6 Wege, wie du deinen eigenen, unverwechselbaren Stil findest

6 Wege, wie du deinen eigenen, unverwechselbaren Stil findest

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6 Wege, wie du deinen eigenen,

Hier kannst du diesen Artikel als Episode von PODCAST HELDEN ON AIR hören. Abonniere den Podcast gerne bei iTunes oder Stitcher.

Joe Cocker hatte keine „schöne Stimme“. Er hatte keinen „schönen Tanzstil“ auf der Bühne. Er hatte eine Art in Songs zu schreien, die so gurgelnd heiser klang, als verendete eine französische Blutente.

Aber meine Herren…was war Joe Cocker doch für dein Ausnahmemusiker.

Zahllose Hits, legendäre Auftritte und eine wunderbare und einzigartige Art und Weise Musik zu komponieren und zu präsentieren. Dieser Mann war ein Geschenk für die Musikwelt und ich war geschockt, als ich auf meinem Handydisplay die Neuigkeiten angezeigt bekam:

BREAKING NEWS: Joe Cocker ist tot.

Aber warum wird ein Mann zu einem Weltstar, der keine schöne Stimme hat, sich merkwürdig auf der Bühne bewegt und nicht gut aussieht?!

Joe Cocker war ein Unikat mit einem ganz eigenen (Gesangs-)Stil. Mit diesem Stil kreierte er Musik, die unverwechselbar war – selbst wenn er sie coverte. Sein größter Hit, WITH A LITTLE HELP FROM FRIENDS, stammt eigentlich von den Beatles. Doch er ist mit seiner Interpretation davon berühmt geworden.

Es ist dieser eigene Stil, der einen Menschen von der Masse abhebt und ihn zu einem Unikat werden lässt. Diese Regel gilt nicht nur in der Musikbranche, sondern auch für dich als Podcaster und Blogger. Aber keine Sorge, du musst dich jetzt nicht wie Conchita Wurst anziehen, damit du ein Unikat wirst.

Zu einem Unikat, also zu einem Podcaster und Blogger mit eigenem Stil, wirst du von ganz allein. Du brauchst nur etwas Mut und ein paar „Gedankenverschiebungen“ und ein paar davon will ich dir heute mitgeben.

Eine Warnung!

Wie du dir denken kannst, gibt es keine Blaupause für individuellen Stil und sofortigen Erfolg. Wenn du das von diesem Artikel erwartest, dann brauchst du nicht weiter zu lesen. Auch ein Joe Cocker brauchte Zeit, um der zu werden, der er war.

Wenn du jetzt dennoch bereit bist, deinen Content-Charakter zu finden, dann gehörst du zu den erfolgreichen Menschen und ich lade dich herzlich ein, weiterzulesen, 😉

1. Schreibe und spreche über das, was du liebst

Wenn du dich jetzt fragst, ob ich noch alle „Latten am Zaun habe“, weil ich dir dermaßen ausgelutschte Tipps an die Hand geben will, gehörst du zu einem elitären Kreis der deutschen Blogger und Podcaster.

Ich habe mittlerweile schon einige Strategiegespräche mit Klienten in meinen Coachings hinter mir:

Die Strategie ist auch ein wichtiger Ansatz, wenn es um Positionierung und Zielgruppen für den Podcast geht. Und ob du dir es vorstellen kannst oder nicht: Es gibt immer noch Blogger und Podcaster, die sich auf ein Thema einschießen, weil sie denken, es ist modern.

Sie denken es sei einfach en vogue und damit kommt die dicke Kohle ganz bestimmt. Doch das ist ein Trugschluss.

Ich könnte mit einem Business über Strategie und Markteinstieg auch mehr Geld verdienen. Aber dieser Bereich interessiert mich einfach nicht.

Er interessiert mich nicht und ich kenne mich darin auch nicht gut aus. Das was ich liebe…ist Audio. Ich liebe Podcasting und ich liebe es, wenn ich Geburtshilfe bei einer neuen Show geben kann. Und deswegen bin ich erfolgreich in dem, was ich tue. Ich liebe das, was ich mache.

Und es war nicht immer so. Oh, nein.

Ich hatte vor einem Jahr noch einen Blog und einen Podcast zum Thema „Praxismanagement und Mitarbeiterführung im Gesundheitswesen“. Ich dachte mir: „Damit kenne ich mich aus und da gibt es Bedarf.“

Und weißt du was!?

Das ganze Projekt war dermaßen unerfolgreich, dass ich es innerhalb weniger Monate einstampfen musste. Ich kann mittlerweile zugeben, dass ich keine rechte Lust auf das Thema hatte. Es lag einfach nur nahe. Aber das reicht eben nicht.

Warum ist das für deinen eigenen Stil wichtig: Erst wenn du ein Thema für deinen Blog, deinen Podcast und dein Business gefunden hast, das gefragt ist UND dir Spaß macht, dann wirst du dein Ding machen können. Und sobald dir das bewusst ist, bist du ganz im Flow und ganz in deinem Element. Von dort aus ist dein eigener Stil nur noch ein paar Schritte weit entfernt.

2. Habe Mut dazu, du selbst zu sein

Diese Headline klingt nach Allerweltsblog, das gebe ich zu. 😉

Auch wenn ich in Beratungen den Tipp gebe, authentisch zu bleiben, dann ernte ich oft Achselzucken und Fragezeichen.

„Ja, klar. Authentizität ist wichtig, aber das braucht Selbstvertrauen!“, antworten die meisten. Insofern ist dieser Tipp auch nichts neues. Die Frage ist also, WIE schaffst du es, authentisch mit deinen Inhalten zu sein.

Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten wie die Umkehrung dieser Frage:

„Was HINDERT dich daran, so zu schreiben und zu reden, wie dir der Schnabel gewachsen ist?“

Meist kommen da einige Aussagen zu Tage, die vorher verborgen waren – zumindest teilweise. Oft ist es einfach die Angst vor Ablehnung und Zurückweisung.

Ich will und werde dich nicht in Watte packen!

Sobald du einen Blog startest oder du dich mit einem Podcast hörbar machst, betrittst du eine Bühne. Genau wie ein Schauspieler oder ein Sänger hast du einfach Lampenfieber. Künstler sind uns Marketern aber einen Schritt voraus, denn sie sehen die Reaktionen der Zuschauer. Ein häufig genannter Tipp gegen Lampenfieber ist der, sich auf die freundlichen Gesichter zu konzentrieren und die anderen zu ignorieren. Dieses unmittelbare Feedback haben wir natürlich nicht. Wenn der Podcast einmal draußen ist, dann ist er draußen.

Es kann aber helfen, sich im Vorfeld mit dir wohlwollenden Menschen zu treffen und deine Ideen und Inhalte zu besprechen. Das hilft dir, eine Reaktion im geschützten Rahmen zu bekommen. Aber davon im nächsten Punkt gleich mehr

Warum ist das für deinen eigenen Stil wichtig: Wenn du einen eigenen, unverkennbaren Stil finden willst, dann brauchst du irgendwann auch mal Mut. Den Mut eine kontroverse Meinung zu haben und mal nicht mit dem Strom zu schwimmen. Und eines ist klar: Es wird immer Menschen geben, die nicht mögen, was du tust. Egal, was du tust. Also mach es wie die Schauspieler und konzentrier dich auf die, die dich feiern und nicht auf die, die dich blöd finden.

3. Erschaffe dir ein sicheres Umfeld mit ehrlichem Feedback

Im vorherigen Punkt ging es um deine Echtheit.

Wenn du mit deiner eigenen Stimme, Meinung oder Auftreten in einem geschützten Rahmen experimentieren willst, bevor du die große Bühne betrittst, empfehle ich dir eine Mastermindgruppe.

Eine Mastermindgruppe ist wie ein Schauspiel-Ensemble, um mal beim Künstlerbild zu bleiben. Die einzelnen Schauspieler experimentieren mit ihren Rollen und ihrem Auftreten und bekommen Tipps, Feedback und wertschätzende Kritik. Ganz genau so sollte es bei Mastermindgruppen oder Erfolgsteams auch sein.

Nicht nur, dass man dort seine strategischen Ideen präsentiert und dafür Rückmeldung bekommt, man kann sich dort auch als Mensch zeigen. Entweder direkt bei einem Treffen oder eben auch durch das Vorstellen von eigenen, innovativen oder kontroversen Artikeln. Ähnlich wie die Zuschauer mit freundlichem Gesicht, kannst du dir hier sicher sein, dass du ein ehrliches Feedback bekommst. In einem Erfolgsteam mit passenden Menschen, ist dir niemand böse, wenn du experimentierst. Im Gegenteil, dafür sind sie da.

Damit das funktioniert, sollten die Mitglieder dieses Teams zumindest in einer ähnlichen „Branche“ und trotzdem vom Charakter etwas unterschiedlich sein. Unterschiedlichkeit bereichert ein System.

Wenn du dir keine Mastermindgruppe suchen willst, dann nutze die Kontakte, die du in den sozialen Medien hast. Frag dir wohlgesonnene Menschen, wie sie den Entwurf deines Skripts finden. Wie sich dich wahrnehmen und wie sie deine Inhalte wahrnehmen. Familienmitglieder und Freunde funktionieren auch, aber denen fehlt meist der Blick für die Welt der Marketer.

Warum ist das für deinen eigenen Stil wichtig: In einem Erfolgsteam hast du einen geschützten Rahmen, in dem du deine Ideen und „Auftritte“ präsentieren und verfeinern darfst. Du bekommst direktes und wohlwollendes Feedback und kannst daran wachsen. Ich selber veröffentlichte mal einen Artikel, der von der Wortwahl ziemlich derbe war. Ich veröffentlichte ihn und bekam von meinem Team sofort die Rückmeldung, dass ich hier zu weit gegangen sei. Ich nahm dann den Artikel aus dem Netz und weiß jetzt, dass ich mit einer Wortwahl derart eher Zweifel hervorrufe.

4. Frag andere, wie sie dich wahrnehmen und bau darauf auf

Gerade erwähnte ich, dass deine Mastermindgruppe dir sagen kann, wie sie dich wahrnehmen. Ich erwähnte das im dritten Punkt nur beiläufig, weil es hier einen eigenen Punkt hat. 😉

Wenn du mit einem Blog, Video oder Podcast die sprichwörtliche Bühne betrittst, dann erreichst du eine Wirkung. Diese Wirkung muss nicht zwangsläufig mit deiner Eigenwahrnehmung übereinstimmen.

„Was?!“, fragst du dich jetzt, „Wie kann das denn sein?!“

Ja, deine Außenwahrnehmung kann sich sogar grundlegend davon unterscheiden, wie du dich selber siehst. Und deswegen ist es extrem wichtig herauszufinden, WIE du nach außen hin wirkst. Ich bekomme manchmal die Rückmeldung, dass sich manche Menschen meine Selbstsicherheit wünschten. Aber mal ganz ehrlich: Abseits meiner Dinge, die im Netz sind, bin ich eher ein introvertierter Mensch. Ich bin kein Partygänger und erstaunlich wenig souverän im Smalltalk.

Aber ich weiß (kognitiv), dass ich vor dem Mikro und der Kamera irgendwie souverän wirke und darauf baue ich. Und deswegen mache ich mehr davon.

Deine Aufgabe soll es also sein, andere zu fragen, welche Wirkung du hast. Wie kommst du rüber? Was sind deine Stärken?

Und wenn du das weißt, dann mach mehr davon.

Warum ist das für deinen eigenen Stil wichtig: Wenn du deinen Stil auf das aufbaust, was du gut kannst, dann wird sich deine Aufmerksamkeit auch auf deine Stärken richten. Und je intensiver du dich damit beschäftigst und zeigst, desto eher wird dich die Welt mit deinen Stärken identifizieren und – SCHWUPPS – bist du schon fast ein Unikat! Aber das geht natürlich nicht von heute auf morgen und es braucht Zeit zum Experimentieren – gönn sie dir!

5. Auf dem Weg zu deinem Stil darfst du kopieren, was das Zeug hält

Viele angehende Blogger und Podcaster denken, dass sie sich ihres eigenen Stils schon zu Anfang sicher sein müssen. Das ist totaler Unsinn und das funktioniert auch nicht. Punkt!

Es gibt auch immer noch die Annahme, dass man erfolgreiche Menschen am Anfang nicht kopieren sollte, weil man sonst wie ein Nachmacher wirkt.

Aber mal ehrlich! Wie sollen wir denn lernen, wie man geile Inhalte schafft, wenn man sich bei erfolgreichen Menschen nicht inspirieren lassen darf? Ich startete meine Unternehmung PODCAST-HELDEN als einer Kopie von Cliff Ravenscraft, dem PODCASTANSWERMAN. Natürlich nicht 1:1, aber vom Aufbau her. Auch meine geschätzte Kollegin Brigitte Hagedorn ist immer noch ein Vorbild von mir. Und für meiner Liste für coole Interviewpartner ließ ich mich von den Jungs von Social-Genius inspirieren.

Du siehst, es ist vollkommen normal, dass man sich gegenseitig inspiriert. Und davor solltest du auch am Anfang keine Scheu haben. Du solltest bloß nicht den kompletten Auftritt, die Texte und andere Inhalte kopieren. Bring immer etwas von dir mit hinein. Dann fällt es auch niemandem auf, dass du abkupferst. 😉

Im Zweifel frag dein Erfolgsteam oder Kollegen aus dem Netz.

Warum ist das für deinen eigenen Stil wichtig: Viele große Städte dieser Welt sind auf den Fundamenten anderer großer Städte aufgebaut. Du darfst am Anfang nicht den Anspruch haben, das Rad neu zu erfinden. Das wird nicht funktionieren. Erstens stresst dich das massiv und zum anderen wirst du deinen Stil ja eh erst über die darauf folgenden Monate finden. Das passiert ganz automatisch.

6. Mach Fehler…mach eine Menge Fehler

„Aus Fehlern wird man klug!„, sagte mein Opa immer und was habe ich diesen blöden Spruch gehasst.

Aber erst ist sowas von wahr. Letztens hörte ich Thomas Mangold in einem Podcast-Interview und der sagte etwas verdammt schlaues auf die Frage, was denn seine größten Missgeschicke waren.

Er antwortete sinngemäß: „Es gibt Tage, da bin ich erfolgreich und es gibt Tage, da lerne ich!“

Gute Einstellung, oder?! 😉

Kinder machen es auch so. Kinder lernen durch Versuch und Irrtum. Davon wirst du gehört haben.

Als Erwachsene und als „funktionierende Einheiten“ in unserer Gesellschaft sind Fehler verpönt. Fehler kosten Zeit und Geld. Dabei sind es die Fehler aus denen wir am meisten lernen. Auch über uns selbst und über unsere Außenwirkung.

Warum ist das für deinen eigenen Stil wichtig: Durch Fehler findest du deinen Stil eher, denn du weißt, was NICHT funktioniert. Variiere mit deinem Schreib- und Sprechstil, verändere die Struktur deiner Inhalte, füge Dinge hinzu und lasse andere dafür weg und schau dir an, was funktioniert. Schau dir an, was dein Tribe liebt und was du auch liebst. Diese Schnittmenge ist deine Stärke und die solltest du ausbauen.

Mein persönliches Fazit

Für einen eigenen, unverkennbaren Stil brauchst du aus meiner Sicht drei Dinge:

  1. Zeit
  2. Austausch mit anderen Menschen
  3. Mut zu neuen Wegen

Du kannst nicht erwarten, dass du mit deinem Markteintritt direkt neue Wege gehst. Diese Wege wirst du dir über die Zeit und durch Ausprobieren selber erarbeiten müssen.

Abgesehen davon ist Stil eine dynamische Sache und nix in Stein gemeißeltes. Du wirst immer wieder etwas neues ausprobieren und lernen müssen. Vermutlich bekommst du auch das ein oder andere Mal Gegenwind, aber den musst du aushalten. Natürlich solltest du ihn auch hinterfragen, denn mitunter versteckt sich auch in harter Kritik etwas wahres. Das kannst du mit dir wohlwollenden Menschen herausfinden – beispielsweise mit einem Erfolgsteam.

Und wie immer: Fang einfach an, auch wenn du noch keinen eigenen Stil dein eigen nennen kannst. Je eher du losgehst, desto eher bist du auch am Ziel. Zumindest am ersten Ziel, denn danach ist noch lange nicht Schluss! 😉

Viel Spaß dabei!

Gordon

KOMMENTARE

20 Kommentare

  • Hallo Gordon,

    seit einiger Zeit übe ich mit Hangonair, dort wollte ich eine Powerpoint zeigen. Bisjetzt bin ich noch sehr unzufrieden, weil ich mich zu steif finde. Gern möchte ich so im Plauderton reden, da finde ich die Übungen zum Warmwerden lustig.
    Mein Thema ist sich wohl fühlen mit Aromatherapie und lecker Essen.
    Also weiter üben.
  • Hallo Gordon,
    ich habe selten so einen guten Text gelesen! Vielen Dank dafür, denn du hast mir damit viele Fragen beantwortet.
    Grüße
    Eva
  • Hallo Eva,

    was für ein tolles Feedback! ;)
    Ich hatte den Artikel so gar nicht mehr auf dem Schirm und habe ihn von der Formatierung direkt etwas angepasst und mal in Buffer gesetzt. Danke dir für die Erinnerung daran.

    Grüße,
    Gordon
  • Servus Gordon,

    wunderbarer Artikel.
    Aus meiner Sicht ist Selbstvertrauen die Basis, um seinen Stil zu finden UND zu leben. Ohne Selbstvertrauen kein oder weniger Mut für neue Wege. Viele scheuen auch den Austausch mit anderen, weil sie sich selbst zu klein machen.

    Liebe Grüße

    Nicole
  • Hey Nicole,

    das hast du aber wunderbar gesagt.
    Dem kann und soll man nichts hinzufügen. ;)

    Beste Grüße,

    Gordon
  • Lieber Gordon, eine mal wieder ein toller Podcast! Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten! Doch nun etwas Inhaltliches:

    Ein Reh würde nie ein Wolf sein wollen.

    Uns Menschen fällt es oft viel schwieriger, wir selbst zu sein. Zum einen gibt es viele Eindrücke aus unserem Umfeld, die uns sagen wie wir eigentlich sein sollten. Die Werbung will Verkaufen und Filme wollen ihre Helden präsentieren. Gerade Filme und Serien produzieren Ein Bild wie „Mann“ und „Frau“ nun mal so sein sollte. Und Freunde und Familie meinen es nur gut mit dir. Du selbst zu sein ist da nicht so einfach.
    Zwischendurch ist es wichtig, dir klar zu machen: „Du bist einzigartig!“ Und dadurch hast du einen unverwechselbaren Stiel.
    Wenn du über das Schreibst und spricht, was dir am Herzen liegt, kann sich dein Stiel, im wörtlichen Sinne, wieder entwickeln. Alles was an „so sollte man sein“ sich um dich herumgewickelt hat, kann sich langsam wieder lösen.
    Beim Feedback ist aus meiner Sicht etwas Vorsicht geboten. Wie schon gesagt, Familie und Freunde meinen es gut mit dir. (Auch mit sich, aber das ist ein anderes Thema) Sie werden dich zum Teil beschützen wollen. Mit einem Blog oder Podcast machst du dich sichtbar und damit leider auch angreifbar. Such dir Menschen, die neuraler sind. Wenn du eine Weiterbildung besucht hast kannst du vielleicht auf die Teilnehmer zurückgreifen.
    Wenn du immer mehr du selbst sein möchtest, solltest du dich an neue Sachen herantrauen. Hier kannst du dich selbst anders erleben, als bisher. Egal, ob du mit einem Blog oder Podcast anfängst. Du wirst Rückmeldungen bekommen. Beziehe die Rückmeldungen so gut als möglich auf dein Projekt und so wenig wie möglich auf deine Person. Du bis soviel mehr als dein Blog oder Podcast.
    Wenn Kritik kommt, hier noch mein Lieblingszitat von Bruce Lee:
    „Wer kritisiert wird muss irgendetwas verdammt richtiggemacht haben, denn nur wird den Ball hat wird angegriffen.“

    Fang an, halte durch, aber vor allem: Hab viel Spaß dabei, dann klappt es auch mit dem „Eigenen und unverwechselbaren Stil“!

    Peter
  • Hallo Peter,

    DAS ist eine wunderbare Ergänzung zur Episode!
    Vielen Dank dafür - sehr schön geschrieben. ;)

    Sonnige Grüße,

    Gordon
  • Hi Gordon :)

    Ich mag den Artikel ziemlich, muss ich sagen. Ich glaube das ist bei mir noch eines der Probleme. Ich versuche in meinen Artikel immer ein möglichst echtes Bild der Wahrheit zu zeichnen. Natürlich ist es die Wahrheit, wie ich sie sehe, aber es mangelt mir noch am Mut zur Kontroverse.

    Und das, obwohl mir sehr klar ist, dass ich so echt wie möglich sein sollte. Schließlich ist das etwas, was niemand kopieren kann. Sogar das Einzige, was mir so einfällt. Design, Quali der Inhalte und so... da kann es nah beieinander sein zwischen Mitstreitern. Aber es gibt halt nur einen Gordon und einen Dennis.

    Ich bin ganz froh, dass wir inzwischen auch ein kleines Videoformat haben, worin man sich ein wenig "klimatisieren" kann mit recordeter Stimme.

    Wirklich schöner Artikel. Es ist fast ein wenig Schade, dass die Unter-Headlines so nach "Allerwelts-Headlines". Das nimmt ihnen nämlich kein bisschen an Wahrheit.

    Liebe Grüße aus Hamburg
    Dennis
  • Hallo Dennis,

    hast du denn manchmal das Gefühl, du wärest lieber etwas kontroverser unterwegs?
    Im Endeffekt musst du einfach dranbleiben und der Mut kommt von ganz allein. Da bin ich mir sicher.
    Ich mag übrigens dein Blogdesign sehr gern. Die Infografik der ÜBER UNS-Seite auch - das ist doch schon außergewöhnlich.

    Grüße,

    Gordon
  • Hey Gordon,
    ich habe dich über deinen Podcast gefunden, weil ich darüber nachdenke, auch einen Podcast zu meinem Blog zu machen. Allerdings habe ich immer das Gefühl, dass ich überhaupt nicht 'frei' klinge, wenn ich etwas vorlese... oder auch nur wenn ich mir Stichpunkte machen. Ich kann überhaupt nicht frei sprechen, wenn ich mir vornehme, das auch noch aufzunehmen. Ich komme nicht ins 'Plaudern', wenn ich nicht wirklich gerade ein unverfängliches Schwätzchen halte.

    Vorlesen im Podcast klingt ja auch irgendwie langweilig und ich will so eigentlich auch gar nichts veröffentlichen, wenn ich ehrlich bin... wie machst du das?

    LG
    Julia
  • Hallo Julia,

    damit bist du nicht alleine - bei weitem nicht! Neben der Technik- und Ideenhürde, ist das Reden am Mikro das größte Problem.
    Du hast mehrere Möglichkeiten:

    1. Du kannst es einfach üben, dass du beim Ablesen nicht so klingst, wie abgelesen. Dafür brauchst du einen Text, der NICHT in deiner Schriftsprache, sondern in deiner Alltagssprache geschrieben ist. Dann musst du üben! Das habe ich auch so gemacht. Besonderer Stress kommt auf, wenn man den Aufnahmebutton gedrückt hat. Deswegen übe das Sprechen immer, indem du etwas aufnimmst.

    2. Du suchst dir jemanden, mit dem du zusammen einen Podcast machst und ihr euch unterhaltet und die Bälle zuwerft. Das kann jemand aus deiner beruflichen Nische sein oder ein Host, der dich begleitet.

    Aber versuche dich erst mal an einem Skript in Alltagssprache. Es gibt noch ein paar andere Tricks, falls das nicht klappt.

    Meldeste dich, wenn du es ausprobiert hast?!
  • Lieber Gordon,
    absolut richtig!
    Und zu Punkt 6 - ich nenne es Lernerfahrung. Ich schaue mir ganz viel zur inneren Haltung bei meiner "kleinen" Tochter ab :-)
    Liebe Grüße, Andrea
  • Hallo Andrea,

    jetzt bin ich ja neugierig. Was hast du denn zuletzt gelernt?

    Grüße,

    Gordon
  • Nimm Dir kein Unikat zum Vorbild, sei Du selbst das Unikat.
    Super Artikel, Gordon!
    Mit Freude zur Leichtigkeit
    Sandra
  • Hallo Sandra,

    ganz recht. Aber d muss man erstmal hinkommen. ;)
    Vielen Dank für das Lob!

    Bis dahin,

    Gordon

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