Besser ranken in den iTunes-Charts: Der Inhalt macht den Unterschied

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Willkommen zurück zu einem Mini-Training zum Thema „Ranking in iTunes.“ In der vorletzten Woche habe ich dir Podcast-SEO nahe gebracht und in der letzten Woche ging es um die Audioqualität.

Meine Herren, die Reaktion auf diese Reihe bisher ist verdammt gut und weiterhin bekomme ich super Feedback zum Thema Podcast-SEO.

So soll es sein und so darf es auch gerne weitergehen, denn es sind die Inhalte die den Unterschied machen können.

Und genau das ist das Thema für heute.

Inwiefern helfen gute Inhalte beim Ranking in iTunes?

Diese Frage ist sehr suggestiv und beantwortet sich eigentlich inhaltlich schon selber. Gute Inhalte sorgen für zufriedene und begeisterte Zuhörer, die dich aktiv empfehlen werden.

Diese Empfehlungen sorgen sukzessive für neue Hörer und so mit einem steigen Anstieg in den Charts.

Hört sich einfach an, oder?! 😉

Wird aber gerne mal übersehen.

Dieser Artikel ist dreigeteilt. Ich hatte mir überlegt, ob ich das alles auch noch in separate Artikel packe, aber irgendwann soll das Ganze ja auch mal abgeschlossen sein. 😉

Deswegen sind das die Unterpunkte:

  1. Der reine Aufbaue einer guten Episode
  2. Das Anstiften zu Innovationen und zu weniger Inzest (böse, aber du wirst nachher wissen, was ich meine)
  3. Warum Stories im Podcast ganz besonders gut ankommen

Lass uns mit dem Aufbau von Episoden anfangen

Einleitung, Hauptteil, Schluss – So einfach ist das!

Das wird dich gerade vermutlich an den Deutschunterricht in der Schule erinnern, wenn es um Aufsätze ging.

Kein sonderlich beliebtes Thema bei meinen Mitschülern, auch wenn ich da so meinen Spaß dran hatte. Wenn dich Aufsätze auch angenervt haben, dann wirst du mit dem klassischen Aufbau spätestens jetzt deinen Frieden schließen, denn der macht jetzt richtig Sinn.

Die Einleitung

Neben den üblichen Worten des Smalltalks und zu aktuellen Dingen, die dich oder das Umfeld deines Unternehmen betreffen, gehört vor allem eine Sache in den Vordergrund, wenn du den Start richtig machen willst.

Du musst dem Zuhörer zeigen, dass er richtig ist, indem du die Situation schilderst, in der er sich befindet!

Das könnte so aussehen:

„Vermutlich hast du dich schon oft gefragt, wie du eine Podcast-Episode aufbauen kannst?! Es ist eine Sache, einen Podcaster zu kopieren, aber du erreichst eine viel höhere Glaubwürdigkeit, wenn du von Anfang an deinen eigenen Stil entwickelst. Damit das funktioniert brauchst du eine grobe Schablone, anhand derer du dich orientieren kannst. Diese Schablone möchte ich dir in dieser Episode geben…“

Der Zuhörer weiß sofort worum es geht und wird dann entscheiden, ob er an der richtigen Stelle ist und wie genau er zuhören wird.

Du kennst vermutlich den ausgelutschten Spruch: „Du musst den XY da abholen, wo er steht.“? Wunderbar – nichts anderes ist gemeint.

Damit du den besagten Zuhörer auch da abholen kannst, wo er steht, musst du wissen, was ihn beschäftigt.

Also ein Grund mehr, um dir Gedanken um die Sorgen, Nöte und Hürden deiner Zielgruppe zu machen. Einige meiner Episoden in der Vergangenheit sind gnadenlos gefloppt, weil ich mir Themen ausdachte, von denen ich „glaubte“, sie seien interessant.

Waren sie manchmal nicht. Und das konnte man auch in den Downloadstatistiken sehen.

Tipp am Rande: Wenn du den „Abholen des Hörers“-Teil direkt am Anfang bringst und dann vor dem Einstieg in den Hauptteil noch ein wenig kurz das Thema wechselst (aktuelle Dinge, Danksagungen, Jingle und Intro, etc.), baust du noch etwas Spannung auf.

Der Hauptteil

Bevor du dich an die Planung des Hauptteil machen solltest, musst du wissen, was der Zuhörer am Ende der Episode mitgenommen haben soll.

Was soll er können? Was soll er wissen? Wozu soll er befähigt werden?

Je nachdem, was dein Ziel ist, solltest du entsprechende Inhalte auswählen.

Geht es beispielsweise darum, den Zuhörer zu motivieren, bei einem bestimmten Thema dranzubleiben, dann eignen sich Stories oder Interviews mit guten Stories.

Ich denke da vor allem an die Coaches, die sich mit Ernährung oder Verhaltensänderungen befassen. Eine gute Story kann da Wunder bewirken – aber dazu später.

Wenn es um das Erlernen einer bestimmten Technik geht, dann ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung nicht verkehrt, die es dann vielleicht sogar als Download geben könnte (auch im Tausch gegen die E-Mail-Adresse, wenn du Marketing machen möchtest).

Dir sind da auf jeden Fall keine Grenzen gesetzt und du kannst frei von der Leber weg entscheiden, was das geeignete Medium für ein bestimmtes Thema ist.

Je besser du das wählst, desto eher wirst du empfohlen und desto eher steigst du auch im Ranking weiter nach oben.

Tipp: Suche dir auch bei Interviews nicht erst einen Gast und dann zu ihm das Thema. Suche ein Thema und dann den passenden Gast. Ich bekomme immer mal wieder Anfragen zu Interviews, wo das Thema „Podcasting“ zu weit hergeholt ist. Wo ist da der Mehrwert für den Hörer?

Aber jetzt kommen wir zum Finale!

Der Schluss

Im Film und in Serien ist hier die meiste Spannung am Start. Alles löst sich am Ende auf und du hast entweder ein Happy-End oder der Held geht unter – charakteristisch für Tragödien.

Damit der Hörer am Ende auch die Dinge mitnimmt, die er mitnehmen sollte, ist hier die richtige Stelle, um die relevanten Dinge noch mal hervorzuheben.

Warum?!

  1. Es kann sein, dass der Zuhörer bestimmte Inhalte und Messages raushört, die nicht enthalten waren oder nur indirekt besprochen wurden.
  2. Das Ende einer Informationseinheit (in diesem Fall eine Episode) wird der letzte Teil besonders in Erinnerung bleiben (Rezenz-Effekt). Deswegen sind auf Konzerten die richtig großen Hits eher am Ende.

Wenn du diesen Blog schon länger verfolgst, dann wirst du wissen, dass ich Artikel in der Regel mit „Ausklang – Das kannst du mitnehmen“ abschließe.

Am Ende will ich sichergehen, dass die Kernmessage klar ist.

Neben dieser Zusammenfassung solltest du am Schluss noch etwas einbauen: Den Call-To-Action (CTA), also die Handlungsaufforderung.

Die meisten Menschen denken dabei an einen Pitch oder das Verkaufen von Dienstleistungen, etc.

Das ist zwar auch eine Art des CTA, aber eben nur eine. Du hast aber noch ein paar andere Möglichkeiten:

  • Du kannst zur Interaktion aufrufen: „Mich interessieren deine Erfahrungen dazu. Du kannst sie mir gerne in den Kommentaren unter den Shownotes reinschreiben und wir tauschen uns aus…“
  • Du kannst zu Bewertungen in iTunes aufrufen: „Wenn dir diese Show gefallen hat, dann freue ich mich über eine Bewertung bei iTunes…“
  • Du kannst auf weiterführende Informationen hinweisen: „In den Shownotes habe ich dir noch ein paar Links und Ressourcen zum Thema zusammengepackt, die dir auch eine Hilfe sein können, um…“

Diese Liste geht noch weiter und du wirst schon wissen, was ein guter CTA für dich und deinen Podcast ist. Du findest hier noch ein paar weitere Tipps!

Aber eine Sache ist elementar: Immer nur ein CTA pro Episode!

Das ist schwerer als du vielleicht denkst. Mir gelingt das auch nicht immer, auch wenn ich mir Mühe gebe. 😉

„Okay, das soll es gewesen sein. Wenn du wissen willst, wie du das Arbeitsblatt zu dieser Episode runterladen kannst, dann besuche www.xyz.com! Vergiss bitte auch nicht, diese Episode bei iTunes zu bewerten, weil mir das hilft, neue Hörer zu erreichen. Ach ja, am 24.04. startet eine neue Webinarreihe zum Thema ABC, wenn du dabei sein willst, dann gehe hier….“

Du siehst, was ich meine, oder?!

Viel zu viele Handlungsaufforderungen sorgen dafür, dass tendenziell viel weniger interagiert wird. Eine zu große Auswahl sorgt für weniger Aktion. Das ist im so genannten „Marmeladenversuch“ eindrücklich nachgewiesen worden.

Okay, soweit zu dem Aufbau von Episoden. Lass uns jetzt noch zwei Dinge beleuchten, die dabei noch wichtig sein können.

Warum du alles vergessen kannst, was ich bisher geschrieben habe

Podcasting ist Freiheit!

Podcasting erlaubt Innovation, denn es gibt keine Konventionen, an die wir uns halten müssen.

Auch die Tipps für den Aufbau kannst du über Bord werfen, wenn du dein eigenes Ding machen willst. Das ist vollkommen richtig so und ich bin dir auch nicht böse.

Im Gegenteil.

Ich will dich ermutigen, mutig zu sein. Probiere aus. Mache Fehler. Korrigiere deinen Weg, wenn du glaubst, dass es richtig ist.

Leider sind viel zu viele Podcasts, die neu rauskommen, wenig innovativ.

Viele kopieren lediglich die großen Podcaster und werfen so keinen eigenen Schatten.

In iTunes gibt es die Kategorie „Neu und beachtenswert“. Bis vor einiger Zeit reichte es schon, wenn man neu war. Mittlerweile muss man auch beachtenswert sein.

Das bedeutet in erster Linie eine vergleichsweise gute Anzahl an Downloads und konstanten, bzw. steigenden Hörerzahlen.

Die werden aber schnell wieder stagnieren, wenn die Hörer merken, dass in dem neuen Podcast kein Potential steckt und nur andere Shows kopiert werden.

Und mal ganz ehrlich: Wenn ich in Interviews immer die gleichen Fragen beantworte…warum sollte mir jemand noch zuhören wollen? Immerhin hat er oder sie mich diese Fragen schon in zwei anderen Show beantworten hören.

Es gab vor einiger Zeit den Hang zu dem, was einige Inzest-Podcasts nannten. Die gesamte Marketer-Filterblase interviewte sich für die eigenen Blogs und Podcasts gegenseitig und es kam eine Menge Langeweile auf.

Deswegen meine „Mahnung“: Wenn du eine Interviewshow starten möchtest und auf Gästesuche gehst…höre dir bisherige Interviews mit ihnen an und überlege dir neue Fragen!

Auch wenn Interviewgäste eine super Strategie sind, um am Anfang viel Reichweite zu bekommen, sollten es bitte nicht die ewig gleichen Standartfragen sein.

Denn das ist nicht nur langweilig für etablierte Podcasthörer (die werden mich dann nicht abonnieren und meinem Podcast beim Ranking helfen), sondern es zeigt auch, wie unkreativ und wenig innovativ ich bin.

Und glaub mir: Leute, die öfter Interviews geben, freuen sich, wenn du innovative Fragen am Start hast. Und dann klappt das auch mit der Reichweite und deiner Show.

Ein gutes Beispiel für innovative Fragen im Podcast ist „be committed“ von meinem Freund Markus Coenen. Hör da mal in die Interviews rein! Definitiv nicht gewöhnlich!

Noch ein Wort zu Interviews und Geschichten…

Warum du Stories in deinem Podcast nutzen solltest

Ja, Storytelling ist ein Wort, dass im Bullshit-Bingo oft zu finden ist. Aber es ist irgendwie auch nur alter Wein in neuen Schläuchen.

Das soll aber den alten Wein nicht schlecht reden – ganz im Gegenteil.

In Stories liegt eine Menge Kraft. Gerade, wenn es um gehirngerechtes Lernen und Motivation geht.

Geschichten sind die ersten Wissensspeicher gewesen – Äonen vor der Entdeckung der Schrift. Deswegen scheint unser Gehirn sie auch besonders zu mögen.

Gerade, wenn du deinen Zuhörer motivieren willst, etwas auszuprobieren oder Mut zu fassen, ist eine gute Story als Medium immer hilfreich.

Was ist der Grund?!

Meine kleine Tochter hilft mir jeden Morgen beim Smoothie mixen. Sie beobachtete mich eine Zeit lang und wollte irgendwann mithelfen. Mittlerweile reicht sie mir vollkommen selbstverständlich die Sachen an, die wir dazu brauchen und hat ihre eigenen Arbeitsschritte in diesem Prozess. Sie lerne Smoothies machen, indem sie beobachtete.

Sie scheucht auch vollkommen selbstverständlich den Kater vom Tisch, wenn er mal wieder frecherweise denkt, er ist alleine im Raum. Auch das hat sie sich von uns abgeschaut.

Kinder lernen am Modell. Dieses Modelllernen nach Albert Bandura ist eine der mächtigsten Lernmöglichkeiten, die es gibt. Kinder sehen ein Modell und machen es nach.

Das Gleiche gilt auch für Erwachsene!

Modelllernen im Podcast und Aufbau einer Episosde

Angenommen, du bist Coach für Ernährung und weißt, dass deine Zielgruppe nach ein paar Tagen der Enthaltsamkeit manchmal Schwach wird und wieder zu Süßigkeiten greift. Dein Ziel für diese Episode soll es sein, entsprechende Ersatzhandlungen im Vorbeigehen zu erlernen.

Dann könnte folgende Geschichte in deinem Podcast das richtige Medium sein:

„Irgendwann, so am zweiten Tag meiner Ernährungsumstellung, kamen die ersten schwachen Momente. Am Anfang bist du noch hochmotiviert und das hält auch eine Zeit lang an. Aber nach zwei Tagen war diese Anfangseuphorie ein Stück weit weg. Ich bemerkte, wie ich wieder Lust auch Chips und andere Knabbereien hatte. Aber zum Glück hatte ich keine Chips mehr im Haus, sondern hatte mir vorher geröstete Erdnüsse geholt. Ich habe mir gedacht, dass ich mir Chips hole, wenn ich durch die Erdnüsse meine Herzhaftgelüste nicht in den Griff bekommen sollte. Und was glaubst du, was passiert ist?! Durch die Erlaubnis, mir doch Chips holen zu können, ging der Druck weg und ich merke, dass mir eine Handvoll gerösteter Erdnüsse diesen Jieper nahmen und ich wieder entspannter wurde.“

Anstatt einfach nur ein paar Tipps aufzuzählen, sind hier konkrete Handlungsabläufe und Mindset-Verschieber in eine erlebbare Geschichte eingeflochten worden.

Bei gut erzählten Geschichten (eigens erlebte Stories oder die von Gästen sind es in der Regel automatisch) erzeugen beim Zuhörer Aktivitäten in entsprechenden Arealen des Gehirns und es lernt – passiv!

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Hörer entsprechende Sachen erfolgreich umsetzt, werden dann also größer.

Und je erfolgreicher ein Hörer ist, desto eher wird er dich weiterempfehlen und desto eher steigst du auch im iTunes-Ranking!

Ausklang – Was kannst du mitnehmen?

Der inhaltliche Aufbau einer Episode kann massiv dazu beitragen, dass dein Podcast insgesamt besser geteilt, bewertet, erwähnt und empfohlen wird.

Das sorgt dann wiederum für ein besseres Ranking bei iTunes und zeigt auch deine Expertise besser.

Damit du damit erfolgreich bist, solltest du das Ziel für die Episode am Anfang klar definieren und dann im Hauptteil entsprechende Inhalte wählen.

Geschichten eignen sich zum Lernen besonders gut, weil sie im Vergleich zu einer Aufzählung von Fakten erleb- und somit besser umsetzbar sind.

Wenn du auf der Suche nach guten Geschichten von anderen bist, dann achte darauf, dass du auch mal innovative oder einfach nur neue Fragen stellst.

Hör dir dazu Interviews von deinen gewünschten Gästen an oder tauche etwas tiefer in ihre Historie.

So werden deine Interviews auch zu etwas besonderem.

Und da ich vorhin auch den CTA so betont habe, kommt der diesmal sehr plakativ: Ich möchte von dir wissen, welche Inhalte du in Podcasts gerne hörst und welche nicht. Was sind Gründe für dich, eine Show zu abonnieren und was lässt dich abschalten.

Schreib mir deine Ideen bitte in die Kommentare – jetzt! 😉

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