5 nervige Podcast-Dinge, die garantiert passieren (und was du dagegen tun kannst)

5 nervige Podcast-Dinge, die garantiert passieren (und was du dagegen tun kannst)

Mit einem eigenen Podcast kannst du eine ganze Menge erreichen. 

Du bekommst Sichtbarkeit in der Welt, du erreichst viel mehr Menschen (gut situierte Menschen in der Regel) und du schaffst es dass ich deine Zuhörer Rinnen und Zuhörer Woche für Woche auf deine Inhalte freuen.

Aber wo Licht ist, ist auch Schatten und darauf möchte ich dich vorbereiten. Dieser Beitrag wird es nicht verhindern können, dass du auch mal unmotiviert bist, aber du wirst mit häufigen Lustkillern besser umgehen können.

Wollen wir loslegen?

Dann kommen jetzt hier fünf typische und sehr ätzende Dinge, die nach dem Podcast-Start einfach passieren können.

1. Negative Kommentare oder Rezensionen auf eine Podcast-Folge

Negative Kommentare kannst du nicht verhindern. Was du aber verändern kannst: wie du mit diesen negativen Kommentaren und Bewertungen umgehst.

Die bittere Wahrheit ist, dass du es nicht ein Menschen recht machen kannst. Wenn man diese Wahrheit einmal für sich akzeptiert hat, dann ist das Leben aber deutlich einfacher zu führen.

In der heutigen Zeit schreiben die Menschen eher etwas negatives, als dass sie etwas positives schreiben. Wir dürfen uns daher gerne ein dickes Fell zulegen.

Das klingt natürlich erstmal leichter, als es in Wirklichkeit ist. Es tut weh und es oft einfach nur ungerecht. Aber es gibt auch die Möglichkeit, dass du gestärkt und souverän aus dieser Situation kommst. 

Hier ein paar Tipps für den Umgang mit negativen Kommentaren

  • Reagiere nie im Affekt: Angegriffen oder übel provoziert worden? Das gute am Internet ist, dass man zwischen Reiz und Reaktion schon Zeit reinbringen kann. Es ist ja in der Regel keine Echtzeit-Kommunikation. Deswegen schlafe mal eine Nacht drüber und schaue, dass du etwas Abstand bekommst. Mir hilft es oft, wenn ich meine Frau dazu hole und sie mir hilft, andere Interpretationsmöglichkeiten zu sehen. 
  • Prüfe, ob nicht was Wahres dran ist: Manchmal ist konstruktive Kritik in ungeschickten Formulierungen versteckt. Nervt irgendwen deine weitschweifende Art, tut das erstmal weh, aber vielleicht ist es auch die Chance auf eine positive Veränderung in kurze und knackige Folgen
  • "Kill them with kindness": Wenn du einen fiesen und unsachlichen Kommentar bekommst, schreibe einfach "Vielen Dank für deine Meinung und die Zeit, die du dir dafür genommen hast." als Antwort. Wenn du in den Beef einsteigst, haben alle verloren. Mit einer freundlichen Antwort nur eine Person und das bist nicht du

2. Podcast-Episode vergessen oder es einfach nicht geschafft eine aufzunehmen

Kann passieren, sollte es aber nicht. 

Auf einmal ist die Woche wieder vorbei und du hast vollkommen vergessen eine Podcast Folge aufzunehmen. Vielleicht gelang es dir aber nicht, weil du bis über beide Ohren in Arbeit steckt ist oder vielleicht krank warst.

Keine Frage, für deine Zuhörerin und Zuhörer ist es natürlich nicht schön. 

Manchmal kann man diese Ausfälle ein Stück weit kompensieren, indem man rechtzeitig eine extrem kurze Folge unter 1 Minute raus bringt und sich dort erklärt.

Sollte das aber häufiger vorkommen, könnte es an einem ungünstigen Workflow liegen, den du dir über die Zeit angeeignet hast. Ganz am Anfang übersieht man gerne auch mal die Arbeit, die man mit einem eigenen Podcast hat.

Es wird halt einfach Arbeit, wenn der Reiz des Neuen verflogen ist. 

Dann ist es an der Zeit, den Workflow zu überarbeiten und Mechanismen zu finden, effizienter und effektiver zu arbeiten.

Wege für schnelle Podcast-Produktionen

  • Habe eine Ideenliste: Oft fehlt die Zeit für die gesamte Podcast-Produktion, weil die unmittelbaren Ideen für eine neue Folge erst noch gebrainstormt werden müssen. Dadurch verlierst du natürlich Zeit. Wenn du eine Liste hast, in der du konsequent Ideen notierst, wenn sie dir einfallen, dann hast du immer einen riesigen Fundus an Möglichkeiten.
  • Fugenfolgen für zwischendurch: In diesem Ideenboard solltest du auch die Ideen festhalten, die man nicht zu einer regulären Folge machen könnte. Vielleicht weil es News sind oder es einfach nur aufgeplustert wirken würde. Diese Folgen kannst du als Zwischenfolgen dennoch bringen. Diese Fugenfolgen (ein Konzept, dass ich mir für Klientinnen und Klienten überlegt habe, die gerne wöchentlich rausgehen wollen würden, aber die Zeit nicht finden) sind kurz und knackig und brauchen dann wenig Vorbereitung. News, Fuckups, Mythen und Erfahrungen mit Kunden und Co. sind immer eine gute Idee für Folgen derart. 
  • Denke in Monatsthemen: Du kannst einfacher Themen finden, wenn du einen Plan hast. Eine Möglichkeit dazu ist der oben genannte Ideenspeicher. Aber auch Themenmonate sind eine Idee, die dir in wenig kreativen Zeiten das Leben leichter machen kann. Plane ein Thema für die kommenden Episoden und schon hast du schon die Idee. Die Inhalte werden sich dann leichter finden und auch als Podcast-Episode aufnehmen lassen. 
  • Lass dich von guten Posts inspirieren: Hast du in deiner Social-Media-Historie ein paar Posts, die gut gelaufen sind? Dann könnten das doch Themen für schnelle Podcast-Folgen sein. Das Thema kommt gut an und du hattest dich eh damit beschäftigt...dann ist die Podcast-Episode nicht mehr weit, oder?

3. Keine Lust mehr auf deinen Podcast?

Und dabei hast du angekündigt, dass das jetzt deine fortlaufende Show ist. Das Ding ist, dass du nicht weißt, ob ein eigener Podcast das richtige für dich ist, bist du es ausprobiert hast.

Es ist keine Schande, wenn du nach einigen Folgen bemerkt, dass Podcasting nichts für dich ist.

Dann kannst du überlegen, ob du diesen Podcast einen würdigen Abschluss gibst und dann in Rente schickst.

Besser wäre es natürlich, wenn du aus diesem ersten Folgen eine in sich geschlossene Serie machst, dann hast du eine Art von Sollbruchstelle und kannst den Podcast dann in sich geschlossene auch stehen lassen.

Wenn du nach vielen Folgen merkst, dass dir der Spaß, den du am Anfang hattest, verloren gegangen ist, solltest du natürlich überlegen, woran das liegt.

Gedankengänge, die dir helfen, eine Lösung für den Stillstand zu bekommen

  • Stresst dich dein Podcast? Wenn dich der Podcast stresst, dann läuft etwas falsch. Ein guter Podcast geht dir leicht von der Hand und spart dir bestenfalls noch Zeit im Content-Marketing. Immerhin liefert er dir Stoff für all deine anderen Kanäle. Wenn du aber konstant Stress erlebst, sollten wir vielleicht mal reden. 
  • Ändert sich deine Zielgruppe? Wenn du eine neue Zielgruppe erreichen willst, dann solltest du tatsächlich überlegen, einen neuen Podcast aufzubauen. Eine neue Zielgruppe in ein "altes" Format zu bekommen, kann nicht funktionieren. 
  • Ändert sich dein Thema? Wenn du eine komplett neue inhaltliche Ausrichtung in deinem Solopreneur-Business hast, ist auch ein Neustart deines Podcasts sinnvoll. Denn zwei Themen anzusprechen, ist schwierig. 
  • Erweiterst du dein Thema oder deine Zielgruppe? Wenn das Kernthema prinzipiell bestehen bleibt, aber nur erweitert wird, dann kannst du das Format durchaus fortführen
  • Brauchst neues Spielzeug? Manchmal braucht es ein hochleveln der Qualität, um wieder Spaß an dem Podcast zu bekommen. Ein neues Mikrofon oder ein neues digitales Tool, dass eine bessere Qualität liefert oder deinen Arbeitsablauf vereinfacht, kann dir wieder Spaß bringen.

4. Keine Reaktionen deiner Zuhörerinnen und Zuhörer auf den Podcast

Viele Podcasterinnen und Podcaster fühlen sich einsam. Sie senden gefühlt ins Nichts und bekommen auch keine oder nur wenig Reaktion auf ihre Podcast-Folgen. 

Der erste Teil dieser Aussage ist ja auch so. Du sprichst in ein Mikrofon und bekommst asynchronen eine Reaktion. 

Wenn du aber gar keine Reaktionen auf deinen Podcast bekommst, dann kann sich das sehr frustig anfühlen.

Es ist allerdings so, dass es darauf ankommt, welche Art von Podcast du in die Welt bringst.

 Ist es eher ein Podcast, der sich um Wissen dreht, welches du deiner Zielgruppe vermittelst oder ist es eher ein Thema, das emotional ist und so auch deine Zuhörer und Zuhörerinnen triggert.

Wichtig ist aber eher, dass du dich gedanklich immer mal wieder deinen Zuhörenden zuwendest und sie konkret ansprichst. Man spürt schnell, ob jemand Stichworte in ein Mikrofon spricht oder mit seiner Zielgruppe in Kontakt tritt. 

Keine Frage, das ist nicht direkt von Anfang an möglich, aber irgendwann solltest du dir diesen Gedanken nochmal geben. ;)

Was du noch machen kannst, um mehr Reaktionen auf deinen Podcast zu bekommen

  • Sei auch mal provokativ: Haltung zeigen und auch mal anecken...das bringt Menschen zwar nicht immer auf die Palme (manchmal auch), aber es provoziert sehr oft Reaktionen. Und wenn andere Followerinnen und Follower sehen, dass du gerne interagierst, dann könnte es in Zukunft durchaus sein, dass sie sich auch mal zu Wort melden. 
  • Sage, was zu tun ist: Du wunderst dich, dass sich niemand meldet? Hast du denn mal darum geben? Oft erwarten wir, dass unsere Zuhörerinnen und Zuhörer proaktiv auf uns zugehen, aber stell dir mal vor, wie es in den meisten Fällen ist. Die Podcast-Folge ist zu Ende und dann startet bereits die nächste Episode eines anderen Podcasts. Das überlagert jede Intention. Wenn du aber danach fragst und die Leute einen Draht zu dir aufgebaut haben, dann bekommst du eher eine Reaktion. 
  • Verlinke in den Shownotes deine Kontaktkanäle: Ist es überhaupt einfach möglich, dir zu schreiben? Du solltest definitiv die wichtigsten Kontaktkanäle in die Shownotes packen. Vielleicht sogar einen Mailto-Link bei dem sich direkt die Mail-App auf dem Endgerät öffnet. 
  • Habe Geduld: Der Erfolg (und Reaktionen sind es) kommt nicht über Nacht. Steter Tropfen höhlt den Wein. Gut Ding will Weile haben. Es gibt so viele Sprüche zum Thema Geduld...da muss was dran sein. ;)
„Ausdauer wird früher oder später belohnt – meistens aber später.“ (Wilhelm Busch)

5. Stagnierende oder sinkende Downloadzahlen im Podcast

Wenn ein Podcast nicht vom Fleck kommt oder die Download-Zahlen sogar runtergehen, dann hast du ein Problem.

Wobei das mit den stagnierenden Zahlen erst mal okay ist, weil du brutto und netto genauso viele Menschen gewinnst, wie du verlierst. Insofern ist das erst mal keine schlechte Tendenz.  

Für eine Weile!

Natürlich möchtest du mehr Menschen erreichen.

Dramatischer ist es, wenn du sehen kannst, dass du Monat für Monat weniger Downloads verzeichnest. 

Wenn man da vielleicht mal saisonale Schwankungen wie Sommerferien berücksichtigt und die Zahlen dennoch fallend sind, dann musst du reagieren.

Was tun bei stagnierenden Download-Zahlen?

Eines der Hauptprobleme in diesen Fällen ist das Marketing des Podcasts. Viele Podcasterinnen und Podcaster (mich in der Vergangenheit eingeschlossen) gehen davon aus, dass du nur MEHR Episoden machen musst, um erfolgreicher zu sein. 

Aber das ist ein Trugschluss, der sich aus den Statistiken deines Podcast-Hosters ergibt. Natürlich hast du mehr Downloads in einem Monat, wenn du mehr Episoden in die Welt bringst. Aber das liegt daran, dass die (bestenfalls) gleiche Menge an Zuhörerinnen und Zuhörern deine Episoden runter lädt. 

Mehr Downloads, aber gleichbleibende Hörerzahl. 

Was du tun musst: Du musst deine Episoden besser vermarkten. Aber wie?

Hier kommen ein paar Möglichkeiten

  • Verfasse aus dem bestehenden Podcast-Content einen Newsletter für deine E-Mail-Liste
  • Baue aus Einzelaspekten und Inhalten deiner Episoden Social-Media-Beiträge und verlinke deine Episoden darin
  • Netzwerke in deiner Szene und bitte Menschen, deinen Podcast zu teilen
  • Schau das dein Podcast an allen Ecken und Enden deiner Website und in den Profil-Beschreibungen in Social Media zu finden ist

HIER findest du über 30 Wege deinen Podcast bekannt zu machen

Etwas anderes ist es, wenn die Download-Zahlen deines Podcasts zurückgehen, obwohl du wie ein Uhrwerk neue Episoden produzierst und deine Folgen auch bewirbst. 

Was tun bei sinkenden Download-Zahlen?

Ganz passabel eingestiegen, aber nicht wirklich dauerhaft mit guten Downloads unterwegs? Dann kann es zum einen auch an der Vermarktung liegen, aber vermutlich eher an der grundlegenden Strategie des Podcasts. 

Du bist grundsätzlich gut aufgestellt, wenn du: 

  1. Deine Zielgruppe und deren Sorgen, Nöte und Probleme kennst
  2. Den Podcast an der richtigen Stelle der Kundenreise aufgestellt hast und
  3. Nützliche Inhalte mit Wert und guter Tonqualität lieferst

Wenn du an einem dieser Punkte wackelig bist, wird er Podcast vermutlich nicht so abgehen, wie du es dir erhofft hast. 

Dann ist es an der Zeit für Grundlagenarbeit und eine neue Strategie. Wenn du magst, bin ich dir gerne eine Abkürzung

Ein Fazit

Es werden Dinge passieren, die du nicht erwartet hast oder die dich wirklich grübeln lassen. Da will ich ganz unromantisch sein. Aber es ist nunmal auch so, dass es immer einen Weg aus diesen Tälern gibt. 

Über die Jahre habe ich mich so vielen Menschen und Unternehmen zusammen an Podcasts arbeiten dürfen, dass ich voller Zuversicht bin, wenn es um Entwicklung geht. Es gibt da diesen ausgelutschten Spruch: Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es auch nicht das Ende. 

Klingt total cheesy, aber dieser Spruch ist wahr. 

Es ist an dir, dich durch diese Prüfungen zu begeben und genau das ist es, was erfolgreiche Podcasterinnen und Podcaster ausmachen. 

Nimm die oben genannten Dinge mit einem leichten Lächeln und leih dir gerne von mir die Zuversicht, die dir in der Situation möglicherweise fehlt.

Was sind denn Dinge, die noch auf deiner Liste der nervenden Podcast-Sachen sind? Schreibe sie mir in die Kommentare

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4 Kommentare

  • Danke für diesen Beitrag. Ist für mich eine gute Vorbereitung auf den Podcast, der noch vor mir liegt.
  • Hey Joachim,
    Sehr gerne! Wichtig an der Sache: Es gibt auch eine Menge positiver Dinge, die passieren werden. ;) Freu dich drauf. Ich denke, dass ich dazu auch was schreiben werde. VG, Gordon
  • Danke für deine tollen Anregungen!

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