Jingle, Intro und Outro – So findest du die passende Musik für deinen Podcast

Jingle, Intro und Outro – So findest du die passende Musik für deinen Podcast

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86: Hast du gewusst, dass du mit der richtigen Musik deine Message oder dein Branding unterstreichen kannst? Die Kehrseite: Die falsche Musik ist eher kontraproduktiv.

Deswegen kommt in meinen Gruppen auch oft die Frage auf: Was ist die richtige Musik?

Die Antwort auf diese Frage ist natürlich nicht einfach und schon gar nicht verallgemeinernd zu beantworten, aber in dieser Episode möchte ich dir ein paar Hinweise und Tipps zur Auswahl geben.

Wenn du lieber lesen möchtest, dann kannst du weiter unten das Transkript zur Episode finden. Gib mir in den Kommentaren gerne bescheid, ob du das in Zukunft auch so haben möchtest.

Shownotes

Transkript der Episode

So. Willkommen zurück zu einer neuen Episode von Podcast Helden On Air. Mein Name ist Gordon Schönwälder und super, dass du am Start bist.

Wir hatten in der Facebook Gruppe letztens das Thema Musik. Und das taucht irgendwie immer häufiger auf das Thema Musik. Und dann habe ich mir gedacht: Machst du doch dazu mal eine Episode, um so die wichtigsten Dinge einfach mal abzufrühstücken.

Musik hat nämlich im Podcast eine ganz, ganz wichtige Funktion, wie ich finde. Da komme ich gleich zu. Und zwar Sachen, die man nicht unterschätzen sollte. Bevor wir das aber klären, möchte ich gerne die Terminologie mit dir mal checken, damit wir die gleiche Sprache sprechen.

Jingle, Intro und Co. – eine Definition

Wenn ich von einem Jingle spreche, dann meine ich ein Musikstück. Per Definition, wenn man mal nach Wikipedia geht, steht dann da drin, dass das mit Stimme oder ohne Stimme sein kann. In meiner eigenen Definition ist das eher so ein rein musikalisches Ding. Also einfach nur das Musikstück.

Dann gibt es Intro und Outro. Und das ist eine Kombination aus Jingle, also der Musik mit Sprache, mit einer Message. Also das Intro, wo man dann den Namen des Podcast und des Podcasters erwähnt und sowas, das Benefit oder der Benefit für den Zuhörer ist und im Outro das da noch so ein Call to Action ist, also eine Handlungsaufforderung.

Dann gibt’s noch so Sachen wie Interlude, also so Sachen, so Musikstücke, die zwischengeschoben sind zwischen zwei Fragmente oder Elemente eines Podcast und es gibt dann noch Special Effects. So keine Ahnung, irgendwelche Einspieler von Natur oder sonst irgendwas, was man drunter legen kann.

In der Regel, wenn ich von Jingles spreche, ist es halt die Musik und Intro, Outro dann, die Musik plus Sprache. Muss man überhaupt Musik oder ein Intro haben beim Podcast? Hat sich so etabliert, machen irgendwie viele.

Ist das ein Muss? In meiner Welt nicht.

Nein. Jetzt bin ich Musiker und liebe Musik, deswegen hat Musik im Podcast für mich auch einen wichtigen Platz, aber, wenn du jetzt denkst, dein Podcast oder mein Podcast wäre schon viel länger draußen, wenn ich mir nicht Gedanken um Musik machen müsste, dann lasse die Musik einfach weg. Punkt. Das ist so meine Meinung. Also bevor es jetzt an der Musik scheitert, dann lieber erstmal ohne Musik.

Braucht ein Podcast überhaupt Musik?

Aber warum überhaupt Mucke (lacht)? Zum einen hat Musik einen gewissen Wiedererkennungswert und ich spreche jetzt diesen Podcast zwar sehr allgemein, also du kannst jetzt auch als Nicht-Business-Podcaster da eine Menge von mitnehmen, aber ich bin ja aus der Business-Podcast-Ecke, deswegen hat das alles so eine gewisse Färbung.

Was ich bei Musik, die gut gewählt ist, klasse finde, ist der Wiedererkennungswert.

So du kannst Melodien in dem Podcast, in dem Jingle haben, wo man mitsingen oder mitsummen kann oder muss sogar. Das Ding kann ein Beat oder einen Riff haben, bei dem der Kopf nicht stillhält so. Das ist Musik, die nicht von der Stange ist. Und sobald du das hast, Musik, die jetzt nicht kostenfrei irgendwie für jeden verfügbar ist, dann kannst du mit verschiedenen Genres und mit verschiedenen Wiedererkennungswerten spielen.

Mein Plädoyer: Bitte gib Geld aus. Gib Geld aus für Musik, die du gut findest.

Musik schafft die Stimmung, die du erreichen willst

Ja, die Lizenzen kosten irgendwie zwischen 30 und 60 Euro für einen Podcast, also jetzt nicht für eine Episode, sondern für den gesamten Podcast.

Das ist vielleicht für am Anfang eine Menge Geld, die man investiert in etwas vergleichsweise Harmloses wie Musik, aber Musik hat einen Zweck, Musik macht Stimmung. Und du kennst das aus Filmen. Bestenfalls bekommst du die Musik nicht mit, aber du erlebst die Stimmung. Und die Musik schafft so eine emotionale Grundlage für das, was passiert.

Das ist bei Filmen immer so, so ein keine Ahnung, bei Star Wars, wenn es so Raumschlachten gibt, ist es andere Musik als jetzt in Sequenzen, wo Dialoge im Vordergrund stehen oder vielleicht das Problem des Protagonisten. Herr Der Ringe zum Beispiel, da gibt’s dieses Thema vom Hobbit, ist eine leichte Musik mit vielen Spielereien und sehr in Dur gehalten und dann so Momente, wo es, weiß ich nicht, wenn Darth Vader auftaucht, alles so in schweren getragenen Streichern, das schafft die Emotion.

Und auch ein Podcast-Intro mit einer Musik schafft Emotion. Und da ist zum einen natürlich deine Persönlichkeit gefragt.

Wenn du jetzt Solopreneur bist und willst jetzt als Solopreneur einen Podcast machen: Bist du eher so der lockere Typ, dann nimm auch entsprechende Musik. Bist du eher etwas nüchtern, professionell, dann nimm die Musik, die das unterstreicht.

Nimm Musik, deren Wirkung beabsichtigt ist. Das ist super, super, super wichtig. Die Musik muss also zu dir passen. Die Musik muss aber auch die Stimmung transportieren, die sie wecken soll. Wenn du also jetzt sagst: Hey, ich bin jetzt der totale Jazz-Fan oder ich mag total gerne Hip-Hop, ich muss also für meinen Podcast Hip-Hop haben, dann kann es sein, dass Jazz oder Hip-Hop oder in meinem Fall Rock oder Metal überhaupt gar nicht passt.

Denn wichtig ist die Stimmung, die Emotion, die der Hörer haben soll, die du intendierst. Und für diese Stimmung musst du die passende Musik finden.

Wie kommst du an die passende Musik für deinen Podcast?

Jetzt fragst du dich vielleicht: Okay, ist ja schön und gut, Gordon, aber woher nehme ich die jetzt? Es gibt da so ein paar Anlaufstellen, die ich dir empfehle, weil ich sie selber getestet habe oder bei Klienten gesehen habe.

Bitte nimm auf jeden Fall nicht Musik, die kostenfrei ist. Weil die klingt meistens auch so, dass du weißt, okay, die ist kostenfrei. Und die ist hinderlich, die macht eher schlechte Stimmung oder passt einfach nicht. Wenn sie passt, ist cool. Aber ich glaube eher, ich würde eher komplett auf die Musik verzichten als irgendwo einen Kompromiss, einen faulen Kompromiss zu schließen.

Es gibt nämlich Plattformen, wo du Musik kaufen kannst, die genau zu dir passt. Zum Beispiel mein Lieblings-, meine Lieblingsplattform premiumbeat.com.

Bei PremiumBeat kannst du nach Genre sortieren, dass du von Jazz, Swing, Rock, Hip-Hop, Country, alles irgendwie ist drin.

Aber und das ist das Coole, du kannst auch nach Stimmungen suchen. Wenn du jetzt etwas Hymnenhaftes haben willst, dann findest du Musik, die hymnenhaft ist und das kann zwar irgendwie orchestral sein, muss es aber nicht.

Es kann auch Swing oder Jazz oder Rock sein oder Hip-Hop, was irgendwie aufputschend ist oder emotional oder traurig oder fröhlich. Diese ganzen Adjektive findest du bei PremiumBeat und das finde ich total genial. Es gibt noch einen anderen Anbieter AudioJungle, all das findest du in den Shownotes zu dieser Episode.

AudioJungle ist auch eine Plattform mit verschiedenen Musikstücken. Da kann man aber, wie ich glaube mich erinnern zu können, nur nach Genres suchen und nicht nach Stimmungen.

Und deswegen mag ich PremiumBeat so gerne.

Achte unbedingt auf die Lizenzen bei der Auwahl

Du kaufst diese Musik per Lizenz. Wie das jetzt aussieht mit den einzelnen Lizenzen, da bitte ich dich in den entsprechenden Plattformen zu suchen.

Für den Fall, dass du das in 2 Jahren hörst und die Lizenzen haben sich geändert und ich gebe dir Empfehlung, machst du dich unter Umständen strafbar und ich mich dann direkt mit und damit wir beide Freunde bleiben, möchte ich dich jetzt, möchte ich jetzt hier gar nicht über Lizenzen sprechen, sondern ich verweise dich an die AGBs und die Lizenzen der jeweiligen Plattformen.

Was du auch machen kannst? Du kannst es einfach komponieren lassen die Musik.

Und das habe ich zum Beispiel für diesen Podcast gemacht. Und das habe ich bei Fiverr machen lassen. Der Musiker, der den Jingle gemacht hat, also die Musik plus Gesang für diesen Podcast, habe ich bei Fiverr gefunden.

Was ich mit meinem Intro erreichen wollte

Und ich habe mir bei der Musik etwas gedacht. Das ist nicht irgendwie etwas, was so irgendwie so eine 08/15 war, sondern das habe ich mit Kalkül gemacht.

Ich fand, dass der Bursche eine sehr leichte, emotional leichte Stimme hat, die man gut weghören kann, die sehr angenehm ist, die nicht zu hoch ist, nicht zu tief ist.

Die Musik ist sehr, sehr einfach. Das ist nur Gitarre und Gesang. Und das ist genau das, was ich transportieren möchte.

Podcasting soll einfach sein, es muss nicht voller Schnörkel sein oder hochkomplex, nein, es soll einfach sein. Einfach runtergebrochen und das transportiert diese Musik. Leichtigkeit, ein ganz stumpfer, einfacher Viervierteltakt, eine Akustikgitarre, Gesang und wenig Effekte.

Das reicht vollkommen aus.

Es ist gleichzeitig irgendwo, wenn man das ein paar Mal hört, ein echter Ohrwurm. Aber ich wollte, dass die Musik die Message dieses Podcast unterstreicht und meine Philosophie unterstreicht nämlich, dass Podcasting leicht sein soll. Und das finde ich, schafft diese Musik.

Das ist immer auch so ein bisschen im Auge oder im Ohr des Betrachters oder Zuhörers, aber das ist das, was ich intendiert habe.

Musik und das Branding deines Unternehmens

Und da kommen wir auch zum nächsten Punkt, warum Musik so spannend ist für einen Podcast, das ist nämlich Branding. So, welche Werte hat dein Unternehmen? Welche Werte hast du? Und was sind Emotionen, die die Kunden haben sollen, wenn sie an dich, an dein Unternehmen denken.

So und wenn du ein gescheites Branding gemacht hast, dann weißt du, welche Emotionen die Leute mit dir verbinden wollen oder sollen. Und dann musst du entsprechende Musik finden.

Brauchst du einen Sprecher oder eine Sprecherin für dein Intro?

Abschließend noch, um das Ganze mit dem Jingle rund zu machen, brauchst du jetzt einen Sprecher oder nicht? Oder machst du es selber halt? Die Frage wird mir auch oft gestellt, wenn ich so mit Menschen zusammenarbeite, die den Podcast an den Start bringen wollen.

Und ich habe da keine rechte Meinung zu, muss ich gestehen.

Manche argumentieren: „Ja. Es ist irgendwie cooler von jemand anderem präsentiert und vorgestellt wirst.“

Ja. Macht Sinn.

Vielleicht sogar auch einen richtig professionellen Sprecher zu haben, der das richtig geil kann irgendwie, vielleicht auch mit so ein bisschen Effekten unterlegt oder so richtig dramatisch macht, so als, wenn jemand einen Boxer im Ring ankündigt.

Wenn es zum Branding passt und zur gewollten Message, dann macht das Sinn. So. Wenn es aber ein sehr persönliches Thema ist, wo der Mensch an sich im Mittelpunkt steht, kann es nicht verkehrt sein, das Ganze selber zu sprechen.

Also es muss auf jeden Fall, es gibt auch keinen Grund, der dagegen spräche. Das musst du mit dir selber ausmachen, fürchte ich. Da habe ich jetzt keinen rechten Tipp zu. Vielleicht hörst du dich einfach mal um oder beobachtest mal das, was du bei anderen hörst. Ich glaube nicht, dass es eine Regel geben sollte, dass ein professioneller Sprecher das Intro sprechen muss.

Ich denke, dass das einfach auch eine Geschmackssache ist, so ein Stück weit.

Und manche argumentieren auch weiter, dass es sehr professionell klingt, wenn es irgendwo jemand anderes gemacht hat, auch mit der Musik, dass es so richtig passt. Kann sein, muss aber auch nicht. Im Zweifel probiere es doch einfach mal aus.

Probiere es einfach selber aus, wie du klingst, wenn du das Intro mit dir selber machst.

In der Regel finden Podcaster ihre eigene Stimme am Anfang nicht so dolle, deswegen ist der Gang zum Sprecher ein kurzer.

Aber es kann auch fürs Personal Branding spannend sein, wenn es eher eine intime Sache ist, wenn es sehr auf den Podcaster bezogen ist und du so ein Gemeinschaftsgefühl haben möchtest, dass du das Intro selber sprichst. Und dann die Musik drüber- oder drunter legst halt.

Also es sollte keine Regel geben für einen Sprecher, wie ich finde. Okay.

Das war mein kurzer Abriss zum Thema Musik und Intro und Jingle im Podcast. Du findest du ganzen Links, die ich genannt habe, also AudioJungle, PremiumBeat und so weiter und so fort, in den Shownotes zu dieser Episode und da klickst du einfach, im Browser gibst du einfach podcast-helden.de/episode86 ein, also Episode als Wort und dann die Ziffern 8 und 6. Oder, wenn du das Ganze jetzt gerade eh auf dem Smartphone hörst, kannst du in den gängigsten Playern auch die Shownotes direkt sehen und den Link dazu und findest auch die ganzen Links zu den Plattformen, die ich genannt habe, dann direkt auf deinem Smartphone.

Nimm es mal zur Hand und schaue mal nach. In der Regel ist es dann auch direkt verfügbar. Gut. Das soll’s gewesen sein. Ich wünsche dir eine musikalische Reise, die dich zu der Musik bringt, die dir am meisten Spaß macht und jetzt in bester Manier zu dieser Episode dann der Jingle zum Outro. Bis dann und zum nächsten mal! Ciao!

KOMMENTARE

12 Kommentare

  • Lieber Gordon,

    ich war jetzt grad wieder länger im Auto unterwegs und hab da ein paar wirklich gute Podcasts gelauscht und mich wieder darüber geärgert, dass es keine Transkripte von der Show gab. Heißt, ich muss mir Zuhause nochmals die Zeit nehmen und die Sendung nochmals anhören, wenn ich die Infos will. Das passiert aber dann meistens nicht, weil wieder so viel anderes auf dem Schirm bzw. zu tun ist.

    Darum kann ich nur sagen: Dein neuer Service ist einfach genial, perfekt und ich liebe es ;-).

    Also bitte weiter so!

    Herzliche Grüße

    Martina
  • Hallo Martina,

    vielen Dank für diese Rückmeldung. Als Service für die, die das Ganze schon gehört haben, hatte ich das gar nicht auf dem Schirm. Großartiger Gedanke. Das bleibt also jetzt! ;)

    Grüße, Gordon
  • Hallo Gordon,

    das war ein super Podcast heute zu Jingles. Ein Leben ohne Musik ist möglich, aber sinnlos. Denn:
    Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist. In diesem Sinne, war das großartiger Input. Ich möchte alle, die jetzt auf den Geschmack gekommen sind, auf die Seite von http://heppinez-music.de/ hinweisen, wo ihr euch einen ganz individuellen Jingle im Stil eurer Lieblingsmusik zu super Konditionen komponieren lassen könnt.

    Viele Grüße aus der Metropole der Startups & Seniorpreneure,
    Kerstin
  • Hallo Kerstin,

    vielen Dank für dein Feedback. Gut, dass du noch weitere Empfehlungen hast, um einen Jingle zu bekommen. ;)

    Hast du dort schon was gekauft?

    Grüße,
    Gordon
  • Hallo Gordon,

    danke für den informativen Artikel! Ich beschäftige mich selbst gerade damit, wie ich das Audio-Format für meinen Blog künftig gut einsetzen kann und profitieren da sehr von Deinen Beiträgen.

    Die Alternative als Text kommt mir sehr entgegen, in manchen Situationen ist Lesen leichter als Hören. Ich freue mich, wenn Du das beibehältst.

    Liebe Grüße
    Marion Wandke
  • Hallo Marion,

    vielen Dank für dein Feedback. Yeah, dann lasse ich das so mit den Transkripten. Ist ja auch ne feine Sache für SEO und Google. ;)

    Beste Grüße, Gordon

Was denkst du?

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