Wie du innerhalb weniger Minuten das Leben deines Hörers oder Lesers veränderst

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Verändere das LEben deiner Zielgruppe2„Hach, wäre das schön, aber es ist leider absolut unrealistisch“, ist die häufigste Antwort auf folgende Frage.

„Wie wäre es, wenn dein Podcast (oder Blog) so gut geschrieben wäre, dass das Leben des Hörers sich danach sofort zum besseren wendet?“

Es ist der Wunsch vieler Coaches, Trainer und Berater, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und der Zielgruppe etwas mitzugeben, dass sie wirklich begeistert – langfristig begeistert. Viele nutzen dann eine ganz bestimmte Technik und sind damit nur mäßig erfolgreich.

Sie bringen ZU VIELE Tipps und Tricks.

„Wie bitte?! Zu viel?! Das ist doch gar nicht möglich!“

Doch!

Und in diesem Artikel zeige ich dir, wie du mit weniger, aber dafür hochwertigem, Content maximal begeisterst. (Oh, das klingt jetzt natürlich schrecklich betriebswirtschaftlich, aber das musst du mit jetzt einfach mal durchgehen lassen!)

Zu viel geht nach hinten los

Oh, da muss ich mir auch mal ganz kräftig an die eigene Nase packen, denn auch ich war bis vor kurzem noch so drauf. Ich dachte mir: „Wenn du viele Tipps gibst, dann ist auch für jeden was dabei und es ist leichter, etwas umzusetzen. Viele Tipps bedeuten, viel Feedback und viele geteilte Inhalte“

Leider lag ich da nicht so ganz richtig.

Was ich jetzt aber eben noch vorweg nehmen will und ich nutze dazu die Worte von dem immer wieder gerne von mir zitierten Vladislav Melnik: „Jeder Artikel von dir muss ein konkretes Problem deiner Zielgruppe lösen!“

Aus diesem Grund kommst du an guten Tipps und Tricks auch nicht vorbei. Es ist aber relevant, WIE du WELCHE Tipps gibst.

Machen wir uns nichts vor. Es gibt eine wirklich große Anzahl von Blogs und eine immer größer werdende Zahl von Podcasts da draußen. Viele davon wollen Probleme lösen und erschlagen den Hörer (oder Leser) mit gut gemeinten Ratschlägen.

Was ist das Problem dabei?! Von den „10 besten Tipps, um deine Seite SEO-mäßig nach oben zu bekommen“, sind dann vielleicht drei oder vier schnell und leicht umsetzbar. Der Rest ist entweder Füllstoff, oder nur schwer umsetzbar.

Zum anderen sind es oft soviel mögliche Tipps, dass man als Leser davon einfach nur erschlagen ist, weil man nicht weiß, wo man anfangen soll. Schlussendlich werden dann ein paar Versuche unternommen. Manchmal erfolgreich, meistens eher nicht.

Wie wäre es also, die RICHTIGEN Tipps in der RICHTIGEN Verpackung zu geben?!

Nicht WIR konsumieren Inhalte, sondern unser Gehirn

Unser Gehirn ist eine verdammt komplexe Angelegenheit.

Schätzungsweise 100 Milliarden Nervenzellen tümmeln sich da zwischen unseren Ohren und vermutlich genau so viele Zwischenverbindungen untereinander…wenn man damit hinkommt.

Die Neurowissenschaft liefert uns wöchentlich neue Erkenntnisse und Ergebnisse und weiß immer noch nicht ganz genau, wie das Gehirn funktioniert. Eine Sache ist aber bereits seit Jahren bekannt und liefert uns als Blogger und Podcaster eine wirkungsvolle „Geheimwaffe“ auf dem Weg zur Begeisterung.

Was passiert, wenn uns jemand eine Geschichte erzählt, oder wir eine Reportage schauen?

Man sollte annehmen, dass die Bereiche aktiv sind, die fürs Hören und zur Informationsverarbeitung zuständig sind. Das stimmt auch, aber es sind nicht die einzigen Areale im Gehirn, deren Neuronen feuern…

Vielleicht kannst du dich noch an das WM-Finale in diesem Jahr erinnern?

Es ist die 112. Minute des Spiels – nicht mehr lange und es gibt Elfmeterschießen. Bisher ist kein Tor gefallen und die deutsche Mannschaft kommt gegen das Abwehrbollwerk der Argentinier nur sehr schleppend an.

Dann läuft Andre Schürrle die linke Außenbahn entlang. Mario Götze orientiert sich in Richtung Strafraum. Schürrle liefert einen Zuckerpass auf Götze, der den Ball mit dem linken Fuß – aus nahezu unmöglichem Winkel – ins Tor schießt. 1:0 für Deutschland – so wird es ausgehen. Deutschland wird Weltmeister.

In diesem Spiel war einiges los und unser Gehirn war stresstechnisch in Höchstform. Götzes motorisches Zentrum war es auch…und was ist mit deinem?

Der Bereich für dein linkes Bein war ebenfalls aktiv. Auch wenn du keinen Ball geschossen hast. Dein Gehirn ist angeregt durch das, was es gesehen hat.

Die Wahrscheinlichkeit, dass du in diesem Moment mit dem linken Fuß selber einen Ball in die gewünschte Richtung geschossen hättest, ist statistisch betrachtet größer. Auch wenn du keinerlei Ballgefühl hast.

So konsumiert das Gehirn. So lernt das Gehirn. Durch Ausprobieren in der Realität oder durch Imagination.

Bei Bobfahrern kann man das bei Winterspielen beispielsweise sehr eindrucksvoll erkennen. Drei oder mehr Mann sitzen hintereinander im Bob, der sich nicht bewegt. Ihre Köpfe zucken gleichzeitig mal auf die linke und mal auf die rechte Seite. Sie gehen im Kopf die Strecke mit ihren Kurven durch und bereiten das Gehirn auf die reale Fahrt vor.

Das klappt übrigens nicht nur bei Bewegungen, sondern auch bei allen anderen Tätigkeiten unseres Lebens.

Dem Gehirn ist es also vollkommen egal, ob es etwas „in echt“ macht oder sich nur vorstellt. Falls du NLPler bist, wirst du das Konzept sehr gut kennen. Coaches nutzen die Fähigkeit zur Imagination schon lange sehr erfolgreich, wenn es um Persönlichkeitsentwicklung und -veränderung geht. Je öfter wir uns etwas ansehen/lesen/anhören/vorstellen, desto besser werden wir darin. Noch schneller klappt das mit der richtigen Verpackung.

Was mit dem Gehirn los ist, wenn es eine Story bekommt, kann man hier sehr eindrucksvoll sehen.

Das WIE bestimmt das WAS

Wie kannst du diese Erkenntnis jetzt nutzen, um deine Zielgruppe zu begeistern oder deren Leben positiv zu verändern?!

  1. Streiche die „Fülltips“ und schwer umzusetzenden Ratschläge aus deiner Planung einfach raus. Dann sind es halt nur deine „drei besten Tipps“ und keine 10
  2. Verpacke die übrig gebliebenen Tricks in eine Story, in der du aus deiner Sicht oder aus der einer anderen Person, diese Tricks konkret umsetzt. Beschreibe das Vorgehen möglichst in kleinen Schritten. So, dass die Umsetzung nicht schwierig ist.

Ein paar Beispiele?!

Gerne!

  • Du möchtest in einem Podcast deine Zuhörer ermutigen, mehr auf ihre Gesundheit zu achten, weil du Gesundheitscoach bist. Natürlich könntest du alle möglichen Vorteile aufzählen, warum das Weglassen von Kohlenhydraten sinnvoll ist und noch andere Tipps geben. Stattdessen könntest du eine Erfolgsgeschichte einer deiner Klientinnen erzählen, die am Anfang echte Schwierigkeiten hatte, ihre Ernährung von jetzt auf gleich umzustellen. Sie scheiterte oftmals und kam dann in ein Coaching zu dir. Da es ihr sehr schwer fiel, abends die Nudeln wegzulassen, habt ihr einfach etwas ausprobiert. Ihr habt „den perfekten Abend“ eingeführt. An 6 Abenden in der Woche durfte deine Klientin alles essen, was sie wollte. Aber an diesem einen Abend sollte sie die Pasta oder die Kartoffeln weglassen und stattdessen etwas anderes, leckeres kochen. Du berichtest, wie die innere Welt der Klientin aussah und wie zufrieden sie am Ende war in epischer Breite. Der Zuhörer macht die gleichen Erfahrungen, wie deine Klientin, weil das Gehirn unbewusst im Lernmodus ist.

 

  • Du möchtest als Beraterin für Coachingprogramme deine Teilnehmer dazu bringen, sich von bestimmten Glaubenssätzen zu verabschieden. Vielleicht von dem Glaubenssatz, immer alles perfekt machen zu müssen. Du erzählst die Geschichte, wie du selber immer unproduktiver und frustiger wurdest, weil du immer alles perfekt machen wolltest. Erzähl dann von dem Tag, der dein Leben veränderte oder von der Situation, als du erkanntest, als es so nicht mehr weiterging und du anfingst, dass „Unperfekt“ das neue „Perfekt“ wurde.

Klingt banal, oder?! 😉

Aber leider machen es die wenigsten. Sie denken, dass es nicht reichen kann, EINEN wirklich, wirklich guten Tipp zu bringen und den inhaltlich gehirngerecht aufzubauen. Sie denken, dass es immer „mehr“ sein sollte.

Und dabei verändert eine gute Story innerhalb von Minuten das Leben und Erleben des Zuhörers oder Lesers.

Was sagte schon mein Vater immer: „Viel hilft nicht immer viel!“

Recht hat er!

Stell dir jetzt mal vor, wie du einen Kommentar mit deiner Meinung in das Kommentarfeld schreibst und deine Meinung kund tust. Egal, wie auch immer sie ist. Stell dir weiterhin vor, dass ich mich total darüber freue und wir uns ein wenig darüber unterhalten!

Das wär doch was, oder?! 😉 (*manipulationsmodusaus*)

Bis dahin,

Gordon

 

KOMMENTARE

20 Kommentare

  • Hey Gordon,

    Bin hin und hergerissen zwischen "klar, keine Frage" und "hm... Wenn ich mir die Statistiken so anschaue, dann wird "viel (Inhalt)" auch mit "viel (Likes, shares, backlinks) belohnt".

    Viele der erfolgreichen marketer wie Neil Patel, Rand fishkin aber auch Brian Dean predigen, dass man genau da ansetzen sollte: Bestehende, gut funktionierende Inhalte weiterentwickeln.

    Spannend wären statistische Vergleiche - kennst du das was?

    Keep up the good work :)
  • Hey,

    nein, da kenne ich leider keine statistischen Vergleiche. Hast du mittlerweile was gefunden?

    Grüße,
    Gordon
  • Oh ja, das ist eine interessante Sache, dein STORYTELLER’S CLUB, erst recht, wenn er kostenfrei ist. Ich muss erst mal richtig ins Verdienen kommen, dann gebe ich auch wieder Geld für Kurse aus.
    Jetzt müsste mir noch jemand eine Mütze Zeit schenken. *lach*
    Ich möchte mich echt oft clonen können. Zum Glück kann ich recht schnell lesen und mit 10 Fingern frei tippen. Da habe ich echt einen großen Vorteil.
    Den Link zu deinem STORYTELLER’S CLUB schickst du ja sicher per E-Mail, wenn du soweit bist.
    Jetzt kuriere dich aber erst mal aus.
    Liebe Grüße
    Roswitha
  • Jaaa, den Link gebe ich natürlich raus, sobald er da ist. Bzw. sobald ich die Seite fertig habe.
    Im Moment bereite ich mich auf einen Vortrag in Stuttgart vor und in der nächsten Woche gibt es mehr Zeit für Storytelling! ;)

    Das mit dem klonen kann ich verdammt gut nachvollziehen. Ich habe deutlich zu wenig Zeit! :D
  • Hallo Gordon,
    bin durch deinen Link in deinem Artikel “Wer bloggen kann, kann auch podcasten!” auf diesen Artikel geschubst worden und freue mich, dass ich mir die Zeit genommen habe, ihn gleich zu lesen.
    Das Thema Storytelling habe ich leider noch nicht so gut verinnerlicht. Ich warte noch viel zu oft mit ZDF (Zahlen, Daten, Fakten - super Abkürzung!) auf. Ich schreibe zwar immer wie mir der Schnabel gewachsen ist, aber ich denke da habe ich noch viel mehr Potential.
    Schade, dass meine Englisch-Kenntnisse nicht reichen, um das Video richtig zu verstehen. Das Lernen der Sprache steht schon so lange auf der Agenda. Den Kurs habe ich mir auch schon gekauft. "Irgendwann" werde ich dafür die Zeit finden. Aber das ist ein anderes Thema. ;-)
    Herzliche Grüße aus Berlin
    Roswitha
  • Hallo Roswitha,

    das mit dem Storytelling ist eine reine Übungssache, an die man sich einfach heranwagen kann. Bald gibt es ja auch den STORYTELLER'S CLUB bei mir und der ist kostenfrei. Da kannste bestimmt noch das ein oder andere mitnehmen.

    Im Endeffekt bist du aber auf der richtigen Seite, wenn du so schreibst, "wie dir der Schnabel gewachsen" ist. ;)

    Beste Grüße,

    Gordon
  • Touchée.
    Sicher ein Thema das mich betrifft und deine Erinnerung ist deshalb sehr wertvoll für mich.
    Mir gefällt das echt gut, was du macht. Nämlich inhaltlich und die Aubereitung davon.
    Danke dir herzlich.
    LG, Alexandra
  • Hallo Alexandra,

    vielen Dank für das tolle Kompliment, das ich natürlich sehr gerne annehme.
    Als Vorlage für meinen Artikel diente aber nichts, was ich bisher bei dir gelesen habe. Das war mir jetzt noch wichtig zu erwähnen! ;)
    Inwiefern siehst du dich denn als "betroffen" an?

    Beste Grüße,

    Gordon
  • Lieber Gordon,

    toller Artikel. Ich verpacke meine Botschaften ja auch gerne in kleine Geschichten aus meiner persönlichen Erfahrung. Das kommt gefühlt auch ganz gut an. Und ich denke nicht wirklich darüber nach, was ich da tue, ich bin mehr so der "frei von der Leber weg"-Schreiberling. :-D

    Deinen Appell bzgl. "Mut zu weniger" (und dafür umso konkreter) finde ich super. Das nehm ich mir gerne auch zu Herzen.

    Liebe Grüße
    Christina
  • Hallo Christina,

    ich bin mir sicher, dass deine Artikel so gut ankommen, weil du sie so frei von der Leber schreibst. Zum Glück gibt es einen Unterschied zwischen Qualität und Quantität - einen kleinen aber feinen. ;)

    Bin gespannt, wie das ankommen wird!

    Beste Grüße,

    Gordon
  • Hi Gordon

    Ich finde den Tipp auch sehr wertvoll, vielen Dank dafür. Allerdings glaube ich nicht, dass jeder Blogpost gleich ein Leben verändern muss ;-)

    Gruss,
    Holger
  • Hallo Holger,

    sehr gerne! :-)
    Ich glaube auch nicht, dass ein Artikel das muss, aber er kann es.

    Beste Grüße,

    Gordon
  • Manipulation gelungen ;-) lieber Gordon,
    und herzlichen Dank für diesen Gedankenanstoß. Er kommt momentan genau richtig. Ich sitze nämlich an der Planung für das nächste Jahr und bin auch zu dem Schluss gekommen, dass alles etwas mehr auf den Punkt gebracht werden muss.
    Deshalb hab ich mich auch noch nicht bei dir gemeldet wegen der Unterstützung :-) Momentan wird nämlich grad alles zuviel.....
    Alles LIebe und herzliche Grüße
    Barbara
  • Hallo Barbara,

    sehr gerne! ;)
    Kam denn meine Antwortmail bei dir an?

    Grüße und noch einen tollen Restadvent,

    Gordon
  • Hallo Gordon, danke schön für diese hervorragenden Tipps! Sie kommen zur rechten Zeit, und ich werde sie im neuen NL umsetzen.
    Herzliche Grüße, Christa Hansen
  • Hallo Christa,

    das freut mich sehr. Vielen Dank fürs Kompliment!!!
    Hast du schon eine Idee, was du wie umsetzen wirst?

    Beste Grüße und noch einen schönen dritten Advent,

    Gordon
  • Hallo Gordon,
    mit großem Interesse habe ich deinen Beitrag und den Film geschaut. Dein Input spricht mich sehr an und ich werde mich darin üben, weniger zu empfehlen und dafür in einer inspirierenden Geschichte.
    Danke für diesen Beitrag.
    Liebe Grüße
    Brigitte
  • Hallo Brigitte,

    ich bin sehr gespannt, wie es bei dir weitergeht! ;)

    Dir einen tollen dritten Advent!

    Grüße,
    Gordon

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