Aufnahmesituationen verursachen bei dir Stress? Das kannst du dagegen tun!

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94: Du sitzt vor dem Bildschirm, bist motiviert und weißt, was du sagen willst, dann drückst du den Aufnahmeknopf und die Anzeige rattert los. 

In diesem Moment geht es um ALLES und das macht STRESS!!! Zumindest, wenn man in die Köpfe vieler Podcaster blickt. 

In Wirklichkeit ist es hausgemachter Stress, den man sich in der Form nicht machen muss. Keine Frage, dieser Moment hat schon das Potential, dass man nervös wird oder auch mal in Stress kommt, aber es gibt ein paar einfache Möglichkeiten, um die Situation entspannter werden zu lassen. 

Einige davon gibt es in dieser Episode. 

Shownotes


Transkript der Episode

Einen wunderschönen guten Morgen. Mein Name ist Gordon Schönwälder und herzliche willkommen bei Podcast-Helden ON AIR zu einer ersten Episode von einem Format im Format, nämlich „Frag Gordon“. 

Es ist so ein Stück weit ein Traum von mir einen täglichen Podcast zu haben, wo ich ganz kurze Episoden, ganz knackige Episoden aufnehmen und konkrete Tipps gebe zu konkreten Fragen. 

Ach, ich weiß nicht, ob es täglich wird, aber ich werde dieses Format jetzt hier mal einfügen in Podcast-Helden ON AIR, weil ich glaube, dass die Fragen, die von echten Menschen kommen, nochmal ein bisschen spannender sind als die Sachen, die ich mir ausdenke, die ich natürlich auch recherchiert habe, wo ich natürlich auch weiß und nachprüfen kann, dass diese Frage hin und wieder auch schon mal gestellt worden ist. 

So arbeite ich ja meine Themen aus und plane meine Redaktionspläne nicht aufgrund der Sachen, die ich für richtig halte, sondern hauptsächlich inspiriert durch konkrete Fragen. Aber ich möchte das Ganze noch ein bisschen intensivieren und auch nochmal ein bisschen knackiger halten.

Die Claudia Potschigmann hat eine Frage gestellt in meinem Kurs und das ist eine ziemlich spannende Frage. Claudia ist auf dem Weg einen Podcast zu machen und du findest sie unter claudia-potschigmann.de, bei ihr geht’s um Auftritts-Coaching, Auftritts-Stress und Präsentation und so, also ich verlinke es in den Shownotes. 

Die Frage ist sehr spannend gewesen, weil die Ursprungsfrage hat nämlich wenig mit dem Thema zu tun, was ich hier besprechen möchte, nämlich die Frage ist: Mich stresst die Aufnahme-Anzeige. Was kann ich tun? 

Claudia fragte mich: Mein Gott, wie ist denn das so mit den Mindmaps, die du so machst? Welches Tool nutzt du? Und so weiter und hat mich dann gefragt: Machst du das denn auch mit Mindmaps? Die Antwort ist ja, ich arbeite ja viel mit Mindmaps, wenn ich aufnehme oder wenn ich größere Podcast-Projekte aufnehme.

Dann kam nämlich die Frage, die ich noch spannender fand, nämlich: Mich stresst es, wenn das Programm losrödelt, also in diesem Fall glaube ich Audacity. 

Stress durch das rote Aufnahmelicht?!

Man drückt auf den roten Knopf und zack, geht’s los. Dann geht die Anzeige los, die rast los und dann entsteht Stress. Die Anzeige rast und man sieht tatsächlich eine gewisse Geschwindigkeit, man sieht Zahlen, also Sekunden vorbeirasen und es entsteht tatsächlich eine visuell messbare Geschwindigkeit. 

Diese Geschwindigkeit, diese Hektik der Aufnahme und das Gefühl, boah, jetzt sind wir schon 10 Sekunden dran und es ist immer noch nichts passiert, das stresst natürlich. Diese Geschwindigkeit überträgt sich automatisch auf den Podcast oder die Podcasterin und Stress blockiert und dann wird die Aufnahme Kacke. Gerade der erste Take geht dann irgendwie in die Hose und dann macht das schon keinen Spaß mehr. 

Ich glaube, dass das auch vielen so geht, das geht mir nämlich heute auch noch so, dass wenn die Anzeige losrödelt, ich mich manchmal auch nach knapp 350 Episoden gefühlt immer noch ablenken lasse, also das Gefühl des Ablenkens, ich glaube, ich komme tatsächlich langsam auf 300 Episoden, aber das ist eine andere Geschichte.

Ich habe dir ein paar Tipps mitgebracht, wie du diesen Stress reduzieren kannst und ich bedanke mich nochmal bei der Claudia dafür, dass Sie mir das Material quasi gegeben hat, also den Grund gegeben hat für diese Episode.

1. Verkleinere die Anzeige

Der 1. Tipp, den ich dir geben möchte, wenn du dich auch von dieser rasenden Aufnahmegeschwindigkeit anstecken lässt: Mache die Anzeige kleiner. Das ist ein ganz banaler Trick. 

Jede Aufnahme-Software, die ich kenne, kann die Anzeige, die Darstellungsform verändern, so, dass ich halt auf einem Bildschirm nicht nur 10 Sekunden sehe, die dann halt so rasen, sondern dass ich die Anzeige so vergrößern kann, dass ich sogar bis zu, keine Ahnung, 5 Minuten, 10 Minuten, 20 Minuten sehen kann. 

Dadurch verringert sich diese gefühlte Geschwindigkeit, also die Geschwindigkeit der Aufnahme verändert sich jetzt natürlich nicht, weil die natürlich auch an die Zeit und Echtzeit gekoppelt ist, aber die Darstellung sieht so aus, dass die Geschwindigkeit nicht mehr so hoch ist. Das sorgt dafür, dass man manchmal echt gucken muss: So, nehme ich hier überhaupt auf? Also zu groß sollte das auch nicht sein. 

Ich stelle die Anzeige meistens so ein, dass ich so zwei, drei Minuten auf der Anzeige sehen kann in meiner Aufnahme-Software, in diesem Fall GarageBand und dadurch sehe ich eine Bewegung im Zeitstrahl in der Aufnahme, aber das ist halt eben nicht so schnell als wenn ich nur 10 Sekunden auf der Anzeige sehen kann oder 20 Sekunden, auch das rast ja schon sehr schnell. Deswegen 1. Tipp, sehr banal, mache die Anzeige so, dass die Geschwindigkeit der Aufnahme, die Darstellung der reinen Aufnahme, nicht so schnell ist.

2. Starte die Aufnahme und minimiere das Programm

Tipp Nummer 2, auch eigentlich sehr banal: Drück den Knop zur Aufnahme und dann minimiere das Programm. Also Audacity und GarageBand, ich habe es gerade nochmal getestet, nehmen weiter auf, wenn man das Programm minimiert. Nicht schließt, sondern minimiert. 

Also, dass es einfach nicht mehr zu sehen ist, dass es im Hintergrund weiterrödelt. Das ist ein ziemlich einfacher Trick. Dann sieht man natürlich nicht, dass man aufnimmt und wie man aufnimmt, aber wenn Stress dadurch aufkommt, dass da so ein rotes Licht leuchtet und die Anzeige rot ist, weil man halt aufnimmt, dann kann man das einfach schließen. Und dann ist es auch vollkommen in Ordnung, wenn du erstmal ein bisschen Zeit verstreichen lässt, durchatmest. Ich weiß nämlich, dass dieses Gefühl von „jetzt ist eine Aufnahme“ Stress auslösen kann. 

Ich kenne das noch aus Musikerzeiten, so die ersten Aufnahmen. Gerade, wenn man für ein Studio Geld zahlt und dann auch noch so einen gewissen finanziellen Druck spürt, dann ist so eine Aufnahmesituation sehr, sehr stressig. Und deswegen schließt das ganze Ding, schließt die Aufnahme beziehungsweise nein, nicht schließe, minimiere die Aufnahme, sodass man sie nicht sehen kann, das Tool, und atme da einfach ein paar Mal durch und wenn du das Gefühl hast, du kannst den ersten Satz sprechen, dann mache es.

3. Leg dir die Mindmap über die Aufnahmesoftware

Tipp Nummer 3 ist ziemlich ähnlich: Wenn du dich stressen lässt, dann kannst du einfach ein anderes Fenster darüberlegen. So mache ich es beispielsweise. 

Die Aufnahme-Software läuft und ich arbeite ja viel mit Mindmaps, mittlerweile auch so wie jetzt gerade, dazu komme ich gleich, nehme ich auch ohne Rechner auf, einfach vollkommen mobil. Aber wenn ich etwas größere Projekte, beispielsweise bei Kunden mache oder mit denen arbeite, dann gebe ich denen meistens den Tipp, dass sie mit einer Mindmap arbeiten sollen, dass sie sich an etwas herunterhangeln können, Stichworte haben, einen roten Faden haben und diese Mindmap, kann man, wenn man das in einer Browser-Version hat oder als separate App oder als separates Programm, auch einfach über die Aufnahme-Software drüberlegen, sodass man sie nicht sieht. 

Man sieht vielleicht, dass sich irgendwas tut im Hintergrund, dass man da schon auch sieht, dass sich da so Zahlen bewegen, aber dass der Großteil einfach verdeckt ist durch die Mindmap oder durch ein anderes Programm, das einem hilft den roten Faden nicht zu verlieren, sei es jetzt irgendwo eine Google Docs Sache oder irgendwas mit weiß nicht irgendein Textverarbeitungs-Tool oder halt ein Mindmap-Tool. Das kann diesen Stress auch minimieren, weil man einfach diese Aufnahme, die ganzen Buttons und diesen roten sich bewegenden Aufnahmespurstrang einfach nicht sieht.

4. Dreh dich weg vom Aufnahmetool

Der letzte Tipp: Aufnehmen und einfach woanders reinsprechen. Das ist etwas aus der Not geboren. Das habe ich mal bei einem Klienten gesehen. 

Der hatte einen L-förmigen Schreibtisch. In der Front stand dann ein, ich glaube das war ein iMac, also so ein Rechner, der nur aus einem Bildschirm besteht und recht groß ist und das Mikrofon stand quasi im rechten, im 90-Grad-Winkel zu dem Rechner, sodass er sich zum Aufnehmen mit seinem Stuhl drehen musst und dann in der Front quasi nur das Mikrofon hatte. Dahinter so ein Mic-Screen, so einen Halbkreis, der eben mit Schaumstoff bedeckt ist, der den Hall reduziert und dann darüber eingesprochen hat, also die Aufnahme-Software gar nicht gesehen hat, sondern einfach woanders reingesprochen hat. 

Er sagte, er kommt damit klar, er hat einen roten Faden, hatte dann irgendwie manchmal einfach so einen iPad danebenliegen, wo dann die, keine Ahnung, die Stichworte drauf waren und hat dann einfach woanders reingesprochen. Man sah dort einfach nichts, was sich aufnahmetechnisch bewegte. Also von daher kann das ja, wenn du die Möglichkeit hast, auch eine Möglichkeit sein ganz einfach dieses Programm nicht mehr wahrzunehmen, einfach weil du rein räumlich woanders reinsprichst. Kann sinnvoll sein.

Lass die Software schon etwas laufen, bevor du anfängst zu sprechen

Ich würde dir generell den Tipp geben: Wenn dich sowas stresst, diese Aufnahme, dass du nicht mit der 1. Sekunde schon loslegen musst. Manche stolpern so in eine Episode rein, weil auf einmal läuft die Aufnahme und dann sind halt schon 2, 3, 4, 5 Sekunden ins Land, ja wie sagt man, verstrichen worden und kommen dann einfach in den Stress, nachliefern zu müssen und einfach jetzt den ersten Satz bringen zu müssen. Das macht Stress. 

Deswegen scheiß drauf, einfach aufnehmen, also den Aufnahme-Button drücken und das Ding minimieren oder verdecken oder keine Ahnung was und erstmal durchatmen. Scheißegal, ob die ersten Minuten Leerlauf sind, das rauszuschneiden ist eine Sache von 2 Sekunden. 

Es ist eine Lernerfahrung und Routine

Es ist auch ein Stück weit Lernerfahrung, also irgendwann kommt auch mit ein bisschen Routine auch ein bisschen mehr Podcast-Selbstvertrauen da rein und dann passt das schon. Aber wenn du das Gefühl hast, boah, diese Aufnahme stresst mich, dann lasse sie erstmal laufen, sodass du dich dran gewöhnst und wieder runtergekommen bist, die Atmung sich normalisiert hat und dann wird es automatisch auch ein bisschen besser und von Aufnahme zu Aufnahme wird es ja sowieso ein bisschen besser. 

Wie ist mein Setting?

Ich mache das mittlerweile so, dass ich eigentlich nur noch mobil aufnehme. Also ich habe jetzt, auch wie jetzt hier, ich sitze im Wohnzimmer, habe vielleicht auch nicht die beste Aufnahmequalität im Moment, weil wir ja im Umbau sind hier und ich muss gucken, wo ich gerade quasi ein Büro aufschlagen kann. 

Ich habe das echt zu schätzen gelernt, dass ich mit so einem Zoom hier aufnehme und mein Ding mache und erst, wenn ich fertig bin mit der Aufnahme, das Zoom an meinen Rechner anschließe und dann die Audiospur in mein Aufnahme-Tool reinschmeiße, sodass ich gar keine Aufnahmeanzeige sehe außer hier auf dem Display. 

Aber sehe ich auch echt nur Sekunden, die sich bewegen und das macht jetzt auch nicht wirklich viel Stress ehrlichgesagt und könnte also für dich auch noch eine Möglichkeit sein. All das verlinke ich in den Shownotes, auch den Weg zu Claudia, die dankbarer Weise diese Frage gestellt hat und die ganzen Sachen, die ich hier erwähnt habe. 

Ich weiß gerade nicht, welche Episode es wird, also es ist wie immer podcast-helden.de/episode und dann die Ziffer der Episode. Da findest du dann alle Ressourcen, die ich genannt habe. 

Jetzt ist das Ding schon ziemlich lang geworden, dafür dass es eigentlich nur eine kurze knackige Ask Gordon Folge werden sollte, aber auch ich werde mich da in Zukunft ein bisschen bemühen knackiger zu werden. In diesem Sinne wünsche ich dir einen großartigen Tag, eine stressfreie Aufnahme und wir hören uns beim nächsten Mal. Bis dahin, dein Gordon Schönwälder. 

Ach ja, wenn du auch eine Frage hast, die ich hier mal im Podcast beantworten sollte, dann schicke sie mir einfach an kontakt@podcast-helden.de und dann beantworte ich sie und ich nenne auch wenn du möchtest, du kannst es natürlich auch gerne anonym machen, also mich bitten, dass ich das anonym beantworte, ansonsten kannst du auch gerne deine Domain reinschmeißen in die E-Mail und ich erwähne dich dann und verlinke dich dann natürlich auch in den Shownotes. Einfach schreiben an kontakt@podcast-helden.de.

 Aber jetzt bin ich wirklich raus. Bis dahin! Ciao!

KOMMENTARE

4 Kommentare

  • Gordon steht eben für mich für Podcast, coole Stimme, toller Stil, kannst du immer und jederzeit mega entspannt hören und steht auf meiner faveliste meiner absoluten Lieblingspodcasts :)

    PS: übrigens hoffe ich ja für dich, dass du auch meine show abonniert hast ;-)
  • Hey Poli,

    weil ich seit einiger Zeit wieder mehr Zeit in der Muckibude verbringe...ja! ;)
  • Der Gordon spricht mir aus der Seele :) Ich selbst skripte komplett und arbeite mit Garageband, ich brauch sogar die Anzeige. Setze aber einige deiner Tipps schon um, wie zum Beispiel anlaufen zu lassen und erst ab der 5. Sekunde zu sprechen beginnen. Ich möchte aber auch mit einer Mindmap an den Start gehen, was den Redefluss dann wohl geschmeidiger machen könnte, aber bei sehr komplexen Themen immer tricky. Das Zoom für mobil hatte mir mein Komponist mal ausgeborgt, aber mittlerweile arbeite ich mit einem Samson Meteor. Cooler Artikel.
  • Hey Poli,

    am Ende ist es immer eine Sache, die man für sich klar haben muss. Ob eine Mindmap jetzt eine Lösung ist, muss auch nicht stimmen. Aber irgendwann wirste deinen persönlichen Workflow gefunden haben. Das kommt eher früher, als später! Vielen Dank für das Lob! ;)

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