Tipps für deinen Redaktionsplan

Wenn du jetzt auch neugierig bist, wie sich ein Redaktionsplan als Ruhekissen anfühlt, dann bist du hier genau richtig.

Ich habe einige Arten und Weisen von Plänen ausprobiert und nun einen Workflow gefunden, der zu mir passt. Den möchte ich dir hier zeigen und du darfst gerne kopieren, anpassen und dein eigenes Ding draus machen.

Dazu nutze ich ein paar Apps, bzw. webbasierte Services, die es aber in kostenfreien Varianten gibt.

Schreibe mindestens einen Monatsplan

Damit ein Redaktionsplan einen Ansatz von Plan hat, muss er eine gewisse Zeit in die Zukunft reichen. Ich denke, das ist logisch oder? 😉

Damit du nicht alle paar Tage wieder dein Gehirn anwerfen und Ideen spinnen musst, solltest du dir die Zeit nehmen, um mindestens den nächsten Monat zu planen.

Besser sogar noch ein ganze Quartal. Von der Anstrengung des Gehirns ist es nicht viel schwerer, einen Quartalsplan zu schreiben. Deswegen würde ich dir das eher empfehlen.

Zum Reinkommen und Ausprobieren kannst du aber mal den nächsten Monat planen. Du wirst dann für dich entscheiden können, ob das Prinzip etwas für dich ist oder eher nicht.

Beides ist in Ordnung und da wir nicht alle gleich ticken, will ich dir auch kein System aufzwingen, was eigentlich nicht zu dir passt. Aber ich plädiere dafür, einen ausreichenden Test zu machen. 😉

So geht zwischendurch keine Idee verloren

Oh, wie oft ist es mir passiert, dass gute Ideen auf einmal weg waren…

Da sitze ich im Auto und mir kommt eine Idee für eine Episode, einen Beitrag, ein Webinar oder sonst was und ich nehme mir vor, dass ich es daheim angekommen sofort aufschreibe.

Aber nichts da. Entweder habe ich bereits vergessen, dass ich überhaupt was notieren wollte, oder ich habe vergessen, was ich notieren wollte. Ich bin mir sicher, dass du diese Situationen auch kennst.

Damit mir das nicht mehr passiert, nutze ich Evernote.

Evernote habe ich auf meinem Smartphone, auf meinem Rechner und als Browsererweiterung und alle sind automatisch miteinander synchronisiert.

Das Schöne an Evernote ist, dass es mir so viele Möglichkeiten gibt, eine Idee festzuhalten. Ich kann etwas eintippen, einsprechen, aufmalen, einen Link sichern, ein Bild sichern, E-Mail weiterleiten und sichern, etc.

Im Auto spreche ich mir Ideen gerne ein und sichere sie auf diese Weise. (Natürlich nur, wenn ich rechts rangefahren bin und den Motor ausgeschaltet habe. Ist ja klar, oder!?)

Ein weiterer Vorteil, den Evernote mit sich bringt, ist eine grenzgeniale Suchfunktion. Wenn sich auf einem gespeicherten Foto Schrift befindet, dann taucht sie in der Suche auf.

Ein praktisches Beispiel: Ich sehe in Social Media ein Bild mit einem inspirierenden Spruch. Dieses Bild speichere ich mit Evernote und es ist sicher in einem entsprechenden Notizbuch.

Einige Wochen später will ich den Redaktionsplan schreiben und erinnere mich an das Bild. Ich nutze dann die Suchfunktion, gebe Teile des Spruches ein und Evernote zeigt mir das Bild dann an.

Zumindest, wenn die Schrift nicht zu abgedreht und verschnörkelt ist. Wenn dem so ist, dann sichere ich das Bild und vergebe ein paar Tags, damit ich es später schnell wiederfinde.

Klingt so, als sei ich ein ziemlicher Evernote-Fanboy, oder?! Ja, das stimmt auch.

Was du hier aber mitnehmen sollst: Speichere dir Ideen direkt ab. Mach es sofort und vertraue deiner fokussierten Aufmerksamkeit nicht zu sehr.

Dafür eignen sich natürlich viele Tools und Evernote ist nur eines davon.

Mindmaps als Kreativitätsbooster

Eine gute Idee kommt meistens nicht alleine. Deswegen systematisiere ich meine Spinnereien mittlerweile mit Mindmaps.

Hier mal ein Beispiel für dieses Kapitel:

Eine Grundidee bringt viele weitere Ideen mit sich

Eine Grundidee bringt viele weitere Ideen mit sich

Du siehst auf diesem Bild, dass ich von einer Grundidee ausgegangen bin. Dieses Kapitel sollte ein paar Grundlagen schaffen und dazu gehört der Redaktionsplan. Dann habe ich gesammelt, was alles relevant sein könnte, verwarf einiges davon wieder und schloss dann die Sammlung ab.

So entstand übrigens jedes dieser Kapitel und auch die Gesamtplanung für dieses Buch, das im Endeffekt ein riesiger Redaktionsplan ist.

Mein Tipp ist: Lass die Themen auf dich wirken, brich nichts über Knie. Schreibe einfach runter, ohne groß drüber nachzudenken. Wenn am Ende einen Haufen „Stränge“ an deiner Mindmap hast, dann filterst du aus und alles ist gut.

Dabei ist elementar, dass du deinem Gehirn erlaubst, zu produzieren und es einfach geschehen zu lassen. Das ist für Kontrollfreaks wie mich eine harte Probe, aber die Ergebnisse zeigen, dass es eine erfolgreiche Art ist, um an Ideen zu kommen.

Dir wird diese Technik des „clustering“ auch weiterhelfen, deine E-Mail-Liste mit dem Podcast aufzubauen. Dazu aber später mehr im Strategieteil dieses Buches, wenn es um Content Upgrade geht.

Clustering bedeutet, dass du größere Teile in kleinere aufteilst und so einen besseren Überblick über das Thema und seine Bestandteile bekommst.

Es gibt Mindmapping-Profis, die würden von meiner Methode abraten, weil eine Mindmap zum strukturieren und nicht zum rumspinnen gedacht ist. Aber bei mir funktioniert dieser Weg dennoch sehr gut.

In einem ersten Prozess lasse ich die Ideen in die Mindmap fließen und in einem zweiten strukturiere und lösche ich entsprechende Äste wieder.

Gut, bis jetzt habe ich dir gezeigt, wie du deine Ideen unterwegs festhalten kannst und wie du sie mit einer Mindmap weiterentwickeln, bzw. strukturieren kannst.

Im nächsten Schritt wird aus dieser Sammlung und Grobstrukturierung der echte Redaktionsplan.

Der finale Schritt: Die Erstellung des Redaktionsplans

Ich nutze für den Redaktionsplan das Tool TRELLO und fahre sehr gut damit.

Um einen ersten Überblick zu bekommen, möchte ich dir ein Screenshot aus affen on air zeigen. Lass dich aber bitte nicht davon erschlagen. Das Tool ist sehr intuitiv zu bedienen und im Kapitel „Links/Literaturverzeichnis“ findest du einige Ressourcen zu Trello.

Trello im Einsatz im affenblog

Trello im Einsatz im affenblog

Im Gegensatz zu den Excel-Listen, mit denen ich anfangs meine Pläne erstellt habe, ist Trello wesentlich flexibler.

Wenn ich mit Excel eine Episode eine Woche später und eine andere dafür früher veröffentlichen wollte, musste ich wild hin und her markieren und kopieren.

Bei Trello reicht einfaches Drag-and-Drop, um mit Themen zu jonglieren. Neben diversen anderen Möglichkeiten, kannst du dort auch die Termine festlegen, an denen deine Episoden, Beiträge oder sonst was erscheinen sollen.

Dadurch bekommst du in der Kalenderansicht (siehe Bild) eine wunderbare Übersicht über den Monat oder eine Woche

Die Kalender-Ansicht von Trello

Die Kalender-Ansicht von Trello

Wenn du mal ein Thema zwischenschieben willst, kein Problem. Auch in der Kalenderansicht kannst du mit der Maus die kleinen Kärtchen einfach dorthin ziehen, wo du sie hinhaben willst. Dann ändert sich auch automatisch das angegebene Veröffentlichungsdatum.

Übersichtlicher und praktischer geht es eigentlich nicht.

Es gibt noch ein paar andere Tools, die diese Art der Strukturierung und Planung beherrschen, z.B. ASANA aber mit denen bin ich nicht so ganz warm geworden

Trello ist zum Einstieg sehr einfach und es gibt einige Ressourcen, bei denen du die Bedienung schnell lernst.

Ach ja,…wenn du einmal dran bist! Wie wäre es, wenn du deine gesamten Aktivitäten planst?

Ein Plan für alle Kanäle

Nicht nur dein Blog und dein Podcast könnten von der Planung her in dieses Trello-Board gelangen. Sondern auch deine Posts in Social Media oder die Inhalte für deinen Newsletter.

Du kannst den entsprechenden Bereichen bestimmte Farbmarkierungen zuordnen und so den Überblick behalten.

Wenn du Mitarbeiter hast oder mehr oder weniger regelmäßig mit virtuellen Assistenten arbeitest, kannst du diese Boards auch freigeben und bleibst immer auf dem Laufenden, was die Inhalte angeht.

Ausklang – Was kannst du mitnehmen?

Einen Redaktionsplan zu entwerfen und zu pflegen, ist mit Arbeit verbunden. Das will ich nicht verschweigen und romantisieren.

Allerdings aus meiner Erfahrung deutlich weniger ätzend und stressig, als das Hetzen von Woche zu Woche. Du musst in Summer deutlich weniger Zeit damit verbringen, nach Themen Ausschau zu halten.

Damit du dieses „Ideen-Management“ erfolgreich für dich anwendest, solltest du es dir so einfach wie möglich machen.

Mir helfen Anwendungen und Services wie Evernote und Trello dabei, diese Ideen zu speichern, zu planen und schlussendlich das Marketing erfolgreich zu machen.

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