In sieben Schritten zum erfolgreichen Podcast – Teil 3/3

5. Wo muss dein Podcast zu finden sein, damit ihn wirklich jeder hört?

Schön, dass du auch bei dieser Lektion wieder dabei bist und ich muss gestehen, dass ich mir diese besonders am Herzen liegt.

Der Grund dafür: Hier wird oft ein ganz bestimmter Fehler gemacht.

Podcaster konzentrieren sich meist zu sehr auf iTunes und verprellen dadurch eine gigantisch große Menge an potentiellen Zuhörern. Und das Wort GIGANTISCH ist nicht übertrieben…es ist leider Realität!

Ein erfolgreicher Podcaster erreicht aber ALLE Zuhörer und ich verrate dir hier, wie das geht.

Es gibt mehr als nur iPhone und iPod

Das so gut wie jeder von uns ein Smartphone besitzt, ist klar. Die meisten von uns lieben ihr Smartphone sogar.

Ich gehöre zu dieser Gruppe definitiv dazu und davon kann man natürlich halten, was man will.

Mit meinem iPhone organisiere ich meine Termine, bin erreichbar wenn ich es will und kann mich mit Musik, Hörbüchern, Blogs oder Podcasts beschäftigen, wenn ich entspannen will.

Immer mehr von uns surfen auch unterwegs. Flatrates machen uns das Leben dahingehend auch leichter. Gestern habe ich noch einen Bericht gesehen, dass sich das Marketing im nächsten Jahr viel mehr auf mobilen Content wie Podcasts und Co. konzentrieren wird.

Mit anderen Worten: Ein erfolgreicher Podcast muss unterwegs geladen werden können.

Der Platzhirsch unter den Podcastverzeichnissen ist iTunes. Viele von uns nutzen iTunes auf dem PC oder dem Mac. Wenn ich unterwegs bin, kann ich auch mit meinem iPhone auf dieses Verzeichnis zugreifen.

Was ist aber, wenn ich mit einem Smartphone mit Android-Betriebssystem unterwegs bin?!

Kann ich dann auf iTunes mobil zugreifen?! – NEIN!

Verteilung von iOS und Android

Im zweiten Quartal von 2014 war auf 84,7 Prozent aller Smartphones da draußen Android installiert und nur 11,7 Prozent mit iOS – also Apples Betriebssystem. Der gewaltige Unterschied kommt daher, das eine Menge Smartphonehersteller Android nutzen, z.B. HTC, Samsund, etc., währen iOS nur auf iPhone und Co. zu finden ist.

Wer fix im Kopfrechnen ist, der wird feststellen, dass noch ein paar Prozent fehlen. Diese verteilen sich auf das WindowsPhone und Blackberry. Hier habe ich übrigens die Zahlen her: KLICK!

Wenn also ein Podcast nur auf iTunes zu finden ist, dann deklassiert ein Podcaster 84,7 Prozent der potentiellen, mobilen Hörer!

84,7 Prozent!!!

Wir können jetzt natürlich sagen: „Dann sollen sie halt daheim laden und unterwegs hören!“

Aber mal ganz ehrlich…das ist kein besonders guter Service. Und empfohlen wird der Podcast dann bestimmt nicht mehr.

Welche Verzeichnisse gibt es noch?!

Hier sollte dein Podcast neben iTunes auch zu finden sein

  1. Stitcher.com – Das amerikanische Unternehmen hat sich großes vorgenommen. Sie wollen das Podcasten sogar serienmäßig ins Auto bringen, dass man auch fahrend neue Episoden oder Shows hören kann. Das ist natürlich noch etwas Zukunftsmusik. Was die Damen und Herren aber jetzt schon gut machen: Es gibt eine App sowohl für Android, als auch für iOS. Somit kann nichts mehr schief gehen.
  2. Podcaster.de – Das größte Verzeichnis deutschsprachiger Podcasts sieht im ersten Moment von der Oberfläche her nicht besonders sexy aus, aber es gibt im Play Store für Android eine eigene App, mit der man sich auf die Suche nach coolen Shows begeben kann. Und nur so als Tipp: Durch den noch recht jungen Podcast-Markt in Deutschland landet man mit ein paar Shows und ein wenig Werbung dafür schnell in den Charts. Das lässt sich wiederum gut vermarkten! 😉
  3. RSS-Feed auf deiner Homepage – Der Feed zu deiner Show darf zum kopieren bereit stehen, denn es gibt eine Menge herausragender Apps, mit denen auch Android-User mittels Feed die Show laden und abonnieren können. Sofern also jemand nicht auf die „Eigenbau-Apps“ von Stitcher und Co. steht und daher einen Podcatcher benutzt, soll er auch fündig werden.

Wenn du sehen möchtest, wie das so aussehen kann, dann schau mal hier: PODCAST HELDEN ON AIR

Fazit:

iTunes ist mit Sicherheit eines der wichtigsten Portale für Podcasts jedweder Art. Es ist schlichtweg Pflicht, dort gelistet zu sein. Allerdings darf das nicht der einzige Ort sein, wo Smartphone-User dich finden können.

Eine überwältigend große Zahl der Smartphonebesitzer in Deutschland können mobil nicht auf iTunes zugreifen und brauchen eine Alternative. Und genau diese Alternative solltest du als herausragender Podcaster auch liefern können.

Das war es schon für diese Lektion – kurz, aber unendlich wichtig! Wenn du noch etwas mehr darüber erfahren möchtest…ich habe da auch eine Episode zu produziert.

6. Wie du Facebook für deinen Podcast optimal nutzt

Von allen Social Media-Kanälen ist mir Facebook am liebsten. Hier gibt es sehr viele Möglichkeiten, deinen Podcast bekannter zu machen und mit ein paar Tipps geht es noch schneller!

„Nutzt du nur Facebook?“, wirst du dich vielleicht fragen. Die Antwort darauf ist: „Nein.“

Facebook bietet uns aus meiner Sicht aber das schönste Medley aus Möglichkeiten und wenn man wenig Zeit hat, dann wäre Facebook mein Mittel der Wahl. Parallel und als Ergänzung präsentiere ich meine Inhalte auch bei Twitter, XING und Google+.

Hier soll es aber nur um den blauen, kraftvollen Riesen gehen. 🙂

Wenn dir jetzt folgendes in den Kopf schießt, „Äh, ich habe noch keine Facebook-Fanpage für mein Business oder meinen Podcast!“ – dann nichts wie los!

Verlinke deine Show

Dieses Tipp ist an Banalität nicht zu überbieten, dennoch hat er seinen Platz ganz oben in der Liste gefunden.

Der Grund: Es gibt immer noch Podcaster da draußen, die ihre eigenen Werke nicht oder nur ungern präsentieren.

Vielleicht aus Angst zu „werbend“ zu sein, vielleicht unterschätzen sie auch die Wirkung und die Reichweite von Facebook. Wichtig ist dabei, in den Seitenstatistiken zu schauen, wann die meisten Besucher auf deiner Seite sind. Dort erkennst du, wann der richtige Zeitpunkt für einen Post ist und wann die meisten Fans – statistisch gesehen – diese Meldung angezeigt bekommen.

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Das ist ein Screenshow aus meinen Statistiken und du kannst sehen, dass meine Seite um die Mittagszeit  und am Abend besonders gut besucht ist. Das macht es mir natürlich leicht, den optimalen Zeitpunkt fürs Posten herauszufinden.

Darüber siehst du die Besucherzahlen der Wochentage – hier gibt es keinen eindeutigen Favoriten. Deswegen muss ich mir auch keine Gedanken um den Wochentag machen.

Beteilige dich in Gruppen oder starte selber eine

Was ich bei Facebook besonders schön finde: Gruppen!

Es gibt Gruppen für so ziemlich alles und natürlich auch für Podcaster oder Gruppen mit deiner Zielgruppe. Wenn du dich dort einreihen willst, wirst du in der Regel gerne und schnell aufgenommen. Aber Achtung: Man erwartet dort Aktivität!

Niemand will dort mit Eigenwerbung von dir bombardiert werden. Deswegen betrachte eine passende Facebookgruppe als Ort des Austauchs UND der Möglichkeit Mehrwert durch deinen Podcast zu bieten. Ich habe selber eine Gruppe für Podcaster und dort dürfen auch neue Episoden vorgestellt werden. Die Betonung liegt hier ausdrücklich auf „VORGESTELLT“, denn ein wenig Präsentation möchte ich schon haben: Was ist der Inhalt? Was ist das besondere daran? Auf was sollen die Hörer achten? Was ist die Kernaussage? Und so weiter. Wenn du dich einreihen möchtest in diese Community, dann kannst du das gerne hier machen: KLICK!

Ich freue mich auf dich!

Alternativ kannst du für dein Thema und dein Business auch eine eigene Gruppe in Facebook erstellen und so deinen eigenen Clan aufbauen.

Mach den Inhalt schmackhaft

Leider sehe ich es immer wieder, dass Podcaster den Link zu iTunes und Co. ohne jeglichen Kommentar präsentieren. Das ist mehr als schade, denn aus welchem Grund sollte ein potentieller Hörer darauf klicken. Schreibe in knappen und spannend gemachten Worten auf, was den Zuhörer erwartet, was er mitnehmen kann und was der Mehrwert für ihn ist.

„Mein neuer Podcast ist online“ ist ein extrem langweiliger Titel, obwohl es natürlich nicht gelogen ist.

„Du möchtest wissen, wie man seinem Chef am besten die Stirn bietet und dabei respektiert wird?! Hier findest du die Antwort!“, ist ein besserer Titel. Er zeigt den Mehrwert und verrät in Ansätzen auch, worum es geht. Außerdem spricht er vielleicht auch einen wunden Punkt deiner Zielgruppe an.

Ideen für gute Texte und Überschriften findest du auf den genialen Blog von Vladislav Melnik – dem Affenblog!

Benutze ein Linkbild

Wenn du einen Link in einen Facebook-Post packst, dann kannst du das angezeigte nehmen oder durch ein eigenes ersetzen. Ich achte bei meinen Posts immer darauf, dass ich eine Bildgröße nehme, die perfekt in das Vorschaubild passt.

Die momentane Größe dieser Bilder sollte 470 x 246 Pixel betragen – dann wird es in seiner ganzen Pracht dargestellt. Meine Bilder designe ich immer mit dem kostenfreien und webbasierten Tool CANVA. Das bezeichne ich gerne als „Photoshop für die, die nicht mit Photoshop umgehen können“. Also perfekt für Menschen wie mich! 😉

Du fragst dich jetzt, aus welchem Grund du dir diese Extra-Mühe machen sollst?! Mit einen individuellen Linkbild in Kombination mit deinem Link ist der Klick deutlich wahrscheinlicher. Und Mühe wird im Netz immer belohnt!

Schalte Facebook-Werbung

Werbung in Facebook ist für viele ein rotes Tuch, dabei ist es nicht schwer, die ersten Gehversuche zu unternehmen. Okay, ich gebe zu, dass ich auch am Anfang Gamaschen davor hatte, Geld in die Hand zu nehmen und nicht so wirklich Ahnung zu haben. Aber es gibt einen einfachen Weg, der die Hürden niedrig hält. Das Hervorheben von Posts!

Sobald du einen Post veröffentlichst, siehst du eine Schaltfläche mit den Worten „HERVORHEBEN“ und das nutze ich sehr gerne – dann wird der Artikel allen Fans gezeigt und deren Freunden. Die Reichweite erhöht sich also schlagartig und somit auch der Bekanntheitsgrad deines Links.

Ich möchte jetzt nicht tiefer in die Materie der Facebook-Werbung eintauchen, da es eine Welt für sich ist. Das Hervorheben von Posts ist aber vergleichsweise einfach und ist ein guter Weg zu neuen Hörern.

Fazit

Facebook ist ein außerordentlich guter Werbepartner für dich und deine Show. Zudem kannst du mit recht einfachen Mitteln noch mehr Sichtbarkeit erreichen – zum Beispiel den perfekten Veröffentlichungszeitpunkt und dergleichen.

Ein Artikelbild, das ansprechend und informativ zugleich ist, erhöht die Wahrscheinlichkeit des Klicks enorm. Also poste nicht wie wild drauflos, sondern habe eine Strategie in der Tasche. So wird – über kurz oder lang – deine Reichweite immer größer.

Denke auch über eine eigene Gruppe in Facebook nach! Unterschätze nicht die Kraft der Gemeinschaft. 😉

Wow, jetzt bist du nur noch einen Schritt davon entfernt, dass dein Podcast richtig erfolgreich wird.

 

7. Wie du Hörer auf deine Seite bekommst

Hi,

herzlich willkommen zum siebten und somit leider letzten Schritt zu einem erfolgreichen Podcast. „Leider“ aber auch nur, weil unser kleiner Kurs hier schon endet. Aber es muss ja kein tränenreicher Abschied werden, denn du bist in meiner Podcasting-Gruppe bei Facebook herzlich willkommen!

Warum sollen Hörer auf deine Seite?!

Der Elefant, der im Raum steht ist folgender: Wenn ich doch schon Hörer habe und die viel lieber hören als lesen – warum sollen die überhaupt noch auf meine Seite?!

Die Antworten auf diese Frage sind einfach:

  1. Als Service – Denn du hast vielleicht Links in deiner Episode benannt, Tools oder hast einen Gast, dessen Homepage oder Blog du empfehlen willst. Wenn du Links nennst, dann kann sich die keiner merken, wenn er zuhört. Stell dir einfach vor, einer deiner Hörer ist mit dem Auto unterwegs und lauscht deinen Worten. Du nennst einen megaguten Link, den er dringend gebrauchen kann…wie kann der Hörer sich den Link im Auto aufschreiben?! Im Fahren schon mal gar nicht. Er müsste rechts ranfahren oder einen Rastplatz aufsuchen. Diesen Aufwand kannst du ihm ersparen, indem du sagst, dass alle Links auf ihn warten und du eine Seite für ihn vorbereitet hast.
  2. Du hast etwas anzubieten – Podcasts sind auch ein Marketing-Tool und da du auch etwas zu geben hast, möchtest du den Hörer mit deinen Dienstleistungen, Produkten oder deinem Newsletter bekannt machen. Das geht zwar auch über den Gehörgang, aber in deinen Newsletter kann der Hörer sich so nicht eintragen. Deswegen darf er gerne deine Seite oder deinen Blog besuchen.

Das Mittel der Wahl sind die so genannten Shownotes. Für jede Episode erstellst du auf deinem Blog einen Seite für die entsprechende Episode deines Podcasts, auf die der Hörer dann gehen kann. Bestenfalls ist der Link so gut gewählt, dass man sich ihn merken kann.

Wie und mit welchen Mitteln das am besten geht, will ich dir nicht schreiben, sondern ich möchte es dir zeigen! Als kleine Überraschung und als Dankeschön für deine Aufmerksamkeit möchte ich dir ein Video mitgeben, dass aus meinem Kurs stammt. Du hast natürlich zeitlich unbegrenzten Zugang dazu.

In diesem Filmchen zeige ich dir, wie du mit WordPress als Basis optimale Shownotes erstellst.

In diesen Shownotes kannst du natürlich zusätzlich zu den Informationen zu einer Episode so ziemlich alles verlinken, was nicht „bei 3 auf dem Baum ist“. Unter anderem auch Angebote oder Optin-Boxen zum Eintragen in deinen Newsletter.

Für diese Optin-Boxen empfehle ich dir OptimzePress in Kombination mit einem Newsletterprovider wie Mailchimp.

Wenn du dir noch gar keine Gedanken um E-Mail-Marketing gemacht hast, dann solltest du das schleunigst nachholen. Ich empfehle dir da Sandra Holze und ihren Kurs!

Time to say…Goodbye?!

Der Zeitpunkt des Abschieds naht! Naja, ganz so dramatisch ist es natürlich nicht. 😉

Wenn dir dieser kleine Kurs gefallen hat, dann empfiehl ihn doch weiter. Das bedeutet mir eine Menge und jede Empfehlung motiviert mich dazu, noch besser zu werden.

 

Jetzt darf ich dir noch einen tollen Tag wünschen und verabschiede mich – aber nicht ohne das Zitat von Domosthenes mitzugeben, einem griechischen Redner und Staatsmanns. Der sagte nämlich

„Kleine Gelegenheiten sind oft der Anfang zu großen Unternehmungen.“

Vielleicht ist dieser kleine Kurs der Anfang zu deiner Podcaster-Karriere – es wäre mir eine Ehre!

Bis dahin,

dein Gordon Schönwälder

 

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