"Hilfe, meine Podcast-Episode ist (viel) zu lang! Was tun?"

Du willst deinen Podcast bekannter machen und leichter vermarkten?

Ich zeige in einem Aktionstag (angehenden) Podcastern am 20.06.2018, wie man eine Podcast-Landingpage erstellt, die potentielle Hörer neugierig macht und zu Abonnenten werden lässt. Und zwar ohne, dass die Teilnehmer Ahnung von Design, Technik oder Verkaufspsychologie haben müssen. 

Was ist überhaupt "zu lang"?

Wie du dir denken kannst, ist das nichts, was sich einfach so definieren ließe. 

Es gibt Shows, die gehen über zwei Stunden und werden gerne gehört. 

Es gibt Shows, die müssen einfach kurz sein. 

Was tun?!

Im Zweifel hilft der Blick auf die eigene Zielgruppe und die Erkenntnis, wie viel Zeit sie zur Verfügung hat. In dieser Episode spreche ich von meinem Lieblingsbeispiel mit dem Podcast für alleinerziehende Eltern mit zwei Kindern. Diese Zielgruppe hat bestimmt alles, aber nicht viel Zeit. Deswegen sollten man sie nicht mit zu langen Episoden traktieren.

Der erste Schritt in die "richtige" Länge ist die Analyse der Zielgruppe oder des Hörer-/Kunden-Avaters.

Warum ist die richtige Länge entscheidend?

Es geht bei unseren Show nicht um die reine Existenz von Podcast-Episoden oder einer Präsenz. 

Es geht uns darum, die richtigen Leute mit den richtigen Information zu versorgen. In unserem Fall der Marketinganteil unserer Episoden: Den Call to Action - also die Handlungsaufforderung!

"Abonniere hier...", "Besuche dort www.xy...", etc,

Wenn du dich konsequent weigerst, eine "passende" Längenstruktur in deinen Episoden zu benutzen, verpufft die Wirkung deiner CTAs, weil sie niemand hören wird. 

Welche Arten von Podcast-Episoden geraten häufig zu lang?

Bei Solo-Episoden ist es für viele Podcaster relativ einfach, das gewünschte Maß zu erreichen. Spätestens nach einigen Episoden gibt es ein gutes Gefühl von der richtigen Länge der Vorlage, des Skripts oder der Mindmap (du weiß, wie gerne ich mit Mindmaps arbeite?!)

Aber es gibt zwei Arten, bei denen hat man den Content nicht immer im Griff...weil er im Dialog entsteht.

Dialoge brauchen so wenig Skript und Freiheit wie möglich, damit sie maximal wertvoll und authentisch sind. Allerdings neigen viele Podcaster dazu, ihrem Job als Moderator oder "Gesprächsführer" nicht gerecht zu werden. 

Sie lehnen sich zurück und denken: "Super, ich brauche nicht viel tun und habe am Ende eine gute Episode." 

Doch dieser Schuss geht gerne nach hinten los. 

Wie du dich besser vorbereiten kannst und die Schere weniger ansetzen musst, verrate ich dir im Verlaufe dieser Episode, bzw. dieses Beitrags. 

Neben Interviewshows sind es die Co-Hosting-Shows mit festen Partner, die ebenfalls gerne länger werden, als der Rest, bzw. als Solofolgen. 

Das liegt auch hier am dialogischen Aufbau von Episoden. 

Keine Frage: Gespräche brauchen einfach eine gewisse Zeit, um zu wirken und der Austausch muss einfach sein. Ich will dir nicht den Floh ins Ohr setzen, deine Interviews unnatürlich kurz und steril zu halten. 

Aber es gibt ein paar Möglichkeiten, wie du deinen (zu) langen Content etwas aufbereiten kannst.

Was mache ich, wenn mir eine Episode aus den Fugen geraten ist?

Wenn du eine zu lange Interivew-Epsiode hast, kannst du natürlich versuchen durch das Ansetzen der Schere die Längen rauszubekommen. Das solltest du sowieso machen.

Was für den Hörer maximal unerträglich (weil langweilig) ist, brauchst du nicht. 

Was aber, wenn der Inhalt, so wie er ist, einfach passt und nichts geschnitten werden darf?

  1. Mache aus der einen Episode zwei kürzere: Das was vermutlich auch dein erster Gedanke war, ist auch eines der Tipps, die ich dir geben kann: Mach zwei daraus. Dabei solltest du aber ein paar Dinge beachten, damit das Interview auch den gewünschten Effekt hat.
  2. Veröffentliche die beiden Teile nicht am gleichen Tag: Ich habe es einige Mal selber getestet und auch bei Kunden gesehen. Wenn zwei Teile eines Interviews am gleichen Tag veröffentlicht werden, wird der zweite Teil "nicht so gut gehört", wie der andere. "Nicht so gut gehört" bedeutet in diesem Falle, dass er seltener heruntergeladen wird. Spare dir den zweiten Teil für die darauf folgende Woche auf. Somit hast du auch mehr Content in deinem Redaktionsplan und schaffst dir etwas Puffer. So könntest du sogar längere (aber nicht in die Länge gezogenen) Episoden planen
  3. Versuche den Schnittpunkt da anzusetzen, wo es einen Themenverschiebung, bzw. einen Themenwechsel gab: Meist ist das nach einer von dir gestellten Frage. Wie gehst du vor? Die Frage darf noch zu hören sein, dann kommt der Cut und du spricht aus dem Off zum Zuhörer und sagst ihm: "In der nächsten Folge geht es um XY und das ist wertvoll für dich weil... Schalte also auch wieder ein..." Damit baust du einen Spannungsbogen.
  4. Gib den Episoden verschiedene Namen: "-Teil 1" und "Teil 2" als Suffix sind zwar ein guter Ansatz, können aber aufgrund der Titellänge nicht in allen Apps dargestellt werden - das kann verwirren. Deswegen empfehle ich dir, dass du einfach den Namen des Gastes vorne an den Titel packst (Keywords...du erinnerst dich?) und den Schwerpunkt des Interviewteils dahinter setzt. So nutzt du die volle Power der Beschreibung und den verschiedenen Inhalten deiner Show.

Wie kann ich das im Vorfeld vermeiden?

Beim Interviews solltest du darauf achten, dass du dir nicht zu viele Fragen zurecht legst, die du alle noch durchjagen willst. Viel eher solltest du 2 bis maximal 3 Kernfragen überlegen, auf denen du und dein Gast "herum rumreitet". Es gibt immer wieder die Möglichkeit, Vertiefungsfragen zu stellen oder etwas in eigenen Worte zu wiederholen. Die Länge kommt im Interview automatisch.

Wenn du Sorge hast, dass du zu wenig Stoff für Fragen hast oder nach 10 Minuten tatsächlich schon fertig bis, kannst du dir ein paar Reservefragen in der Hinterhand halten. Vielleicht mit einem neuen Thema, dass dir eine zweite Episode verschaffen könnte - siehe oben! ;)

Bei Solofolgen gibt es seltener das Problem, dass die Folgen zu lang sind, aber wenn sie dir dennoch aus den Fugen geraten, kann es auch hier an der Vorbereitung liegen. Gerade dann wenn es kein Skript oder Mindmap gibt, die den roten Faden liefert. 

Investiere die Zeit in die Vorbereitung und deine Zughörer werden es dir danken. 

Was sollst du mitnehmen?

  • Längen kommen bei bestimmten Podcast-Formaten fast von selber. Gerade bei Interivew- oder Co-Hosting-Shows findet man schnell Längen. 
  • Eine gute Länge passend zu Zielgruppe ist wichtig, weil der oft am Ende der Episode befindliche CTA gehört werden muss. Immerhin ist deine Show ein Marketing-Tool.
  • Wenn du zu lange Episoden hast, dann teile sie an einer dramaturgisch interessanten Stelle und mache daraus zwei Episoden.
  • Interviews sind nichts, wo man sich zurücklehnen sollte. Interviews muss man führen

Ich wünsche dir jetzt viel Spaß beim Herausfinden der optimalen Podcast-Länge! Wenn du deinen Podcast auf ein neues Level heben oder eine grandiose Business-Show aufsetzen willst, dann reserviere dir ein kostenfreies Strategiegespräch mit mir und wir finden heraus, wie und ob ich dir helfen kann. 




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