zu wollen und weiter zu lesen.
  • Baue einen Player in den Beitrag ein für diejenigen, die die Episode über den Browser hören wollen und somit nur einen Klick dafür brauchen
  • Baue einen Banner ein, der die interessierten Nicht-Hörer zu den entsprechenden Podcast-Plattformen weiterleitet
  • Gruppiere die relevanten Links in den Shownotes im Beitrag unter dem Player, aber auch entsprechend im Text verteilt
  • Nutze Zwischenüberschriften und entsprechende Keywords, um dich bei Google in die vorderen Plätze zu katapultieren

Wenn du das machst, hast du schon verdammt viel gewonnen. 

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