DSGVO für Podcaster: Interview mit der Anwältin Sabrina Keese-Haufs

DSGVO für Podcaster: Interview mit der Anwältin Sabrina Keese-Haufs

Herzlich willkommen zu DEM Business-Podcast-Event 2019

Am 18.-19. Mai 2019 startet wieder die Podcast-Helden-Konferenz und diesmal bohren wir sie direkt auf. An zwei Tagen erwarten dich neben hochinteressanten Speakern auch noch Workshops und Networking! Sichere dir am besten jetzt schon die Tickets, denn erfahrungsgemäß sind sie schnell vergriffen!  

In der Facebook-Gruppe gab es die Nachfrage nach den Besonderheiten für Podcaster, was die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) angeht, die im Mai auch für uns gültiig ist. 

Deswegen habe ich Sabrina Keese-Haufs gefragt, ob sie mir für ein paar Fragen zur Verfügung stehen würde. 

Sie dankbarerweise zugesagt und so konnten wir tags drauf schon in Facebook live gehen! 

Die Fragen im Vorfeld rund um die Podcast-Helden-Community!

Das ist der Fragenkatalog rund um DSGVO für Podcaster

  1. Gibt es eine kurze und knappe Erklärung, was die DSGVO ist und warum sie entstanden ist?
  2. Warum ist die DSGVO ein so großes Thema im Online-Marketing und um welche Arten von Daten geht es?
  3. Was ist das „Shield“ und wie kann ich dafür sorgen, dass ich darin bin?
  4. Was muss ich grundsätzlich beachten, wenn ich einen Blog habe, auf dem auch ein Podcast eingebunden ist?
  5. Welche der gängigen Hoster sind DSGVO-mäßig aktuell bedenkenlos zu nutzen?
  6. Brauche ich einen ADV-Vertrag mit meinem Podcast-Hoster?
  7. Wenn ich ein Backup mache, muss ich etwaige Daten auch von meinem (lokalen oder cloudbasiertem) Backup löschen?
  8. Muss ich Whatsapp oder Facebook von meinen Smartphone löschen, wenn dort auch Daten liegen?
  9. Kann und sollte ich die gängigen Generatoren für Impressum und Co. bedenkenlos nutzen?
  10. Wie wahrscheinlich ist es, dass man überhaupt abgemahnt wird?
  11. Muss ich in meinen Shownotes für den Podcast auf irgendetwas achten? Oder: Was muss auf den Geräten der Hörer angezeigt werden?

Shownotes


Was du jetzt ganz dringend zu solltest

Diese ganze DSVGO-Sache solltest du nicht unterschätzen, denn die ersten Abmahnanwälte bringen sich schon in Position. Deswegen besuche unbedingt Sabrinas Gruppe, in der es wöchentlich Live-Sessions gibt, wo du deine Fragen stellen kannst! 

KOMMENTARE

23 Kommentare

  • Es gibt nicht wenige Rechtsanwälte und Datenschützer die gegenteilig behaupten das Recht auf vergessen, beinhalte in aktives Löschen von nicht mehr notwendigen Daten. Also nicht nur auf Verlangen.

    Was ich nicht verstehe, wo bitte trifft denn der DSGVO Aspekt auf Podcast zu? Bei Podcast erhalte ich von den Anbietern ja keinerlei personenbezogene Daten. In sofern sind all diese Anbieter autonom für sich und nicht für mich unterwegs. Ich gebe denen auch keine personenbezogene Besucherdaten weil die selbst direkt zu iTunes, Feedburner etc. pp gehen. Die Tracking-Daten gehen nicht an mich sondern bleiben beim Anbieter! Ich erhalte nur globale Statistiken keine personenbezogene. Ist ja bei YouTube genauso! Da muss ich ja auch niemanden DSGVOiesieren bevor er meinen Kanal abonniert!

    Whatsapp nicht geschäftlich nutzen ist ja wohl Unfug. Wenn ich Whatsapp privat nutze, werden ALLE Einträge in den Kontakten zu Whatsapp hochgeladen. Dem muss ich zustimmen um Whatsapp überhaupt nutzen zu können. Auch als Angestellter der lauter Kundenkontakte auf seinem Smartphone hat

    Bei den Marken wünsche ich mir fette Influencer, die dann ein Produkt vorstellen mit denn Worten „ich würde euch das ja gerne empfehlen, aber ich darf den Markennamen nicht nennen“ ;)
  • Hey Gerald,

    >>Was ich nicht verstehe, wo bitte trifft denn der DSGVO Aspekt auf Podcast zu? Bei Podcast erhalte ich von den Anbietern ja keinerlei personenbezogene Daten.<<

    Der Hoster liest IP-Adressen aus. Die sind natürlich anonymisiert. DAS allerdings muss ich auf Verlangen auch nachweisen können, indem mir der Hoster einen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag überlässt. ;)
  • Zitat von Gerald:
    >> Was ich nicht verstehe, wo bitte trifft denn der DSGVO Aspekt auf Podcast zu? Bei Podcast erhalte ich von den Anbietern ja keinerlei personenbezogene Daten. In sofern sind all diese Anbieter autonom für sich und nicht für mich unterwegs. Ich gebe denen auch keine personenbezogene Besucherdaten weil die selbst direkt zu iTunes, Feedburner etc. pp gehen. Die Tracking-Daten gehen nicht an mich sondern bleiben beim Anbieter! Ich erhalte nur globale Statistiken keine personenbezogene. Ist ja bei YouTube genauso! Da muss ich ja auch niemanden DSGVOiesieren bevor er meinen Kanal abonniert!
  • Hallo Gerald, Du hast es genau auf den Punkt gebracht. Als Podcaster erhältst Du von den diversen Anbietern keine personenbezogene Daten, und Du gibst auch selber keine personenbezogenen Daten weiter. Es ist zwar richtig, dass der Hoster IP-Adressen ausliest, aber Du musst nicht nachweisen, dass der Host im Sinne der DSGVO die Adressen anonymisiert. Das ist die Verantwortung des Host und nicht Deine Baustelle. Du musst lediglich den Host in der Datenschutzerklärung nennen und auf dessen Datenschutzerklärung verlinken. Und wenn ein User ein Problem mit der Datenschutzerklärung Deines Hosts hat, wird er Deinen Podcast nicht hören. Punkt. Im übrigen wird um die DSGVO viel zu viel Panik gemacht. Es wird bei weitem nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird. In Österreich wird man sogar bei den meisten Vergehen gegen die DSGVO straffrei bleiben.
  • Hey Björn,

    das ist etwas komplexer bei Hostern, als dir vielleicht bewusst ist. Die Daten werden auch an Drittanbieter gegeben, beispielsweise an Services für statistische Erhebungen oder Darstellungen. Aber es geht auch darum, wie es sich mit Share-Buttons verhält und so weiter und so fort. Das Ziel für Hoster ist es also eine Dokumentation zu schaffen, die die vergleichsweise strengen Vorlagen erfüllt. Bei Podigee kann ich jetzt durch einen AV-Vertrag dokumentieren, dass alle IP-Adressen auch verschlüsselt zu den Drittanbietern gelangen. Das kann Libsyn aktuell noch nicht.
    Ich verstehe deinen Einwand, dass man nicht alles totDSGVOisieren muss. Die Dokumentation ist aber leider Pflicht.
  • Hey Gordon, klar, die Dokumentation ist Pflicht. Aber das ist nicht Deine Baustelle, sondern die von Libsyn. Die müssen belegen, was sie mit den Daten machen. Anders wäre es, wenn Du personenbezogene Daten direkt an Libsyn weitergeben würdest, dann wärst Du in der Pflicht. Aber das ist ja hier nicht der Fall. Du gibst ja keine Daten weiter.
  • Hey Björn,

    wenn ich den Leuten aber sage, dass sie dort meinen Podcast abonnieren sollen, kommen die erstmal zu mir. Insofern ist das mindestens Grauzone. Da die Jungs von Podigee auch Sabrina konsultierten, wird da schon was dran sein.
  • Hallo, vielleicht geht es ja nir mir so, aber ein Podcast zum Thema DSVGO auf Facebook mit der Aufforderung im Teaser Text den entsprechenden Facebook Gruppen beizutreten grenzt schon an Realsatire. Oder? Sagt euch Cambridge Analytica was?
  • Hey FC,

    wir glauben an den mündigen Bürger, der in der Lage ist zu reflektieren, welche Daten er bei Facebook angibt oder nicht. Insofern können wir es mit unserem Gewissen durchaus vereinbaren.
  • Hallo Gordon,

    vielen Dank für diesen super Podcast. Ich bin eben dabei eine Seminararbeit über das Thema DSGVO zuschreiben. Der Podcast hat mir einen super Überblick gegeben!

    Wo kann ich den den Link zur Checkliste von Sabrina finden?

    Vielen Dank!

    LG
  • Sowas hab ich auch noch nicht gesehen: ausgefilterte Links???
    Ok, der Link dann nochmal in meinem Website-Feld hier in diesem Kommentar. Das Thema ist zwar unerfreulich, aber nicht spammy
    :-\
  • Hey Frank,

    ich weiß nicht, was du meinst? Ich hab nix gelöscht oder gefiltert.
  • Hallo Gordon und Sabrina,

    netter Talk, grausiges Thema. Nasch meiner Erfahrung kommst Du in der Auseinandersetzung damit immer tiefer in die Technikdetails und irgendwann ist dir dann klar: wenn ein Prüfer will, dann findet der auch irgendetwas.

    Beispiel: Gravatar. Auch hier bei deinen Kommentaren. Ich hatte mich mit dem Thema schon 2013 auseinandergesetzt und das sollte unbedingt JEDER wissen: die Dinger funktionieren, da aufgerufen OHNE Einwilligung, wie der leidige Facebook-Like-Button. Aber es kommt schlimmer, denn JEDER der kommentiert, EGAL, ob er bei Gravatar registriert ist oder nicht, wird über seine E-Mail-Adresse verfolgbar. Näheres in meinem alten Gravatar-Artikel, der jetzt für viele unliebsam aktuell wird.

    Danke für den unterhaltsamen Podcast.
  • Hey Frank,

    es ist definitiv so: Wenn dir einer ans Bein pinkeln will, dann schafft er oder sie es auch. Dennoch ist das kein Freibrief für lustiges Nichtstun. ;)
  • Zwei bescheidene Fragen: wie heißt die DSGVO auf Englisch? Und muss man bei einer Seite mit zweisprachigem Content (Deutsch/Englisch) auch eine zweisprachige Datenschutzerklärung online stellen?
  • Auf Frage 2 weiß ich keine Antwort, aber die DSGVO heißt auf Englisch GDPR (General Data Protection Regulation).
  • Hallo Gordon,
    das ist wirklich mal sehr erfrischend gewesen. Beide nicht nur sehr sympathisch sondern auch kompetent. Vielen Dank für die Informationen.
    Eine Anmerkung: Ich habe das gerade auf deiner Website angesehen... und bin ständig an der Zeile darunter hängen geblieben. Solltest du korrigieren...
    Lieben Dank
    Thomas Hofmann
  • Hey Thomas,

    vielen Dank für das Lob. Das haben wir gerne gemacht. Was meinst du denn mit "ständig an der Zeile darunter hängen geblieben"? Beste Grüße, Gordon
  • Hallo Gordon,

    lach...das war ein unterhaltsamer und informativer Podcast zu einem sehr wichtigen Thema. Großes danke an Dich und Sabrina.

    Liebe Grüße
    Frank
  • Hey Frank,

    wir haben zu danken, dass du dir eine Stunde Zeit für uns genommen hast. ;) Beste Grüße, Gordon

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