[Immer genug Themen – Lektion 2] Denke in Serien, nicht in Filmen

Hallo und herzlich willkommen zurück,

ich hoffe, du konntest einiges aus der ersten Lektion mitnehmen?! Wenn du die aus irgendeinem Grund noch nicht gesehen hast, dann findest du sie hier zum Auffrischen. 😉

Das, was ich dir heute mit auf den Weg geben möchte, war ein Augenöffner für mich, der meine gesamte Denke über Content und Planung veränderte. Inspiriert hat mich auch da mein Kumpel Vladi, als wir die ersten Episoden für unseren gemeinsamen Podcast affen on air konzipiert haben.

Echte Arbeit – jede Woche neuer Inhalt

Noch bevor ich kostenfreie Beratungen als Informationsquelle für mich entdeckt habe, plante ich von Woche zu Woche. Jeden Montag Morgen die gleiche Frage: Was schreibe ich diese Woche?!

Wenn ich mir nicht in der Nacht von Sonntag auf Montag ein paar Gedanken gemacht hatte, wurde es montags regelmäßig hektisch.

Denn immerhin wollte ich mich nicht wiederholen oder im Kreis drehen. Jede Woche sollte brandneuer Kram her.

Jede Woche ein neues Thema.

Und genau da lag der Hase im Pfeffer.

Es muss nämlich nicht jede Woche ein neues Thema sein.

Denke in Serien, nicht in Film.

Die ersten 12 Episoden von affen on air sind fest miteinander verknüpft und den meisten fällt das gar nicht auf. Sie sind nämlich so konzipiert, dass sie eine Grundlagenserie sind.

Wir haben uns nicht hingesetzt und von Woche zu Woche überlegt, was wir bringen.

Wir haben uns überlegt, was der Zuhörer wissen muss, um schnellstmöglich auf gleicher Ballhöhe zu sein, wie der Leser vom affenblog.

Wir gaben dieser 12-teiligen Serie den internen Arbeitstitel „Grundlagen“.

Danach folgte eine Reihe von ergänzenden Episoden, gefolgt von der nächsten größeren Serie „SEO für Blogger“. Diese Reihe wurde etwas länger als geplant, weil sie als Pre-Launch für das SEO-Tool bananacontent gedacht war und sich die technische Entwicklung verzögerte.

Das gleiche Prinzip auch bei Marit Alke und ihrem Podcast „Online Business Lounge“. Sie machte ganz am Anfang sogar klar, dass die ersten 15 Episoden die Grundlagen bilden werden.

Ich mag den Gedanken in Serie zu denken und nicht in Filmen.

Warum?!

Von groß nach klein

Ein Film ist in sich geschlossen, hat einen roten Faden und ist irgendwann zu ende. Stell dir die Rennerei von Thema zu Thema so vor, als wenn du jede Woche den Plot für einen neuen Film konzipieren müsstest.

Wäre es nicht viel leichter, eine Serie zu kreieren?

Viele kleine Themen bauen logisch aufeinander auf und bilden eine in sich geschlossene Reihe. Auch sie haben ein Anfang und ein Ende, aber sie bestehen aus mehreren Elementen, die tiefer beleuchtet werden.

Lass mich das an einem Beispiel festmachen.

Angenommen ich wäre ein Coach für Kommunikation in kleinen und mittelständischen Unternehmen und ich würde meinen Redaktionsplan gestalten.

Bisher

  1. 4 Gründe, warum du zwar redest, aber noch lange nicht kommunizierst
  2. Mit diesen Tricks machst du vor deinen Bewerbern einen professionellen Eindruck
  3. Abgeben oder selber machen?! Wie Delegation dir den Tag retten kann
  4. 5 Tipps, wie du mit zu spät kommenden Mitarbeitern umgehen kannst
  5. Es muss nicht gleich die Abmahnung sein – Mitarbeitergespräche erfolgreiche gestalten
  6. Wie du mit den richtigen Schritten Veränderungsprozesse in deinem Unternehmen richtig umsetzt

So, das wäre nach dem alten Schema Stoff für die nächsten 6 Wochen – sofern du wöchentlich veröffentlichen willst.

Wie wäre es jetzt, wenn wir aus diesen 6 Wochen Content, den Redaktionsplan für ein halbes Jahr gestalten würden?!

Das einzige, was du brauchst: Einen freien Kopf und die Fähigkeit ein großes Thema in Unterthemen einzuteilen.

Vielen Klienten von mir fällt das anfangs schwer. Sie sagen: „Das Thema ist schon so klein und kann eigentlich nicht mehr aufgeteilt werden.“

Denkst du auch oft so?! 😉

Ich verrate dir ein Geheimnis: Es geht (fast) immer!

Du kannst nahezu jedes Thema noch etwas detaillierter und genauer beleuchten. Du siehst es in jedem Fachbuch.

In der Schule lernten wir Zusammenfassungen von literarischen Texten und bekamen dafür Noten. Wie man ein Thema in seinen vielen Facetten betrachtet meist nicht. Allenfalls in der Uni später.

Die Fähigkeit Themen in Unterthemen zu verwandeln ist reines Training für deinen Kopf. Dein Gehirn ist ein Muskel, wenn du ihn trainierst, dann wird er stärker.

Aber jetzt zurück zu unserem Thema: Ich möchte jetzt aus dem ersten Thema (4 Gründe, warum du zwar redest, aber noch lange nicht kommunizierst) eine Serie machen, die mir Stoff für einen ganzen Monat beschert.

Und so könnten Unterthemen davon folgende Ideen sein.

  1. Warum dir Zuhören eine Menge Arbeit erspart
  2. Wie du klare Aussagen machst, die niemand missversteht
  3. Diese 7 Wörter solltest du aus deinem Wortschatz streichen
  4. Worauf du achten musst, damit du authentisch bleibst

In deinem Kopf sind jetzt noch 1-2 Themen, die auch in das Oberthema passen könnten und an die ich nicht gedacht habe?! Prima!

Dann bist du genau auf dem richtigen Weg.

Im NLP nennt man das „Chunking“ und ist eine Technik zur systemischen Betrachtung von Dingen, Themen oder Verhaltensweisen.

Hier habe ich dir das noch mal skizziert:

Chunking.001Ich erspare und jetzt die anderen 5 Oberthemen, obwohl die natürlich auch Stoff dafür bieten, dass man sie in Unterthemen aufdröselt.

Aber ich denke, dass du das Prinzip verstanden hast.

Was mein AHA-Effekt war

In sich geschlossene Themenserien waren für mich ein Augenöffner, weil sie mir eine Menge Arbeit abnahmen. Ich musste nicht immer neue Themen finden, sondern ich konnte in einem Themengebiet gedanklich unterwegs sein und mich inspirieren lassen.

Unser Gehirn arbeitet so am liebsten.

Ein Thema und dann treiben lassen. Dann kommen die Ideen von ganz alleine.

Schnelles Wechseln zwischen grundverschiedenen Themen ist für die Kreativität anfangs etwas zu viel.

Mein persönlicher AHA-Effekt war, dass ich nun keine 52 Themen mehr im Jahr brauche.

Es genügen 12 Themen.

Und wenn du mehr Unterthemen finden kannst, dann brauchst du sogar noch weniger.

Ist das nicht cool?! 😉

Was ist deine Aufgabe für diese Woche?

Damit du dein Gehirn auf Betriebstemperatur und einen vollen Redaktionsplan bekommst, habe ich eine Bitte an dich.

Nimm dir jetzt ein Blatt Papier oder dein Schreibprogramm und finde 12 Themen, die deine Zielgruppe spannend findet. (Du hast die Sorgen und Nöte deiner Leute bestimmt schon auf dem Schirm, oder?! 😉 )

Wenn du das gemacht hast, überlege dir jeweils vier Unterthemen dazu.

Brich das aber nicht übers Knie. Du musst nicht für alle direkt Unterthemen finden. Vertraue deinem Gehirn und kümmere dich um ein Oberthema nach dem nächsten. Die grauen Zellen zwischen deinen Ohren werden ihren Job machen.

Ausblick auf nächste Woche

Nächste Woche räumen wir auf mit der Mär, dass wir uns alles selber überlegen müssen. Es gibt eine Menge Ressourcen da draußen, an denen wir uns kreativ bedienen können, OHNE zu klauen.

Klingt spannend, oder?! 😉

Bis dahin,

dein Gordon Schönwälder

HIER KANNST DU DEN BLOG DURCHSUCHEN

MACH ES WIE ÜBER 2000 ANDERE VOR DIR.

Lerne, wie du in kürzester Zeit deinen eigenen Podcast an den Start bringen kannst und trage dich ein. Abseits dessen bekommst du noch Zugang zur Community-internen Show PODCAST-HELDEN- FLURFUNK!                                        

Hol dir hier die passende Musik für deine Show

RECHTLICHES

* Amazon-Partner-Links

© 2017 by Framework. Powered by Chimpify.