Besser ranken in den iTunes-Charts: Die Audio-Qualität deiner Show

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Wow, was da nach dem letzten Artikel in meinem Postfach los war, ist der Knaller gewesen.

Es ging um die richtigen Suchbegriffe in iTunes – Podcast-SEO quasi. 😉

Im Eingang meines Postfachs fand ich hautpsächlich zwei Arten von Posts:

  1. Einige haben sich jetzt erst mit den richtigen Keywords und mit Suchmaschinenoptimierung beschäftigt und ihr Geschäftsmodell noch ein Mü optimiert. Mich freut es natürlich, dass ich in diesen Fällen den Ausschlag geben und meine Spuren hinterlassen konnte. 😉
  2. Andere haben mir stolz berichtet, dass sie jetzt endlich in iTunes unter den relevanten Begriffen zu finden sind. Was das mit dem Ranking auf Dauer machen wird, kann ich natürlich nicht vorhersagen, aber gefunden zu werden ist ein Teil des Wachstums.

Eine Art von Rückmeldung kam allerdings nicht und das überraschte mich etwas.

Niemand fragte, wie lange es dauert, bis der Podcast „ganz oben“ ist.

Ich denke, das liegt daran, dass ich nicht zu der „dein Podcast in wenigen Wochen zum Chartstürmer“-Fraktion gehöre. Vermutlich bin ich da einfach zu konservativ unterwegs, aber meiner Ansicht nach ist Inbound Marketing ein Marathon.

Wer schnelle Ergebnisse und Umsätze haben will, der sollte sich andere Wege suchen.

Um langfristig erfolgreich in iTunes sein will, der braucht neben den ganzen plakativen Dingen vor allem eins: Eine gute Qualität!

Die zwei Zutaten für Qualität: Inhalt und Klang

Im Groben unterscheide ich in der Qualität auf der einen Seite zwischen dem reinen Inhalt, der bestimmte Kriterien erfüllen muss und auf der anderen Seite den Klang der Aufnahme

Beide Sachen sind aus meiner Sicht elementar, um langfristig erfolgreich zu sein.

Mein Kollege Christian Gursky hatte mal bei seinen Hörern von Unternehmer.FM eine Umfrage gemacht, was für sie einen gute Podcast ausmacht. Und dabei zeichneten sich vor allem Kompetenz des Podcasters und der Sound der Aufnahme als Merkmale aus.

Und das deckt sich mit den Erfahrungen, die ich als Podcast-Konsument und -berater gemacht habe.

Wie hilft mir das, im Ranking zu steigen?

Je länger ein Hörer bei der Stange bleibt, desto mehr Downloads kann iTunes messen und desto erfolgreicher wirkt die Show.

Zusammen mit den Neuabonnenten durch eine bessere Findbarkeit (siehe Podcast-SEO) und anderen Maßnahmen, die du in dieser Serie noch kennenlernen wirst, ist das für den langfristigen Erfolg entscheidend.

Denk dran: Marathon, kein Sprint.

Es gibt einige Möglichkeiten, um die Sache zu pushen, aber erstmal muss die Basis stimmen.

Wir starten mit dem, was ein wenig leichter zu erreichen ist: Dem Klang.

Der erste Eindruck zählt: Das richtige Mikrofon für deinen Podcast

Wenn du die ersten Gehversuche mit Podcasting machst, dann reicht das Mikro von deinem Smartphone aus, um dich an deine Stimme zu gewöhnen und die ersten Testaufnahmen zu machen.

Wenn du aber den Entschluss gefasst hast, mit Podcasting einen Marketingkanal für dein Unternehmen zu eröffnen, solltest du dich um ein gescheites Mikrofon kümmern.

Ich möchte dir ein paar Mikros empfehlen, die ich selber getestet habe oder bei Klienten im Einsatz erlebt habe.

  • Samson Meteor: Wenn man sich im Netz umschaut, kommt man an diesem Mikrofon wohl nicht vorbei. Gefühlt steht es auf jedem zweiten Schreibtisch. Das ist auch nicht ohne Grund der Fall – es hat ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und ist sehr kompakt gebaut. Der Haken daran: Das Mikro nimmt viel Raum auf und so landet auch der fallende Kulli eher in der Aufnahme, als bei anderen Mikros. Aber das ist zu vernachlässigen. Du kannst die Quali vom Meteor unter anderem bei Marit anhören.
  • Blue Yeti: Ein Stück mehr in Richtung Richtmikrofon geht das Blue Yeti, das ich selber noch nicht benutzt habe. Die Qualität geht aber voll in Ordnung und du kannst es dir bei Frank Katzer mal anhören.
  • Auna MIC900B: Der Bestseller bei Amazon, wegen seinem Preis-Leisungsverhältnis. Dort ist schon eine so genannte Spinne integriert, die den Trittschall absorbieren soll. Es kann sein, dass du beim Aufnehmen mit deinem Arm an den Schreibtisch stößt. Zu hören ist nichts, aber die Vibrationen gelangen an das Mikrofon und landen so als Störgeräusch dann doch in der Aufnahme. Mit einer Spinne passiert dir das nicht, denn sie federt dieses Vibrationen so ab, dass sie nicht in die Aufnahme gelangen. Den Sound kannst du dir bei Marcus Meurer anhören.
  • Rode Podcaster: Das Mikrofon meiner Wahl und eine absolute Empfehlung für die, die ein sehr hochwertiges Mikrofon haben wollen, mit dem sie die nächsten Jahre auch herausragende Qualität erreichen können. Es ist nicht billig – keine Frage. Aber wenn du in Zukunft weiter Podcasts aufnehmen und in guten Sound investieren willst, dann ist das eine gute Wahl. Du kannst die Qualität in meinen Shows hören, z.B. bei Solopreneur’s Moshpit oder Podcast-Helden ON AIR
  • Rode Smartlav (Ansteckmikro): Wenn es mobiles Aufnehmen sein soll, dann empfehle ich dir das Smartlav+, das ich hier auch schon mal getestet und besprochen habe. Für den kleinen Preis bekommst du richtig gute Qualität. Du kannst dir den Klang bei Janina Breitling anhören. Allerdings trägt sie bei den Aufnahmen eine Schirmmütze, die den Klang etwas verbessert, indem sie den Hall reduziert.

So wird der Klang noch besser

Manchmal ist in deinen Aufnahmen noch ein wenig Rauschen oder ein bisschen Hall. Das solltest du für eine richtig gute Quali noch versuchen zu reduzieren.

Beim Hall ist es etwas problematischer, weil das nur schwer in der Nachproduktion zu regeln ist, aber relativ einfach ist es bei einem leichten Rauschen in der Aufnahme.

Manche Mikros neigen zu einem ganz leichten Grundrauschen (Samston Meteor, Auna MIC900B), dass aber sehr leicht zu entfernen ist.

Dafür kannst du wunderbar den webbasierten Service von Auphonic nutzen. Ich glaube im Monat sind 2 Stunden Audiomaterial kostenlos zu bearbeiten und alles, was darüber hinaus geht, kostet Geld. Aber das ist vergleichsweise wenig.

Auphonic ist recht selbsterklärend und eigentlich kannst du die Voreinstellungen einfach so lassen, wie sie sind. Du fügst einfach deine Audiodatei hinzu und die Software reduziert das Rauschen, gleicht die Lautstärken an, etc.

Am Ende bekommst du eine neue MP3, die in der Regel besser klingt, als die Rohaufnahme.

Interviews für deinen Podcast mit Skype richtig aufnehmen

Das Angleichen der Lautstärke ist besonders wichtig, wenn du Interviews geführt hast und sie nun zu Episoden machen möchtest.

In der Regel werden Interviews mit Skype gemacht. „In der Regel“ schrieb ich bewusst, denn ich habe den Eindruck, dass die Qualität in letzter Zeit etwas nachgelassen hat.

Ich experimentiere gerade mit anderen Tools, um sich zu unterhalten und das Ganze auch aufzunehmen.

Aber auch da gelten die gleichen Regeln, wie bei Interviews per Skype: Es ist elementar, dass du eine Recording-Software nutzt, die dir am Ende zwei Spuren liefert.

Deine und die des Gastes.

„Warum ist das so wichtig?“, fragst du dich?

Es kann durchaus sein, dass die Lautstärke am Ende nicht gleich ist und einer von euch deutlich leiser ist, als der andere. Damit du die jeweilige Spur dann lauter machen kannst, brauchst du die beiden separaten Spuren.

Ich war selber schon mal als Gast in einem Interview, in dem ich VIEL lauter war, als mein Gegenüber. Das ist für den Hörer nicht so angenehm.

Es gibt einen Haufen kostenfreier Tools im Netz, die Skype aufnehmen, aber in der Regel hast du am Ende eine Spur.

Du findest hier empfohlene Tools und noch eine Menge Empfehlungen mehr zum Thema „Aufnehmen und Interviews führen mit Skype“.

Was solltest du rausschneiden und was nicht?

Ich bin ein großer Freund von rohen und authentischen Aufnahmen. Das alles in „perfekter Unperfektion“.

Dennoch gibt es ein paar Dinge, die ich auch jeden Fall rausschneiden würde, wenn sie passieren.

  1. Eine Kette von Füllwörtern: Wenn du mal hängen bleibst und die richtigen Worte suchen musst, kann es passieren, dass du eine Menge „Ähms“ produzierst. Wenn das an einer Stelle gehäuft vorkommt, würde ich sie auf jeden Fall rausschneiden. Nicht aber, wenn sie gelegentlich vorkommen. Ein paar Füllwörter oder -geräusche machen den Text dann auch authentischer.
  2. Denkpausen: Du suchst den roten Faden? Super, dann nichts wie los. Wenn du ihn gefunden hast, darfst du diese Pause gerne entfernen. Ich höre leider immer wieder mal, dass sich Podcaster nicht so viel Mühe machen.

Tipp am Rande: Achte auf die Denkpausen für den Hörer

Bei der Nachbearbeitung und beim Wegschneiden von Pausen, Füllwörtern oder sonstigem Vergessen Podcaster häufig eine wichtige Sache: Den Hörer.

Es gibt Dienstleister, die die Nachbearbeitung für dich machen. Einige davon gehen so skrupellos mit Pausen um, dass das Hören keine Freude mehr macht.

Warum?

Weil „notwendige Pausen“ auch oft der Schere zum Opfer fallen. Aber der Hörer braucht zwischen den Sätzen kurze Pausen, besonders nach elementar wichtigen Kernaussagen.

Das Ergebnis ist aber dann ein Stakkato von aneinandergereihten Sätzen und der Zuhörer kommt nicht mehr dazu, zu verarbeiten.

BÄM! BÄM! BÄM!

Deswegen: Achte auf die wichtigen Pause. Du weißt, was du gesagt hast, weil du dir Gedanken dazu gemacht hast. Der Zuhörer kennt das bestenfalls noch nicht. Also gönne ihm ab und zu eine Verschnaufpause zum Verarbeiten.

Ausklang – Was kannst du mitnehmen?

Fürs eigentliche Ranking in iTunes nicht so relevant, wie Podcast-SEO aus der letzten Woche. Aber da Podcasting ein Marathon ist, solltest du auf die Qualität achten.

Die fängt bei einem passenden Mikrofon an und führt dann über den Inhalt deiner Episoden.

Das wird dann auch das Thema der nächsten Woche. Dort zeige ich dir, wie du den Aufbau richtig machst, wie du innovativ bist und was du tun musst, um ein guter Storyteller zu werden.

Rein interessehalber: Schreib mir doch in den Kommentaren mal rein, welches Equipment du nutzt und warum. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Inspirationen und Tipps.

Also: Hau in die Tasten. 😉

KOMMENTARE

8 Kommentare

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  • Hallo Gordon,

    ich nutze das Rode Podcaster. Leider waren die Studio Mikros mit denen ich bei Q gearbeitet habe dann doch ein wenig zu teuer. Den Schnitt und die Nachbearbeitung erledige ich mit Audition.
  • Hey Gordon,

    wir haben unsere ersten Episoden mit einem Tascam-Fieldrecorder aufgenommen. Das Ergebnis war viel Hall und eine Menge Nebengeräusche. Zufrieden waren wir damit nicht, aber die Lust war da mehr Energie und auch Geld reinzustecken.

    Unser Setup besteht jetzt aus einem Rekorder an dem wir günstige Behringer XM8500 Mikrofone angeschlossen haben und man mag es bei dem Preis kaum glauben, aber wir sind mehr als zufrieden! Man ist zwar beim Sprechen selbst nicht mehr so flexibel, aber die Qualität stimmt in unseren Augen bzw. Ohren ;-)

    Beste Grüße,

    Torge
  • Hallo Gordon
    Dann hast du es ja geschafft, die Community aufzubauen, die du willst und die zur dir passt, richtig?! ;-)
    Ist ja eine tolle Bestätiigung :-)
    Liebe Grüsse
    Alexander

    "Niemand fragte, wie lange es dauert, bis der Podcast „ganz oben“ ist.

    Ich denke, das liegt daran, dass ich nicht zu der „dein Podcast in wenigen Wochen zum Chartstürmer“-Fraktion gehöre. Vermutlich bin ich da einfach zu konservativ unterwegs, aber meiner Ansicht nach ist Inbound Marketing ein Marathon.

    Wer schnelle Ergebnisse und Umsätze haben will, der sollte sich andere Wege suchen."
  • Hallo Alexander,

    ich darf ein Stück weit demütig, aber auch mit Stolz sagen: Ja, der Weg scheint der richtige zu sein. ;)

    Grüße in die Schweiz,

    Gordon

    P.S. Besuchst du noch fleißig die Stammtische in Konstanz? ;)

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